Stadt will Stehränge im Preußenstadion sanieren lassen
Marode Westkurve „schadet dem Image“

Mittwoch, 19.10.2011, 00:10 Uhr

Münster - Wenn direkt nach den Herbstferien die Haushaltsberatungen des Rates für den Etat 2012 beginnen, kommt ganz kurzfristig eine weiterer dicker Ausgabenpunkt auf den Tisch: Wie die Stadtkämmerin Helga Bickeböller den Ratsfraktionen mitteilte, ist die Stadtverwaltung gewillt, 2012 für 800 000 Euro die Westtribüne des Preußen-Stadions an der Hammer Straße neu herzurichten. Vorausgesetzt natürlich, es findet sich eine politische Mehrheit. Bickeböller verweist auf einen Brief des SC Preußen , in dem mitgeteilt wird, dass die derzeit nicht genutzte Tribüne bei Fernsehübertragungen regelmäßig ins Bild rücke. Das dabei vermittelte Erscheinungsbild sei katastrophal: „Die Auswirkungen auf das Image des Stadions und auf die Stadt Münster sind nach unserer Wahrnehmung extrem negativ“, so Vereinspräsident Dr. Marco de Angelis. Die Obergrenze von 15 000 Zuschauern soll bei einer Sanierung gewahrt bleiben. Der Verein sieht die Stadt in der Pflicht, „da der schlechte Zustand die Konsequenz einer langjährig unterlassenen Bauunterhaltung ist, die begründet wurde mit den Neubauplänen an anderer Stelle“. FDP und GAL haben inzwischen erklärt, dass sie die 800 000 Euro nicht freigeben möchten. GAL-Fraktionschef Hery Klas hat kein Verständnis dafür, dass eine Investition in dieser Größenordnung „auf Zuruf“ genehmigt werden solle. „Die Begründung, der Zustand des besagten Objektes sei nicht telegen und imageschädigend, hat fast kabarettistisches Format.“

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