Preußen Münster
Verfolger erhöhen Sicherheitsabstand

Sonntag, 10.04.2011, 16:04 Uhr

Münster - Am Freitagabend hat der SC Preußen Münster leicht und locker seine Pflicht erfüllt und anschließend entspannt die Patzer der Konkurrenz abgewartet. Der 3:0 (3:0)-Erfolg über einen größtenteils harmlosen SC Wiedenbrück bescherte den Preußen drei weitere Punkte auf dem Weg zur angestrebten Meisterschaft, während die Verfolger vorsichtshalber den Sicherheitsabstand zum souveränen Klassenprimus (57 Punkte) vergrößerten.

Eintracht Trier (48) patzte am Freitag gegen Bochum 2 (0:0), Kaiserslautern 2 (47) kam vor den Augen von Preußen-Trainer Marc Fascher gegen den nächsten Gegner, den FC Homburg, nicht über ein 1:1 hinaus und Lotte (45) entledigte sich beim 1:1 in Dortmund wohl der letzten Titelhoffnungen. Am Sonntag spielte auch die Gladbacher Reserve (49) nur Unentschieden 1:1 beim 1. FC Köln 2.

Also alles im grünen Bereich für den SCP? Nicht ganz: Abgesehen vom allzu Offensichtlichen, nämlich dem eben nicht wirklich grünen Rasen im Preußenstadion, der sich von Spiel zu Spiel in schlechterer Verfassung präsentiert, gibt es auch aus personeller Sicht eine Hiobsbotschaft. Babacar N´Diaye fällt mit einem Muskelfaserriss voraussichtlich mindestens drei Wochen aus - und bringt so die größte Qualität der Preußen im Jahr 2011 noch mehr zum Tragen. Die fußballerische Klasse, die der Club zuletzt auf Bank und Tribüne geparkt hatte, kann die entstehenden Lücken auf dem Feld bestens füllen.

Am Freitagabend nahm Fascher wohlwollend die Rückmeldung von Doppeltorschütze Wojciech Pollok zur Kenntnis. Selbst Patrick Kirsch, unumstrittener Anführer des defensiven Abräumkommandos, wurde bestens ersetzt durch Clement Halet, der in der Innenverteidigung nahtlos an die guten Leistungen aus der Hinrunde anknüpfte. „Mir ist es egal, auf welcher Position ich spiele“, sagte Halet nach getaner Arbeit, ließ aber dennoch erkennen, dass sein persönlicher Wohlfühlfaktor mit jedem Meter zunimmt, den er von der Außenlinie aus Richtung Mitte rücken darf.

Seine Chance nutzte auch Julian Westermann als Vertreter von Jürgen Duah auf der rechten Außenbahn. „Meine Aufgabe war es zunächst einmal, die Seite dicht zu machen.“ Das gelang bestens - und als wirksame Therapie gegen Langeweile, brach Westermann ab und an energisch in des Gegners Hälfte auf - und bereitete das 3:0 mit einer mustergültigen Flanke auf Wojciech Pollok vor.

Mehmet Kara freute sich über einen gelungenen 90-Minuteneinsatz und fügte sich ebenso nahtlos ins Mannschaftsgetriebe ein, wie auch Hüzeyfe Dogan, der nach drei Spielen auf der Tribüne ein 15-Minuten-Comeback geben durfte. Sand ins Getriebe brachte einzig das malträtierte Geläuf, das um ein Haar auch den großen Auftritt von Pollok verhindert hätte. Der Stürmer versank beim Warmlaufen fast bis zum Knie in einer Kuhle und musste behandelt werden. „So was darf natürlich nicht passieren“, betonte Sportvorstand Carsten Gockel nach dem Spiel - am Platzzustand sei allerdings nicht mehr viel zu retten.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/245125?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F216%2F594775%2F594787%2F
Gefährdet Tesla die Batterieforschung in Münster?
Das neue Tesla Model Y soll auch in Brandenburg gefertigt werden.
Nachrichten-Ticker