Preußen noch zehn Punkte vom lukrativen DFB-Pokal entfernt
Einzug ins Westfalenpokal-Finale muss gelingen

Münster - Als Fußball-Drittligist hat der SC Preußen Münster eigentlich eine weitere Chance, den Sprung in den lukrativen DFB-Pokal zu schaffen. Hätte die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev am Saisonende einen Platz unter den ersten vier erreicht, würde das die direkte Qualifikation für die erste Hauptrunde im August bedeuten. Davon ist der Aufsteiger aber aktuell zehn Punkte entfernt, und das am 37. und vorletzten Spieltag.

Dienstag, 01.05.2012, 14:05 Uhr

Der SV Sandhausen und der VfR Aalen als sichere Zweitliga-Aufsteiger sind qualifiziert, Jahn Regensburg als momentan Dritter kann über die Relegation den Sprung in das Bundesliga-Unterhaus schaffen, zudem hat der FC Heidenheim augenblicklich als Vierter beste Chancen auf einen Platz im Pokal-Wettbewerb auf Bundesebene - die Preußen sind von diesen Rängen ein gehöriges Stück entfernt.
Deshalb ist und bleibt der Einzug ins Westfalenpokal-Finale - am Mittwoch erwartet Münster den Regionalligisten SC Verl um 19 Uhr im eigenen Stadion - der einzig gangbare Weg für die Preußen. Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis spricht von Prestigegewinn, vom Auftauchen auf der nationalen Fußballbühne des SCP . Nicht zu vergessen sind zudem die Erstrundenauftritte der letzten Jahre von 2008 bis 2010 gegen die Erstligisten VfL Bochum, Hertha BSC Berlin und VfL Wolfsburg. Ausverkauft war das Preußenstadion jeweils, ganz weit war für den damaligen Regionalligisten die Sensation nicht. Roger Schmidt führte den SCP in dieser Zeit ungeschlagen durch drei Saisons im Westfalenpokal . Im Vorjahr scheiterte der SCP dann aber in der 3. Runde an RW Ahlen.
Lukrativ für die Preußen würde aber das Erreichen der ersten Hauptrunde stets nur dann werden, wenn es gegen einen Erstligisten geht. Neben den rund 110.000 Euro TV-Geld winken dann die Einnahmen aus dem Ticketverkauf. Andererseits muss mit den Gästen die Einnahme geteilt werden, die Sicherheitskosten sind zudem höher als bei gewöhnlichen Punktspielen in der 3. Liga. Weiterhin erhält die Mannschaft für die Pokal-Qualifikation eine satte Prämie im fünfstelligen Euro-Bereich. Andererseits kann sich die Dotchev-Elf an einem guten Tag mit Losglück gegen einer "normalen" Zweitligisten auch mal Chancen auf die zweite Pokalrunde ausrechnen. In dieser Runde erhalten die 32 verbliebenen Vereine jeweils über 200.000 Euro TV-Geld.
Der VfL Osnabrück konnte in den vergangenen Jahren jeweils durch überraschende Pokalerfolge große finanzielle Löcher stopfen. Als der Ligakonkurrent der Preußen einst das Viertelfinale erreichte, kassierte der Club 2,5 Millionen Euro Zusatzeinnahmen.

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