Babelsberg-Spiel steht an
Lockerheit muss zurückkehren

Seit gut einer Woche hat beim SC Preußen Münster eine neue Zeitrechnung begonnen. Marc Fascher wurde aus dem Amt befördert, Pavel Dotchev hat das Ruder für den Hamburger übernommen. Ein Trainerwechsel bringt Veränderungen mit sich und birgt neue Maßnahmen in der täglichen Arbeit.

Donnerstag, 02.02.2012, 12:02 Uhr

Babelsberg-Spiel steht an : Lockerheit muss zurückkehren
Pavel Dotchev möchte gute Stimmung in seine neue Truppe transportieren. Foto: Jürgen Peperhowe

Viele Köpfe waren gesenkt, als Fascher sich vor acht Tagen von der Mannschaft verabschiedete, doch das war schnell vergessen. „Wir sind Profis, das müssen wir wegstecken“, lässt Linksverteidiger Patrick Huckle verlauten. Emotionale Momente kommen im Profi-Fußball häufig vor und sind deshalb wohl im Tagesgeschäft auch schnell verdrängt. Pavel Dotchev ist derweil damit beschäftigt, Freude reinzubringen. Kein Wunder nach nur einem Sieg in den letzten zehn Drittliga-Pflichtspielen. „Es ist alles noch sehr frisch, da fällt es schwer zu urteilen. Aber der neue Trainer legt im Moment Wert auf Lockerheit “, so Daniel Masuch.

Vier-Augen-Gespräche mit jedem Spieler, viele Spielformen, viel Taktik, viele Torabschlüsse - das steht zur Zeit auf dem Programm, das Dotchev fährt. In den Trainingsspielen gibt der gebürtige Bulgare mit mittlerweile deutscher Staatsbürgerschaft die Richtung vor. Er lässt seine persönlichen Schwerpunkte einfließen und macht so seine Philosophie von Fußball deutlich. Ein 4-4-2 will er wohl spielen lassen, so war es bei seinen früheren Stationen meistens auch. Last-Minute-Neuzugang Marco Königs dürfte gute Karten haben, einen der beiden Sturmplätze zu übernehmen, doch auch Spieler, die sonst im offensiven Mittelfeld angesiedelt waren, könnten nach vorne rücken (Kluft, Vunguidica, Daghfous).

„Er ist offen, macht auch mal einen lockeren Spruch. Für das, was vorher passiert ist kann er ja nichts“, ist Huckles erster Eindruck vom „Neuen“ an der Seitenlinie. Und: „Wir unterstützen Pavel Dotchev, gerade die älteren Spieler. Es muss ja weitergehen.“ Das Sportliche, akutell das Spiel in Babelsberg am Freitagabend, steht im Vordergrund. „So war es auch die ganze Zeit. Da warten keine einfachen Bedingungen auf uns“, bekräftigt Masuch und will den Fokus ganz klar dem nächsten Pflichtspiel widmen.

Huckle dabei - Kirsch, Schmider und Duah eher nicht

Bei dem ist Patrick Huckle wieder voll einsatzfähig. Er trainiert seit Wochenbeginn wieder mit der Mannschaft und meldet sich fit. „Ich kann spielen, ob ich das auch werde, entscheidet der Trainer.“ Anders sieht das bei Patrick Kirsch, Jürgen Duah und Rico Schmider aus. Das Trio konnte noch nicht wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und wird wohl in Babelsberg nicht mit von der Partie sein. Ebenso wenig wie Joe Vunguidica, der gerade erst wohlauf vom Afrika-Cup wieder zurückgekehrt ist.

In Babelsberg stellt man sich darauf ein, dass die Begegnung stattfindet. „Der Platz befindet sich in einem guten Zustand. Es wird sicher kalt werden, aber ich sehe das Spiel nicht in Gefahr“, so Klaus Brüggemann, Geschäftsführer der Babelsberger. Dann wird es hilfreich sein, wenn Pavel Dotchev eine Mannschaft mit Lockerheit auf den Platz schickt, der selbst eher tief gefroren sein dürfte.

Pressemitteilung des SC Preußen zum Spiel in Babelsberg:

„Platz in Babelsberg in gutem Zustand“

Nach einem Telefonat zwischen SCP-Sportvorstand Carsten Gockel und Babelsberg-Geschäftsführer Klaus Brüggemann am Mittwochmittag ist zurzeit nicht zu erwarten, dass die Partie der Preußen am Freitagabend (Anstoß: 19 Uhr im Karl-Liebknecht-Stadion) in Babelsberg gefährdet ist und auszufallen droht.

„Der Platz in Babelsberg befindet sich in einem guten Zustand. Es wird sicher kalt werden, aber ich sehe das Spiel nicht in Gefahr“, so der Geschäftsführer der Babelsberger. Laut letzten Wettervorhersagen ist am Freitagabend mit Temperaturen um -10°C zu rechnen. Zeitweise soll es leicht bewölkt sein und vereinzelt sind auch Schauer möglich (Quelle: wetter.de).

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