Preußen Münster
Fascher bringt Gegner Glück

Samstag, 24.12.2011, 14:12 Uhr

Münster - Rein statistisch hat der SC Preußen Münster heute am frühen Nachmittag im Wiedenbrücker Jahnstadion nichts zu verlieren: Im bisherigen Saisonverlauf haben die Preußen noch keins ihrer vier Auswärtsspiele verloren und sind auch bei ihren bislang drei Partien gegen erste Mannschaften noch ungeschlagen. Beide Saisonniederlagen kassierte der SCP vor heimischem Publikum und gegen Zweitvertretungen. Doch Preußen-Trainer Marc Fascher will sich nicht auf solcherlei Zahlenspiele verlassen, zumal er eine ganz persönliche Erhebung gemacht hat, die eine komplett andere Vorhersage nach sich zieht. Zwei Mal hat Fascher den heutigen Gegner in der bisherigen Saison bereits live beobachtet - und dabei die beiden bislang einzigen Wiedenbrücker Saisonsiege gesehen. Als sei das nicht beeindruckend genug, musste er dem Team von Trainer Thomas Stratos auch beide Male hohe spielerische Kompetenz bescheinigen. „Die lösen ihre Aufgabe mit spielerischen Mitteln. Der Sieg gegen Kaiserslautern war absolut verdient, Kaiserslautern hatte in Wiedenbrück keine Chance“, so Fascher, der seine Rolle als persönlicher Glücksbringer des Gegners allerdings heute Punkt 14 Uhr beenden will.

Zwar fallen mit Massimo Ornatelli, der seine Leisten-Operation noch ausheilen muss, und Babacar N´Diaye, der sich im Training eine Adduktorenverletzung zuzog, zwei Spieler aus. Dennoch kann Fascher mehr oder weniger aus dem Vollen schöpfen. Möglicherweise kehrt Julian Loose nach seiner Verletzung bereits heute in den Kader zurück. „Das entscheide ich noch kurzfristig“, so Fascher. Auch die durch den Ausfall Ornatellis notwendig gewordene Umstellung in der Startelf ist noch nicht abschließend geklärt. Mit Daniel Chitsulo und Marc Lorenz hat Fascher gleich zwei hoffnungsvolle Anwärter. „Ich muss jetzt entscheiden, welchen Spielertyp ich haben will.“ Auch in diesem Punkt lässt sich der Preußen-Trainer nicht unter Druck setzen: „Auch das entscheide ich Samstag bis 14 Uhr“, so Fascher.

Nach der Länderspielpause ist das Preußen-Team seit Mittwoch wieder komplett im Training und hat seine Handlungsreisenden in Sachen Fußball samt und sonders in bester Verfassung wieder eingesammelt. Tino Möllering, Julian Westermann und Max Mümken waren mit der Westfalen-Auswahl im Einsatz, Jonathan Bourgault mit der kanadischen Nationalmannschaft. Vor allem Bourgault wird in Wiedenbrück gefragt sein, im Mittelfeld eine Preußen-Dominanz zu erzeugen, ohne dabei beim Unparteiischen auffällig zu werden. Bourgault würde nach bislang vier gelben Karte nach der nächsten Verwarnung ebenso gesperrt sein, wie sein kongenialer Mitstreiter in der Preußen-Zentrale, Stefan Kühne. „Irgendwann wird das passieren“, weiß Fascher, „aber es wäre schön, wenn sie zumindest nicht gleichzeitig ausfallen.“

Hoffnung machen auch die jüngsten Eindrücke von Hüzeife Dogan, bei dem Fascher beim letzten Training eine ungewohnte Leichtfüßigkeit ausgemacht haben will. „Er ist auf einem guten Weg. Aber wir sollten noch keine Wunderdinge erwarten.“ Vorerst wäre man schon mit drei Punkten aus Wiedenbrück zufrieden.

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