Preußen Münster
Schalke-Coach Boris glaubt an Münster

Mittwoch, 16.03.2011, 19:03 Uhr

Münster - Es gibt eine Reihe von Querverbindungen vor diesem Regionalligaspiel zwischen Preußen Münster und der Reserve von Schalke 04 (Freitag, 19 Uhr, Preußenstadion). Michael Boris, der Coach der königsblauen Zweitvertretungen, kennt SCP-Trainer Marc Fascher recht gut. Alexander Langlitz und Felix Frank sowie Torwart Lars Unnerstall waren einst Junioren beim SCP .

Oder Stephan Tantow, aktuell ist er zweiter Torwart der S04-Reserve. Der Albachtener hat über Umwege nach Gelsenkirchen gefunden. Nach der letzten Saison verließ der Schlussmann den 1. FC Gievenbeck, kam letztlich als dritter Mann bei RW Essen unter, ehe der Revierclub in die Insolvenz schlitterte. Am 31. August, am letzten Tag der Wechselfrist, kam Tantow in Schalke als dritter Torwart der Regionalliga-Vertretung unter - und wird am Freitag in Münster Reservist sein, weil Robin Himmelmann angeschlagen ist. Der 20-Jährige kam bislang „nur“ in Testspielen oder bei Hallen-Turnieren zum Einsatz.

Die brisanteste Konstellation ist aber das Aufeinandertreffen von Marc Fascher und Michael Boris. Bei Kickers Emden arbeiteten beide von 2004 bis 2007 zusammen, der Aufstieg in die Regionalliga 2005 wurde gemeinsam gefeiert. „Marc ist positiv verrückt, was Fußball betrifft. Ich kam als zweiter Wahnsinniger dazu. Irgendwann sprang der Funke auch auf die Kickers-Mannschaft über“, blickt der 35-Jährige zurück. Und: „Wir hatten in Emden eine gute Zeit.“

Funkenschlag, den wollen die Preußen am Freitag auch wieder versprühen. Nach der Pleite von Lotte ist der SCP auf Wiedergutmachungstour. Mehr noch, nach den Siegen der Konkurrenz zu Wochenbeginn - Trier gewann 2:0 in Mainz und Kaiserslautern siegte 3:1 in Verl - steht der SCP unter Zugzwang. Erstmals seit Monaten musste die Tabellenführung mit Trier geteilt werden. Den Partien gegen Schalke und sechs Tage später gegen die Lauterer Zweitvertretung kommt enorme Bedeutung zu.

Schalkes Reserve befindet sich dabei aktuell, anders als die Gelsenkirchener Bundesliga-Auswahl, in ruhigem Gewässer. Zwischenzeitlich tummelten sich 35 Akteure beim Training der Reserve, als Schalkes nun demissionierter Cheftrainer Felix Magath alle überzähligen Profis zur Zweiten abbestellte. „Jetzt verlassen wir uns auf uns selbst“, sagte Boris. Ende der Saison muss der 35-Jährige seinen Stuhl räumen, Magath hat es Mitte Februar so verkündet. Seitdem hat die Schalker Reserve nur eines von sechs Spielen verloren und bedrohliche 13 Zähler gesammelt. Die Preußen dürften gewarnt sein.

Michael Boris glaubt aber: „Auf lange Strecke wird sich Münster durchsetzen, der Kader hat eine außergewöhnliche Qualität. Vielleicht nimmt sich die Mannschaft jetzt ein Tief, aber das wird schon. Allerdings hoffe ich, dass das am Freitag noch anhält.“ Ein Freundschaftsdienst von Boris zu Fascher ist nicht zu erwarten.

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