Preußen Münster
„Alte Preußen“ nicht zu bremsen

Montag, 25.04.2011, 18:04 Uhr

Münster - Christian Hock beendete seine Spielkritik mit einem großen Lob für die „alten Säcke aus Münster“. Der Trainer des FC Homburg legte seinen jungen Spielern wärmstens ans Herz, sich ein Beispiel zu nehmen an dem Einsatz, der Laufbereitschaft und dem Willen der „alten“ Preußen . „Da können meine Jungs noch eine Menge von lernen“, resümierte Hock nach der deutlichen 0:3-Niederlage der Saarländer am Abend des Gründonnerstag vor 8335 begeisterten Zuschauern im Preußenstadion.

Es war der sechste Preußen-Sieg in Serie, der vierte Zuschauer-Saisonrekord in Folge und zudem eine der beeindruckendsten Vorstellungen des souveränen Spitzenreiters. Dass Gegner Homburg dabei nur eine Statistenrolle spielen durfte, war ebenfalls im Wesentlichen das Verdienst der Fascher-Schützlinge. „Homburg hat heute gegen eine bärenstarke Mannschaft gespielt“, sagte Preußen-Kapitän Stefan Kühne. „Dass der Gegner so schlecht aussah, lag daran, dass wir so gut waren“, bestätigte auch Rechtsverteidiger Jürgen Duah. Es war eine Demonstration der Stärke - und des Willens. „Das war der Schlüssel. Wir wollten einfach diesen sechsten Sieg in Folge“, analysierte Trainer Marc Fascher die Preußen-Gala. In der Spielvorbereitung hatte der Trainer eine Art „Willensschulung“ vorgenommen - und war aus naheliegenden Gründen hoch erfreut über die perfekte Umsetzung dieser Maßnahme.

Es spricht viel für eine vorzeitige Meisterschaftsentscheidung zugunsten der Preußen - nur der Trainer nicht, der sich weder durch das bevorstehende Osterfest noch die sehr beeindruckende Tabellenkonstellation zu großen Ansprachen hinreißen ließ. Fascher bleibt zurückhaltend. „Unsere Konzentration gilt ausschließlich dem nächsten Spiel gegen Elversberg“, bleibt der Trainer seiner Linie treu. Der dreifache Torschütze vom Donnerstag, Massimo Ornatelli, blickte zumindest 90 Minuten weiter: „Wenn wir in Elversberg gewinnen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir durch sind.“

Am Freitagabend ist von den verbliebenen Titelanwärtern nur der SC Preußen im Einsatz. Gelingt Münster in Elversberg der siebte Dreier in Folge, könnte die Mannschaft bereits am Samstag auf dem heimischen Sofa die Meisterschaft feiern, wenn Gladbachs Amateure (zuhause gegen Wuppertal) verlieren und Eintracht Trier (beim FC Homburg) nicht gewinnt. Andernfalls hätten es die Preußen am Freitag, den 6. Mai selbst in der Hand, im direkten Vergleich mit Mönchengladbach und möglicherweise vor mehr als 10000 Zuschauern die vorzeitige Entscheidung herbeizuführen.

Damit beschäftigt sich allerdings bei den Preußen noch niemand. „Wir bekommen in Elversberg die Punkte nicht geschenkt“, warnt Kapitän Kühne. „Noch gibt es nichts zu feiern“, ergänzt Trainer Fascher. Aber eins steht nicht erst seit Gründonnerstag fest: Der Wille ist da, Preußens „alte Säcke“ haben die dritte Liga fest im Visier.

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