2:1-Sieg in Aachen beschert Münster für 24 Stunden die Tabellenführung
Preußen erobern Platz an der Sonne

Aachen -

So agieren Spitzenmannschaften, so macht es der Spitzenreiter. Wenn es mal nicht rund läuft, dann gewinnt man trotzdem ein Spiel. Zweitliga-Absteiger als Gegner hin oder her. Der SC Preußen ist zumindest für eine Nacht Spitzenreiter in der 3. Liga nach dem 2:1 (0:0)-Auswärtssieg bei Alemannia Aachen. Und es war erneut Matthew Taylor, der mit seinen beiden Treffen (64. und 84.) den 0:1-Rückstand durch Denis Pozder (48.) vor 12 206 Zuschauern in einen Sieg verwandelte.

Dienstag, 25.09.2012, 21:09 Uhr

Heimlicher Matchwinner war dabei Abwehrspieler Fabian Hergesell , der an beiden Treffern maßgeblich beteiligt war. „Wir haben Schwächen gezeigt, aber in der Halbzeit Vieles korrigiert. Wieder einmal haben wir einen Rückstand gedreht, das spricht für das Team, obwohl einige meiner Spieler nach den Derbys nicht so frisch waren. Es war sehr emotional, wirklich schwierig“, fasste Trainer Pavel Dotchev die Dinge zusammen. Ein Wahnsinns-Comeback der Preußen, die es sich auf den Aufstiegsrängen gemütlich einrichten.

Videoanalyse: SC Preußen Münster - Alemannia Aachen

Zum dritten Mal standen sich Aachen und Münster an einem 25. September gegenüber. 1960 in Oberliga West trennten sich die Vereine mit 2:2, 1971 gewann Aachen 5:3 und 51 Jahre später wusste man lange nicht, was von dieser Partie zu halten sei. Halbzeit eins brannte sich nicht ins Gedächtnis ein – weder auf Aachener noch auf Münsteraner Seite. Den Hausherren, dem Viertletzten, saß die Angst im Nacken. Da lief nicht viel zusammen. Und die Preußen brannten auch kein Feuerwerk ab. Die Abwehr stand dabei sicher, während in der Offensive sich die meisten Adlerträger unsichtbar machten. Eine flugs eingespielte Statistik zeigte 55 Prozent Ballbesitz für die Alemannia und 5:1 Torschüsse nach gut einer halben Stunde, eine irreführende Bilanz eines schwachen Drittliga-Spiels, keiner wusste zu gefallen.

Der SC Preußen gewinnt gegen Alemannia Aachen mit 2:1.

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  • Foto: Jürgen Peperhowe
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Ganz ehrlich, beide Teams hatte jeweils eine Chance, die diesen Namen auch verdiente. Der Kopfball von Kai Schwertfeger (27.) flog knapp am Preußen-Tor vorbei. Wenig später wurde Münsters Jens Truckenbrod im letzten Moment in bester Schussposition gestoppt. Nun gut, ein Kopfball von Patrick Kirsch (45.) durfte pro SCP noch erwähnt werden. Ende der Fahnenstange. Nach den Gala-Vorstellungen in den Derby gegen Osnabrück (2:0) und Bielefeld (4:0) war das gearbeiteter Fußball. Das 1:0 für die Gastgeber entstand dementsprechend kurios. Münsters Tormann Daniel Masuch und Kevin Schöneberg behindern sich bei einem einfachen Rückpass, Patrick Kirsch läuft am Ball vorbei, und plötzlich muss Denis Pozder den Ball nur noch ins leere Tor zur 1:0-Führung einschieben. Es war die Strafe für zu passive Preußen, die keine Mittel fanden, den Aachener Abwehrriegel zu knacken. Sofort wurde der SCP aktiver, ein Weckruf, jetzt mit dem Rücken zur Wand. In die Partie kamen jetzt Bewegung und Emotionen. Ein Kopfball erneut von Kirsch (56.) und ein Schuss von Matthew Taylor (57.) unterstrichen das.

Doch es musste erst ein von Fabian Hergesell herausgeschundener Freistoß her, als Grundlage des Ausgleichs: Die Vorarbeit von Amaury Bischoff köpfte Taylor (64.) mit seinem sechsten Saisontor zum 1:1 ein. Durchatmen beim Tabellenzweiten, war das ein Brustlöser? Die Gäste hatten jedenfalls durch Kevin Schöneberg, dessen Schuss die Latte touchierte, nach 74 Minuten die Möglichkeit zur Führung. Aachen kämpfte vor allem, wehrte sich und erspielte sich auch noch zwei, drei Chancen, die den Preußen-Fans Nerven kostete. Das wars, fast: Hergesell gewann noch einen Zweikampf, passte quer, Taylor traf. 1:2, Münster siegt, Abfahrt des Spitzenreiters. Irre.

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