SCP in Burghausen gefordert
Preußen im Wechselfieber

Münster -

Der SC Preußen Münster hat sich für die Mutter aller Betriebsausflüge in Liga drei viel Zeit genommen. Bereits am Ostermontag machte sich der Tross auf den 730 Kilometer langen Weg an die österreichische Grenze – nie hat der SCP in der laufenden Saison ferner der Heimat vor den Ball getreten. Doch sind es weniger die südlichen Gefilde, die gewöhnungsbedürftig sind, als vielmehr die Veränderungen im Team, die bei Trainer Pavel Dotchev vor allem das Improvisationstalent vor einen echten Härtetest stellen.

Mittwoch, 11.04.2012, 07:04 Uhr

SCP in Burghausen gefordert  : Preußen im Wechselfieber
Pavel Dotchev (2. v.l.) muss sein Team nach zahlreichen Verletzungen und Sperren gleich auf mehreren Positionen umstellen. Foto: Wilfried Hiegemann

„Ich werde einiges verändern müssen“, gibt der Bulgare vor dem Spiel zu Protokoll, unverändert bleiben soll dagegen die Richtung, die der Preußen-Express seit zuletzt drei Siegen in Folge steuert. „Das heißt nicht, das wir nicht weiter erfolgreich sein wollen“, stellt Dotchev klar. „Für einige Spieler, die zuletzt nicht oder nur selten zum Einsatz kamen, ist das die große Chance, sich zu beweisen.“

Der Bulgare, der ohnehin nur ungerne Hand an seine bewährte Viererkette legte, muss den Abwehrverbund im Landkreis Altötting mehr oder weniger komplett neu zusammenstellen. In der Aufstiegssaison noch das Prunkstück der Mannschaft, ist die Innenverteidigung der Preußen inzwischen zum Verschiebebahnhof geworden. Innenverteidiger Nummer 1, Patrick Kirsch , ist verletzt und hat unter Dotchev noch keine Minute spielen können, sein kongenialer Partner, Clement Halet, musste die Saison nach einer Verletzung aus dem Spiel gegen Erfurt vorzeitig beenden. Mittelfeldmotor Stefan Kühne, der zwischenzeitlich seine Qualitäten in der letzten Abwehrbastion unter Beweis stellen konnte, muss nach seiner zehnten Gelben Karte aussetzen. Damit bleiben im Zentrum nur Fabian Hergesell, der erst vor 14 Tagen in einer innerbetrieblichen Weiterbildung von außen nach innen rückte, und voraussichtlich Dominique Ndjeng ersetzt, der nach Verletzung nur in der Preußen-Reserve Spielpraxis sammeln konnte.

Auf der linken Abwehrseite fällt Patrick Huckle nach seiner fünften gelben Karte aus – hier könnte es ein Debüt für Philipp Heise gehen. „Natürlich ist das nicht seine Lieblingsposition, aber er hat das in Düsseldorf schon mal gespielt“, so Dotchev. ,Schon mal gespielt‘ muss derzeit als Qualifikation bei den Preußen reichen, „andere Möglichkeiten habe ich nicht“. Zur neuen Optik der Preußen-Hintermannschaft passt auch, dass sich zwischen den Pfosten nicht das gewohnte Bild bietet. Stammkeeper Daniel Masuch ist verletzt. Für ihn leistet Max Schulze Niehues zum dritten Mal in dieser Saison Dienst auf der Linie.

► Gegner Burghausen kann nicht nur auf die längste Burg Deutschlands (1043 Meter) sondern eine ähnlich eindrucksvolle Heimbilanz verweisen. Von 16 Heimspielen in der laufenden Spielzeit hat die Mannschaft um Trainer Reinhard Stumpf nicht eins verloren – das ist einsame Ligapsitze. Ebenso wie bislang nur fünf Niederlagen, aber auch die 17 Punkteteilungen. Fest steht: Wacker verliert nicht gern. Holen Sie sich denTicker auf Ihr Handy! | www.wn.de/scp| mobil.wn.de

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/699245?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F216%2F594895%2F704892%2F
Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Fußball: 3. Liga: Punkteteilung gegen Uerdingen: Preußen bleiben im eigenen Rund ungeschlagen
Nachrichten-Ticker