Preußen Münster
„Jetzt folgt der Feinschliff“

Mittwoch, 18.07.2007, 19:07 Uhr

Münster . Exakt fünf Wochen bereitet sich Fußball-Oberligist Preußen Münster auf die neue Saison vor. Gestern endetet die erste Hälfte, am 3. August geht es im Heimspiel gegen die SpVgg. Erkenschwick erstmals wieder um Punkte. Zur Halbzeit blickte Teammanager Carsten Gockel im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Gerd Jakobi zurück auf die erste Phase, erläuterte die Schwerpunkte für das Trainingslager, formulierte Erwartungen und Hoffnungen.

Wie steht der SC Preußen aktuelle da?

Gockel: Gut, sogar etwas besser als erwartet. Wir konnten nicht davon ausgehen, dass in diesem Kader die Abläufe schon in kürzester Zeit so gut funktionieren, mit einem Durchschnittsalter von 23,7 Jahren ist er übrigens extrem jung. Von Verletzungspech sind wir verschont geblieben, das ist auch ein Verdienst unseres Physiotherapeuten Marius Engelke.

Was ist in diesem Kader anders im Vergleich zum vergangenen Jahr?

Gockel: Ich glaube, dass wir spielerisch etwas besser sind und gefälliger kombinieren. Auffällig ist auf jeden Fall, dass die Spieler insgesamt schneller sind und stark aufs Tempo drücken, Voraussetzung für attraktiven Fußball. Das will Trainer Roger Schmidt sehen.

In einem 23er-Kader gibt es zwangsläufig ein Qualitätsgefälle. Wie groß ist es in dieser Saison?

Gockel: Erfreulicherweise eher gering. Es gibt keine Spieler, die sich weit hinten anstellen müssen, jeder bedeutet eine Alternative. Aber vornehmlich die jungen Leute müssen daran arbeiten, um auf hohem Niveau konstant gute Leistungen abliefern zu können. Sie müssen lernen, mit den erhöhten Belastungen umzugehen.

Gibt es einen oder mehrere Spieler, die unerwartet in den Blickpunkt rückten?

Gockel: Alle haben ihre Qualitäten unterstrichen, da zeichnen sich für die Startformationen einige Möglichkeiten ab. Auffällig ist die erfrischende Art Timo Scherpings, der gerade aus der Jugend gekommen ist. Der Junge gibt immer Vollgas und begeistert.

In der vergangenen Saison war die Position im offensiven Mittelfeld nicht besetzt und ein Versuchsfeld. Das war einer der Gründe dafür, dass das Saisonziel verfehlt wurde. Sind die Preußen nun besser aufgestellt?

Gockel: Wir haben Spieler, die in der Lage sind, unser Offensivspiel entscheidend zu gestalten. Ich denke da vor allem an Mehmet Kara, auch Massih Wassey kann das. Der Trainer hat viele Möglichkeiten und muss nicht mit Kandidaten experimentieren.

Freitag geht es für sechs Tage ins Trainingslager nach Garrel. Wo wird der Schwerpunkt liegen?

Gockel: Eine solche Maßnahme ist wichtig für eine gute und positive Stimmung im Team. Die ersten Grundlagen für eine erfolgreiche Saison sind gelegt, jetzt beginnt der Feinschliff, es geht um die Grundprinzipien des taktischen Spielsystems, das ein hohes Maß an Flexibilität verlangt. Natürlich steht auch das intensive Training von Standardsituationen auf dem Programm. Zwei oder drei Einheiten sind täglich geplant, es ist schön einsam in Garrel. Die beiden Testspiele Sonntag gegen Oberhausen und Montag gegen Cloppenburg geben uns wichtige Aufschlüsse.

Wer sind sind die Freistoß-Spezialisten?

Gockel: Kara kann das, Wassey ebenfalls. Wenn es um Wucht geht, ist Ivica Ivicevic ein Top-Kandidat.

Was hat Sie verärgert seit dem ersten Training?

Gockel: Das 2:2 in Neuenkirchen schmeckte mir gar nicht. Auch mit einer schwächeren Leistung sollte man ein solches Spiel gewinnen.

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