Ex-Preuße schießt sein erstes Tor und ist rundum glücklich
Mehmet Kara träumt mit Paderborn von der 1. Bundesliga

Münster/Paderborn -

Endlich. Hat sich Mehmet Kara auch wohl gedacht. Endlich das erste Tor in der 2. Fußball-Bundesliga. Und was für eines. Der 28-Jährige nahm Maß, schaute den Torwart aus und legte damit einen Grundstein zum 4:2-Sieg des SCP im Spitzenspiel über Eintracht Frankfurt. SCP, SC Paderborn, das ist die neue sportliche Heimat des Mittelfeld-Rastellis, der vier Jahre lang beim SCP, SC Preußen Münster, seine Fäden gezogen und Kreise gedreht hat. „Ja, das war ganz besonders, ein Supererlebnis für mich. Dabei hatte ich nicht damit gerechnet, in der Startelf zu stehen“, meinte Kara später.

Mittwoch, 29.02.2012, 20:02 Uhr

Ex-Preuße schießt sein erstes Tor und ist rundum glücklich : Mehmet Kara träumt mit Paderborn von der 1. Bundesliga
Ein Kara, ein Tor: Der Ex-Preuße mit der Nummer 10 erzielte für Paderborn beim 4:2-Heimsieg über Eintracht Frankfurt ausgerechnet im Spitzenspiel sein erstes Zweitligator mit einem Kunstschuss. Foto: imago

Mehmet Kara , vom damaligen Viertligisten Münster zum Zweitligisten nach Ostwestfalen gelockt, kann sogar von der Erstklassigkeit träumen. Denn in Paderborn läuft so etwas wie eine Traumreise in Sachen Fußball ab. Der Club mit dem kleinsten Etat im Bundesliga-Unterhaus gehört zu den großen fünf im Aufstiegskampf. Zwischen Greuther Fürth (47 Punkte) und Düsseldorf (45) haben sich punktgleich Frankfurt, St. Pauli und Paderborn (46) eingereiht. Kara glaubt, dass die Ostwestfalen den Blick von der Tabelle wenden können: „Wir bereiten uns immer nur auf den nächsten Gegner vor. Uns interessiert nicht, was in zehn Wochen wohl passieren wird. Jeder kämpft für jeden, Starallüren hat keiner. Der Respekt untereinander ist riesengroß.“ Das soll Teil des Erfolgsgeheimnisses sein. Und allenfalls das lässt sich der 28 Jahre alte Türke aus Bergkamen entlocken: „Natürlich wollen wir da oben bleiben.“

Kara ist so etwas wie der Musterschüler von Roger Schmidt , der auch den SC Preußen fast drei Saisons betreute. Schmidt hat eine Reihe von Spielern aus unterklassigen Ligen zusammengeholt, die jetzt in Paderborn für Fußball-Euphorie sorgen. Kara, der die Nummer 10 trägt, hat keinen Freifahrtsschein: „Der Trainer spricht häufig mit mir. Oft gab es keinen Grund, die Mannschaft zu verändern. Aber ich glaube immer an meine Chance.“ Vor der Winterpause kam er in fast allen Spielen zu Einsatz, war aber in der Endphase meist nur Einwechselspieler. Nah dran wäre er gewesen an der Startelf, aber die Teamkollegen hätten einen tollen Job gemacht. An einen Wechsel im Winter verschwendete er auch deshalb keinen Gedanken: „Ich kann kämpfen.“

Sein Vertrag an der Pader hätte dabei im Aufstiegsfall keine Gültigkeit. Nach vier Saisons bei den Preußen (136 Einsätze/31 Tore) war er im Sommer Schmidts Lockruf gefolgt, unterschrieb für zwei Jahre. 20 Meisterschaftseinsätze und zwei Pokalpartien weiter ist Kara rundum zufrieden. Auch privat, Tochter Nisa macht ihn glücklich. Und demnächst will er sich auch mal wieder an der Hammer Straße blicken lassen, wenn ein Heimspiel ansteht. Diese alte Liebe rostet nicht.

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