Fußball: Vereinsgeschichte
Die vergessenen Preußen-Legenden

Münster -

Das waren Reaktionen! Die allermeisten waren positiv, einige korrigierend, ein, zwei waren enttäuscht, nicht genannt worden zu sein – aber jeder fand etwas in unserer Sammlung zum 111. Geburtstag des SC Preußen Münster. Versprochen ist versprochen, hier noch eine Reihe von Nachträgen:

Freitag, 12.05.2017, 18:05 Uhr

Fußball: Vereinsgeschichte : Die vergessenen Preußen-Legenden
Diese und noch einige andere Preußen hatten wir in unserer Geburtstagssammlung 111 Jahre - 111 Preußen nicht berücksichtigt. Foto: Grafik: Lisa Stetzkamp (Jürgen Peperhowe/dpa)

► Detlef Holle schrieb, dass wir beim Faustballer Winfried Krause das abschließende „e“ vergessen hätten. Wer weiß das besser als der Schwiegersohn. Wir bitten um ...ntschuldigung.

► Bruno Raabe legt den Finger in die Wunde bei der Ablösesumme von Markus Happe (zu Bayer Leverkusen), die soll nicht nur 200.000, sondern 480.000 Mark betragen haben.

SC Preußen 06 Münster: 111 Persönlichkeiten aus 111 Jahren Preußen-Geschichte

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  • Felix „Fiffi“ Gerritzen

    Felix „Fiffi“ Gerritzen

    Eine Legende: Vierfacher Nationalspieler, Torschützenkönig in der Oberliga West, und 1951 brachte er den SCP mit 1:0 im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Kaiserslauten in Führung, Münster verlor mit 1:2.

  • Bernd Trautmann

    Bernd Trautmann

    Als Kriegsgefangener blieb der Torwart 1945 in England und wurde bei Manchester City zur Nummer eins. 1956 spielte er mit einem angebrochenem Halswirbel das FA-Cup-Finale. Als Trainer der Preußen in der Regionalliga-Saison 1967/68 hinterließ er keinen bleibenden Eindruck.

    Foto: dpa
  • Ansgar Brinkmann

    Ansgar Brinkmann

    Ohne Worte: Der „weiße Brasilianer“ spricht für sich selbst und ist immer für eine Anekdote gut. Diese aufzuzählen bedarf es einer eigenen Jubiläumsausgabe.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Uwe Leifeld

    Uwe Leifeld

    Drei Jahre Einstieg ins Profigeschäft bei den Preußen von 1983 an, drei Jahre Ausklang der Laufbahn bis 1996 in der Heimatstadt. Leifeld war ein Torjäger der Extraklasse, der fast auch Nationalspieler geworden wäre. Beim VfL Bochum und Schalke 04 war er zwischenzeitlich in der 1. Bundesliga am Ball – und gefürchtet.

    Foto: imago sportfotodienst
  • Christoph Metzelder

    Christoph Metzelder

    Die Weltkarriere des Innenverteidigers begann in Münster, Trainer Werner Moors hielt bedingungslos an ihm fest. Borussia Dortmund, Real Madrid und Schalke 04 lauteten seine Stationen. Eine erste Seniorensaison 1999/2000 reichte – dann kaufte Borussia Dortmund für 350 000 Mark „Metze“. 

    Foto: Witters/Tim Groothuis
  • Babacar N´Diaye

    Babacar N´Diaye

    Sechs Jahre bei den Preußen (2010 bis 2016), je drei davon als Spieler und als Co-Trainer: Wie auch immer, er war ein Publikumsliebling.

  • Anne Kuhlmann:

    Keine sprang höher als sie bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften 1922 in Dresden. 1,39 Meter bedeuteten den Titelgewin im Hochsprung.

  • Theo Lingen

    Theo Lingen

    Viel populärer waren nicht viele Schauspieler nach dem 2. Weltkrieg. Lingen entpuppte sich beim DM-Finale 1951 in Berlin als großer Preußen-Fan – und wedelte mit der Fahne wie es heute kein Ultra beherrscht.

    Foto: dpa
  • Götz Alsmann

    Götz Alsmann

    Wer hätte das gedacht, von der WDR-Sendung „Zimmer frei“ auf die Tribüne im Preußenstation. Der Entertainer hat nicht nur einen Song über die Preußen geschrieben und gesungen, sondern ist auch zum Fan geworden.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dagmar Drewes

    Bundesliga-Start 1963, und der Mittelfeldspieler steht in der Startformation des SCP gegen den Hamburger SV – einer der glorreichen 11 beim 1:1.

  • Karl-Heinz Kerll

    Bis in die Puppen? Man weiß´es nicht mehr ganz so genau. Doch 1968 wurde eine Tanzsportabteilung bei den Adlerträgern gegründet, Kerll war lange Jahre der Vorsitzende dieser Abteilung.

  • Markus Happe

    Markus Happe

    Der Wolbecker Jung spielte nur eine Saison für den SCP, wurde dann als 19-Jähriger und Libero zu Bayer Leverkusen 1991 geholt - die Preußen sollen um 200 000 Mark reicher geworden sein.

    Foto: imago/Dünhölter
  • Stefan Kühne

    Stefan Kühne

    Der Capitano der Aufstiegshelden von 2011 (im Bild links), unbequem, meinungsstark, einer der letzten echten Anführer. Vier Saisons ab 2010 war er für die Preußen am Ball – und der verlängerte Arm des Trainers. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bernd Böckmann

    1. Präsident des SC Preußen Münster, der aber nicht im Vereinsregister eingetragen war, von 1907 bis 1910. Legte dann noch eine zweite Amtsperiode ein über 18 Jahre von 1913 bis 1931.

  • Rudi Fassnacht

    Ein Trainer, der polarisierte, mit den Preußen mehrfach auf Erstliga-Aufstiegskurs in den 70er Jahren. Und warum scheiterte? Er soll überzogen haben in den Trainingseinheiten. Tragisch: Er kam mit seiner Frau beim Absturz der Concorde am 25. Juli 2000 bei Paris ums Leben.

  • Jörg Twenhöven

    Zehn Jahre war er Oberbürgermeister von Münster, mittendrin, 1989, versprach er auf dem Sentenzbogen den Preußen ein neues Stadion. Bis heute ein Satz mit X.

  • Willi Multhaup

    Willi Multhaup

    Er machte Münster zum Meister und Vizemeister. 1948 führte er den SCP in fünf dramatischen Aufstiegsspielen gegen SuS Recklinghausen in die Oberliga West. 1951 war er Coach im DM-Finale von Berlin.

    Foto: imago sportfotodienst
  • Reinhold Schmelter

    12. Präsident des SCP von 1978 bis 1979. Preußen pleite, Preußen k.o. – nicht mit dem ehemaligen Karnevalsprinzen, der ging auf Betteltour und rettete das Überleben des Clubs.

  • Rolf Lezgus

    Man nannte ihn Läufer, gibt es heute gar nicht mehr im Fußball. 26 Jahre kickte er nur für diesen Verein (1932 bis 1958). Natürlich war er einer, der beim 1:2 im DM-Finale von Berlin 1951 mit von der Partie war. Im Jahr 2008 wurde er für 75 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt. 

  • Jens Truckenbrod

    Jens Truckenbrod

    Dauerläufer, Kapitän, zwischenzeitlich Rekordspieler der 3. Liga. „Trucki“ war von 2011 bis 2016 am Ball, und machte gleich mal weiter mit einer kaufmännischen Ausbildung innerhalb des Clubs. Mister Zuverlässig.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Josef Rickmann

    Neun Saisons in der der legendären Oberliga West mischte der Mittelfeldspieler mit. Sein Karriere-Höhepunkt: Das DM-Finale 1951 in Berlin.

  • Werner Lungwitz

    Nicht nur, dass der Rechtsverteidiger zum Bundesligastart 1963 in der Elf der Preußen stand. Nein, der damals 22-Jährige schaltete beim Gegner Hamburger SV auch Stürmerstar Uwe Seeler aus.

  • Sercan Güvenisik

    Sercan Güvenisik

    Spielte gleich zwei Mal für Preußen, erlangte Heldenstatus, als er mit bereits angerissenem Kreuzband gegen Bayer Leverkusen II auflief und drei Tore erzielte – Münster stieg dennoch ab. Nannte sich selbst „König Güve.“

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Neale Marmon

    Eisenhart trifft es auf den Kopf, der Brite lief mit 40 Jahren im Training immer vorne weg – als Trainer. Laktattests hielt er für überbewertet, das war 2001. Ließ sich vor einem Punktspiel auch mal die Karten legen. Kein Flachs.

  • Otto Mierzowski

    Meister war er, allerdings Schlesisischer Meister mit VR Gleiwitz. Der Hüne mit 1,93 Metern schloss sich nach der Kriegsgefangenschaft den Preußen an. 1951 stand er im Tor und DM-Finale von Berlin, zwei Treffer von Ottmar Walter zum 1:2 musste er hinnehmen.

  • Marc Fascher

    Marc Fascher

    Der eigenwillige „Fischkopp“ aus Hamburg, der die Preußen 2011 zum Aufstieg in die 3. Liga führte. Spieler und Fans liebten ihn, die Bosse eher weniger.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Stefan Grädler

    Spieler bei den Preußen, Co-Trainer bei den Preußen, Interimstrainer, Cheftrainer, Geschäftsstellenleiter – in den 90er Jahren und den Nullerjahren war er eine feste Größe bei den Adlerträgern. Heute berät er Vereine, die in die Insolvenz rutschen können.

  • Heinrich Kuhlmann

    3. Präsident des SCP, und das gleich über 17 Jahre von 1931 bis 1948. Das musste belohnt werden, schließlich erhielt Heinrich Kuhlmann als erste Preuße überhaupt 1951 die Ehrenmitgliedschaft.

  • Helmut Horsch

    Helmut Horsch

    Eigentlich hat Helmut Horsch Kultstatus, 1989 verabschiedete er sich mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Er setzte auf die Verbandsarbeit beim FLVW. Viele Fans glauben heute noch, dass die Story der Preußen mit ihm als Chefcoach in den 90er Jahren anders erzählt werden würde.

    Foto: pp
  • Winfried Kraus

    Faustball ist Teil der Preußen-Historie und wird immer noch betrieben seit 1968. 1972 schrieb Krell ein Buch über Faustball, in 19 Ländern erschien der Ratgeber in Sachen Faustball.

  • Herbert Eiteljörge

    Bundesligastart gegen den Hamburger SV am 24. August 1963 - Eiteljörge stand im Kasten. Die Gegner verzweifelten an ihm, in den 60er Jahren zeigte Real Madrid Interesse an seiner Verpflichtung. Er blieb ein Preuße.

  • Ludwig Vogelberg

    5. Präsident des SCP von 1951 bis 1953. Sein Spitzname war der „Lord“. Er führte den Club, als die Preußen Deutscher Vizemeister wurden und in der Oberliga West das Nonplusultra waren.

  • Marek Lesniak

    Marek Lesniak

    Altes Eisen? „Papa“ Lesniak, der nur alle vier Jahre Geburtstag hat an einem 29. Februar, wurde zum Publikumliebling mit Mitte 30. 90 Spiele, 30 Tore, ein Wahnsinnstyp.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Heinrich Buchgeister

    Die Historiker streiten, aber er wird als Deutscher Meister von Preußen, und nicht SC Münster 08, im Speerwurf 1920 geführt. Der Spieß flog 58,18  Meter weit, zwei Jahre später sogar über 60 Meter. Deutscher Rekord.

  • August Hillert

    In der Frühphase des Clubs, der von Schülern des Schlaun-Gymnasiums gegründet worden war, war er der 2. Präsident des SCP. Von 1910 bis 1913 war er in Amt und Würden. Im Vereinsregister wurde er als Hilbert geführt, Hillert ist aber richtig.

  • Rudi Schulz

    Rudi Schulz

    Der Mann mit der Pferdelunge, dem verlorenen DM-Finale von 1951 trauerte der Kriegsheimkehrer nicht lange nach. Preußen wurde sein Verein, er soll auf 280 Oberliga-Einsätze bis 1962 kommen. Der Außenläufer kam von Borussia Dortmund – und blieb.

    Foto: flo
  • Günter Wellerdieck

    11. Präsident des SCP, und gleich drei Mal unter seiner Ägide von 1970 bis 1978 klopfte Münster an die Türen der 1. Bundesliga. Wäre vielleicht die finanzielle Rettung gewesen, er trat ab, und der SCP hatte rund zwei Millionen Mark Miese.

  • Peter Vollmann

    Keiner kennt heute die 3. Liga besser als er. 60 wird Peter Vollmann im Dezember, aktuell trainiert er VfR Aalen, war aber von 1996 bis 98 und 2002/03 auch SCP-Coach.

  • Karl-Heinz Krekeler

    Karl-Heinz Krekeler

    246 Liga-Spiele, zehn Jahre bei den Preußen (1971 bis 1981): Das SCP-Eigengewächs gilt immer noch als einer der dienstältesten Spieler

    Foto: imago
  • Thomas Bäumer

    Thomas Bäumer

    Fan, Unterstützer, Sponsor, Großsponosr, Aufsichstrats-Vorsitzender. Der Unternehmer prägte die letzten gut 20 Jahre entscheidend mit, weit über zehn Millionen Euro floßen an Zuwendungen in den Verein. Trat im Oktober 2016 von seinem Amt zurück – und bleibt Fan ein lebenlang.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Walter Lesch

    Der Abwehrspieler war seinem Traum im Finale um die Deutsche Meisterschaft 1951 ganz nah. Doch dann siegte der 1. FC Kaiserslautern mit 2:1 gegen die Preußen, und Ottmar Walter erzielte beide Treffer – Lesch war sein Gegenspieler gewesen.

  • Josef Lammers

    Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Der Außenstürmer gehörte 1951 zur der Elf im DM-Finale. Er wurde Deutscher Meister, mehrfach, allerdings mit der Studentenauswahl. Verdiente sein Geld später als Oberstudienrat.

  • Karl-Heinz Kiss

    Münster war eine Flucht aus dem Südwesten, zwei Saison war der Stürmer für den SCP am Ball in 44 Partien mit sieben Toren. Er stand in der Bundesliga-Startelf der Preußen am 24. August 1963.

  • Ulli Gäher

    Vier Saisons prägte der torhungrige Mittelfeldspieler das SCP-Spiel. Seine 27 Treffer in der Oberliga-Spielzeit 1987/88 sind rekordverdächtig beim SCP. Als Sportlicher Leiter war er Mitte 2005 kurze Zeit aktiv. 

  • Helmut Tybussek

    Der Everswinkeler verriet einmal, dass er 500 Mark im Monat zusätzlich verdiente bei den Preußen. Der Abwehrspieler gehörte zur Formation des SCP, die am 24. August 1963 gegen Hamburger in der 1. Bundesliga spielte. Tybussek: „Dem Fußball habe ich viel zu verdanken.“

  • Aloys Schulte

    Es gab einen Münsteraner namens Aloys Schulte, der als Historiker und Archivar tätig war. Aloys Schulte, der Preußenspieler, schrieb selbst Geschichte, er stand in der SCP-Elf, die 1951 das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreichte und mit 1:2 letztlich knapp verlor.

  • Bernhard Bracht

    7. Präsident des SCP, der von 1960 bis 1964 in Amt und Würden war. Er erlebte das Ende der Oberliga West als höchste deutsche Spielklasse genauso mit wie die Gründung der Fußball-Bundesliga, die 1963 den Spielbetrieb auf – mit dem damals bärenstarken SC Preußen Münster.

  • Engelbert Koch  

    Das muss einer erst mal schaffen: Erst schießt Engelbert Koch in der legendären Aufstiegsserie von 1948 den SC Preußen gegen SuS Recklinghausen im fünften (!) Finale in die Oberliga West. Dann gewinnt er 1949 und 1954 die Deutsche Meisterschaft im Tennis.

  • Werner Moors

    Werner Moors

    Werner, eigentlich Hans-Werner, Moors war fünf Mal Coach des SCP zwischen 1975 und 2006. 108 Pflichtspiele als Spieler, 193 Pflichtpartien als Coach, dazu noch unzählige Testpartien – Moors dürfte der einzige Preuße im 500er Club sein.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Falk Dörr

    Falk Dörr

    Der Mittelfeldspieler erzielte am 24. August 1963 das erste Bundesliga-Tor des SCP. Er traf nach 70 Minuten zum 1:0 gegen den Hamburger SV.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Leo Hoffmann

    13. Präsident des SCP, der nur 35 Tage im Amt war. Er übernahm in der Krise 1979 das Amt von Reinhold Schmelter mit einer Forderung: 100 000 Mark müssen zusammen kommen, damit der Verein liquide bleibt. Das in einem Monat, es wurden nur 8000, Hoffmann war wieder raus. 

  • Nanni Wichmann-Krekeler

    Nanni Wichmann-Krekeler

    Eine der erfolgreichsten Leichtathletik-Trainerinnen des SCP: Unter ihrer Regie reiften Athleten wie Katchi Habel, Tatjana Pinto oder Maren Silies zur nationalen Spitze. Nach 33 Jahren beendete die Ehefrau von Vorstopper „Kalle“ Krekeler ihre Trainer-Laufbahn 2010.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Dr. Alfred Bäumer

    10. Präsident des SCP, als Münster mehr oder vehement versuchte, aus der Regionalliga wieder in die Bundesliga zu gelangen. Er installierte den „Meckerabend“, wo Fans auf Vorstand, Trainer und Spieler trafen, um Dampf abzulassen. 

  • Thomas Röttgermann

    Entdeckt wurde Thomas Röttgermann mit seinem Partner Lothar Zimmermann von Club-Chef Helmut König: Das Marketing beim SCP wurde zwischen 1987 und 1993 erstmals auf professionelle Beine gestellt. Heute ist er der starke Mann beim VfL Wolfsburg

  • Roger Schmidt

    Roger Schmidt

    Bei Benteler in Ostwestfalen hatte Roger Schmidt einen guten Job als Ingenieur. Die Preußen überredeten den Feierabend-Coach 2008 zum Wechsel, der SCP war sein Sprungbrett in die Welt der Fußballlehrer – RB Salzburg und Bayer Leverkusen folgten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hubert Heydt

    14. Präsident des SCP war der Havixbecker Hubert Heydt. Kein leichtes Amt, Konsolidierung war zwischen 1979 und 1983 die erste Bürgerpflicht.

  • Guido Fleige

    Kann nicht jeder von sich behaupten: Er ist einer der bekanntesten Preußen aus den 80er Jahren, wurde zwei Mal Oberligameister (1988 und 1989), stieg in die 2. Bundesliga auf. Sein Siegtreffer beim 2:1-Sieg über Schalke 04 (27. März 1990) ist unvergessen für die Fans.

  • Josef Drees

    4. Präsident des SCP, von 1948 bis 1951 erlebte er eine Glanzzeit der Preußen mit: Aufstieg in die Oberliga, Deutsche Vizemeisterschaft 1951. In der Saison 50/51 hatte der SCP über 300 000 Zuschauer bei den Heimspielen.

  • Hans Schulte

    Seit Jahrzehnten leitet der Albachtener bereits die Geschicke der Faustball-Abteilung im SCP – und ist damit Wächter einer anderswo nahezu aussterbenden Sportart. 

  • Paul Weermann

    Der Niederländer legte eines der spektakulärsten Debütspiele des SC Preußen hin. Unter Colin Bell erzielte er 2005 gegen den FC Chemnitz zwei Treffer und kassierte im gleichen Spiel die Rote Karte.

  • Siegfried Rachuba

    100.000-Mark-Sturm? Der Siggi war dabei. Kam aus Erkenschwick, ein Super-Techniker, toller Schuss. Und er spielte in Berlin im DM-FInale der Preußen, und verlor 1:2. 

  • Richard Schneider

    Der Mann war kein Lautsprecher, obwohl er zwei Mal Meister mit dem 1. FC Kaiserslautern wurde, so auch 1951 im Finale gegen  Preußen Münster. Von 1961 bis 1966 war er für den SCP verantwortlich, schaffte den Bundesliga-Aufstieg – und stieg auch wieder ab. 

  • Lena Malkus

    Lena Malkus

    Die Weitspringerin wurde 2015 Deutsche Meisterin, war WM-Teilnehmerin 2013 in Moskau und erste Weitsprung-Goldmedaillengewinnerin bei der Premiere der Olympischen Jugendspiele in Singapur.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Thomas Knauer

    War Preuße als noch mit Libero gespielt wurde in den 80er Jahren. Beinhart. Ein Vorzeigetyp.

  • Christoph Strässer

    Christoph Strässer

    19. Präsident des SCP, der angehende Bundestagsabgeordnete a.D. (SPD) übernahm im Oktober 2016 in stürmischer See den Preußen-Kahn. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Theodor Geringhoff

    6. Präsident des SCP, er feierte mit dem Club 1956 das 50-jährige Jubiläum. Geringhoff erlebte mit den Preußen-Fußballern ordentliche Jahre in der Oberliga West, damals die höchste deutsche Spielklasse. Ungewöhnlich dabei: Der Präsident war überzeugter Sozialdemokrat. 

  • Hermes Julian Ramirez Limonta

    Das Preußenstadion war mal eine Leichtathletik-Arena, und der flinke Kubaner lief 1969 in 10,1 Sekunden den heute noch bestehenden Stadionrekord.

  • Dirk Bremser

    In Münster startete „Bremse“ förmlich durch, ein Laufwunder auf der rechten Seite. Von 1987 bis 1990 war Münster seine erste Profistation. Heute ist er Sidekick als Asisstent von Dieter Hecking bei Borussia Mönchengladbach.  

  • Adi Preißler

    Eigentlich Alfred Preißler. Richtig populär wurde er bei Borussia Dortmund. Der Abstecher in Münster hätte fast zum Titelgewinn geführt, als 100.000-Mark-Sturm-Mitglied war er im DM-Finale 1951 mit dabei.

  • Heinz-Rüdiger Voß

    Bundesliga-Start 1963, und Abwehrmann Heinz-Rüdiger Voß läuft mit dem SCP gegen den Hamburger SV auf. Bestritt zwei Amateur-Länderspiele, die gab es wirklich. 

  • Benno Möhlmann

    Benno Möhlmann

    Der 62-Jährige hat von 1974 bis 1978 seine ersten Sporen beim SCP verdient, jetzt ist er zurück als Trainer und hat gerade seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bruno Ratering

    Zeugwart in den 80er und 90er Jahren. Nicht der Trainer, sondern Bruno hatte oft das letzte Wort. Ein Original.

  • Franz-Josef Kemper

    Fünf Mal wurde 800-Meter-Läufer Kemper Deutscher Meister und gewann 1965 den Europacup. Zwei mal (1968 und 1972) nahm er an den Olympischen Spielen teil.

  • Anne-Chatrine Rühlow

    Die Diskuswerferin, die sich 1967 dem SC Preußen Münster anschloss, wurde zwischen 1969 und 1972 jeweils Dritte der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften. In den beiden Jahren danach holte sie jeweils DM-Silber.Bis weit in dieses Jahrtausend hinein blieb sie als Seniorensportlerin national erfolgreich und holte über 60 Titel.

  • Josef Oevermann

    8. Präsident des SCP. Opa wurde er von seinen Freunden genannt. Er war die treibende Kraft bei der Verpflichtung von Fiffi Gerritzen sowie des 100 000-Mark-Sturms 1950. Er entwickelt auch die Sponsorenrunde „Preußen-Ring“, wurde aber erst 1964 Club-Chef.

  • Manfred Pohlschmidt

    Seine Torquote war stark, jedes zweite Spiel traf Manfred Pohlschmidt, der am 1. Bundesliga-Spieltag 1963 beim SCP eingesetzt wurde. Später beim Hamburger SV und Schalke 04 aktiv.

  • Dr. Marco de Angelis

    Dr. Marco de Angelis

    17. Präsident der Preußen, in seiner zehnjährigen Amtszeit wurden die Schulden auf null zurückgefahren, die Haupttribüne gebaut und der Aufstieg in die 3. Liga realisiert. Nach dem Abstieg in die Oberliga hielt er durch.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Katchi Habel

    Katchi Habel

    Bei der Junioren-WM in Chile gewann die Sprinterin Gold mit der Staffel und Silber über 100 Meter. Bei den Junioren-EM 2001 gewann sie zwei Mal Gold und einmal Silber.

    Foto: dpa
  • Dr. Hans Berg

    9. Präsident des SCP, war von 1966 bis 1968 am Ruder. Die Preußen in der Regionalliga, das bedeutete im Klartext, mit einem Viertel der Mittel zurechtkommen zu müssen, die man 1963/64 in der Bundesliga erwirtschaften konnte. Kein leichtes Amt.

  • Erwin Kostedde

    Der Torjäger kam von Saxonia Münster als Jugendlicher – und musste warten, ehe er beim SCP kicken durfte. Schaffte schnell den Durchbruch in der Regionalliga. Zwei Saisons später wanderte er 1967 zum Meidericher SV nach Duisburg ab. 

  • Werner Biskup

    Werner Biskup

    Zwischen 1976 bis 1980 klopfte Trainer Biskup mit den Preußen drei mal ans Tor zur ersten Liga – ohne Erfolg. Der Traum platzte, dennoch genoss Biskup Kultstatus.

    Foto: imago/Rust
  • Stephan Küsters

    Stephan Küsters

    Brachte es zum Kapitän in acht Spielzeiten bei den Preußen (1998 bis 2006), eine Verletzung stoppte ihn letztlich nach 206 Pflichtpartien. Der kleine Blonde war später als Scout und Berater im Einsatz.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hermann Brück

    Schatzmeister der Preußen über mehr als zwei Dekaden, gerne mal streitbar. Trat 2004 im Gespann mit Thomas Herda nicht mehr an, lange Jahre Trikotsponsor des SCP.

  • Rogier Krohne

    Rogier Krohne

    Der niederländische Stürmer kam stets mit der Leeze zum Training und verewigte sich mit seinem Elfmetertor gegen keinen Geringeren als Bayern-Keeper Manuel Neuer im DFB-Pokal (1:4).

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jürgen Möllemann

    Jürgen Möllemann

    Der FDP-Politiker strebte Ende der 70er Jahre das Präsidentenamt an, zog kurz vor der Wahl zurück.

    Foto: dpa
  • Harald Norpoth

    Harald Norpoth

    Olympia-Silber holte der Schlaks bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio über 5000 Meter. Der Europarekordler über 3000 und 5000 m wurde insgesamt 18 Mal Deutscher Meister.

    Foto: Imago
  • Klaus Bockisch

    Der Abwehrspieler, nicht selten als Libero eingesetzt, hat Spuren hinterlassen. Insgesamt 206 Partien bestritt für die Preußen, in der Bundesligasaison 1963/64 war er in allen 30 Partien mit dabei und erzielte auch noch drei Tore.

  • Ernst Mareczek

    Trainer war der Oberstabsfeldwebel von 1982 bis 1984, dann sprang er zwei Mal als Interimslösung ein – und gewann die Meisterschaft, also die Amateurmeisterschaft 1994 mit 1:0 über Kickers Offenbach. Keiner kannte im Übrigen die Statuten so gut wie er.

  • Ranko Petkovic

    Ranko Petkovic

    Das vielleicht markanteste Gesicht der erfolgreichsten SCP-Elf der 70er Jahre. Schade, dass sein Doppelpack beim abschließenden 4:0 über den FC St. Pauli (1979) nicht zum Bundesliga-Aufstieg reichte. Petkovic erzielte 31 Tore in 91 Spielen (’76 bis ’79) für den SCP.

    Foto: imago/pmk
  • Klaus Berge

    Es war das Jahr 1999, Klaus Berge verschrieb sich mit Haut und Haar als Trainer der Preußen. 41 Tage später war ihm das Hemd von RW Essen viel näher. Er ging.

  • Bernhard Niewöhner

    Dieser Mann ist der Fels in der Brandung. Auch als 2016 fast die komplette Führungsriege ausgetauscht wurde, war auf den langjährigen Jugend-Obmann Verlass, der kurzfristig sogar als Sportchef einsprang. Preußen ohne Niewöhner, das geht nicht.

  • Helmut König

    15. Präsident des SCP, der 1983 antrat und acht Jahre später den Staffelstab an Thomas Herda weiterreichte. Sein größter Coup war die Verpflichtung vom Trainer Helmut Horsch 1986, der einen sportlichen Aufschwung einleitete. 

  • Hermann Lulka

    Keiner traf im Preußen-Dress häufiger in der einzigen Bundesliga-Saison 1963/64 als er. Hermann Lulka erzielte neun Tore in 28 Partien für Münster. Statistiker notierten für ihn 239 Pflichtspielpartien von 1958 bis 1967 beim SCP.

  • Martin Prondziono

    Martin Prondziono

    Der Mittelfeld-Rastelli mit der Nummer 14 erlebte den Jahrtausendwechsel bei den Preußen und hat Münster einen unaussprechlichen Namen beigebracht.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Carsten Cramer

    Ist seit 2010 Marketingchef beim Bundesliga-Riesen Borussia Dortmund. Die Karriere begann einst beim SCP: Zunächst als Stadionsprecher, später als Geschäftsführer.

  • Mehmet Kara

    Mehmet Kara

    Dribbelkünstler vornehmlich auf der linken Seite, der Ball gehört ihm. Hat 301 Pflichtspiele für den SCP bestritten von 2007 bis heute, rekordverdächtig. War aber auch mal beim SC Paderborn und Genclerbirligi, ehe er zurückkehrte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dietrich Schulze Marmeling

    Dietrich Schulze Marmeling

    Schrieb gemeinsam mit Hubert Dahlkamp das Standardwerk über den Club: „100 Jahre Preußen Münster“.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Henry Acquah

    Henry Acquah

    Der Preußen-Angreifer widersetzte sich im Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück am 21. April 1990 rassistischen Fangesängen – mit einem Tor. Anschließend feierte er ausgelassen vor den VfL-Fans

    Foto: imago/Rust
  • Manfred Rummel

    Der Torschützenkönig der Oberliga West von SW Essen kam zum SCP und spielte nicht nur zum Bundesligastart 1963 mit, sondern in weiteren 26 Partien und schoss sieben Tore. Netzte später für den 1. FC Kaiserslautern ganz munter in 38 Partien 15 Mal ein.  

  • Horst Blankenburg

    Horst der Libero, der mit Ajax Amsterdam drei Mal den Europapokal der Landesmeister gewann, tauchte von 1980 bis 1982 in die Niederungen der 2. Bundesliga und Oberliga ab. Blankenburg hatte mit Johan Cruyff in einer Mannschaft spielt. Mit Cruyff!!!!!!! 

  • Thomas Herda

    Thomas Herda

    16. Präsident des SCP von 1991 bis 2004. Hemdsärmelig, ein Kumpeltyp war Thomas Herda als Club-Chef, den besonders das geplatzte Stadionprojekt traf.  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kurt Pohnke

    Ein Tor blieb dem Kopfballungeheuer, im bedeutendsten Spiel seiner Karriere versagt. Kurt Pohnke gehörte zur Elf im DM-Finale von 1951.

  • Carsten Gockel

    Carsten Gockel

    Tausendsassa im Dienst des Adlers: Stürmer, Trainer, Geschäftsstellenleiter und Sportvorstand – seit 2016 im SCP-Ruhestand und von der Bildfläche verschwunden.

    Foto: Wilfried Hiegemann
  • Max Schulze Niehues

    Max Schulze Niehues

    Der aktuelle Preußen-Keeper ist erklärter Lieblingsspieler von Preußen-Fan Theo Griebel (10 Jahre). Und er ist länger da, als Theo auf dem Planeten weilt, seit 2004 – mit dreijähriger Pause als Schnapper bei Fortuna Düsseldorf II.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Colin Bell

    Colin Bell

    Der Brite kam 2005 als Hoffnungsträger vom FSV Mainz 05 II – musste nach einem halben Jahr gehen. 2011 sattelte er um zum Frauenfußball, ungewöhnlich, mit dem FFC Frankfurt gewann er die Champions League – und ist jetzt irischer Nationaltrainer der Frauenauswahl. Bemerkenswert. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Bernhard Ernst

    Live aus Münster, 1925, das Spiel des SCP gegen Arminia Bielefeld wird im Radio übertragen. Eine Premiere mit Bernhard Ernst. Endstand aus Preußensicht: 0:5.

  • Daniel Masuch

    Daniel Masuch

    Als Robert Lewandowski, der Stürmerstar von Bayern München im DFB-Pokal im Jahr 2014 zum Elfmeter antrat, da war der Schnapper der Preußen zur Stelle und hielt. 136 Pflichtspiele war er die Nummer eins.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Georg Krimphove

    Georg Krimphove

    18. Präsident der Preußen, er sprang kurzfristig als Nachfolger von Dr. Marco de Angelis von 2015 bis 2016 in die Bresche.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Jürgen Keseberg

    Kein Flachs, wie Bruno Ratering auch eine Legende als Zeugwart bei den Preußen, vielleicht sogar der Chef in der Kabine heute.

  • Jens Wissing

    Der Linksverteidiger kam als 16-Jähriger zum SCP, der ihn zur Erstligareife brachte. 2010 warb Borussia Mönchengladbach um das Juwel, das aber fortan mit viel Verletzungspech doch nicht den ganz großen Profi-Wurf landen konnte.

  • 111

    Der Unbekannte...

    Wir haben eine wichtige Preußen-Persönlichkeit vergessen? Wirklich? Das war keine Absicht. Wir sammeln die Kandidaten und veröffentlichen sie demnächst.

    Mail an: sport@zeitungsgruppe.ms

    Oder per Post an: Redaktion Zeitungsgruppe Münster Sportressort, An der Hansalinie 1, 48163 Münster

    ... das genügt.

Wer ist die 111. Preußen-Perönlichkeit?

► Werner Hempen nannte  Elke Kreuzberg  als guten Geist der Geschäftsstelle.

► Jochen Lissel erinnert sich an „elf tolle Spiele“ von Siggi Held im Jahr 1979.

► Rainer Maibaum denkt an Dieter „Opa“ Voss, der wohl auch gegen Hamborn brillierte. Überschrift in dieser Zeitung: „Voss – 30 Meter unter die Latte“.

► Hans-Dieter Klaus hätte den Ex-Spieler und aktuellen Sportchef Malte Metzelder aufgeführt.

► Christa Lindfeld suchte vergebens die Namen von Leichtathletik-Abteilungsleiter Hans Brandenburg und Olympiastarterin Margarete Buscher (1964, über 400 Meter).

► Arnd Breitkopf erinnert an die Leichtathletik-Trainer Elke und Frank Bartschat.

►  Rolf Grünther : Die verklärten 70er Jahre, drei Mal scheitert der SCP an der Rückkehr in die 1. Bundesliga. Die Korsettstange der Preußen ist Rolf Grünther. Sieben Jahre, 220 Pflichtspiele, 18 Tore lautet seine Bilanz. Fast übermenschlich für einen Preußen: Zwei Mal rettet er als Trainer den VfL Osnabrück vor dem Abstieg.

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Rolf Grünther Foto: Archiv

►  Ralf Zumdick: Die „Katze“ zwischen den Pfosten spielte Anfang der 80er Jahre in der Regionalliga für den SCP. Schaffte dann den Sprung in die 1. Bundesliga beim VfL Bochum, bestritt von 1982 bis 1995 283 Erstliga-Partien für den VfL. Später war er Co.-Trainer bei Borussia Dortmund und  Chefcoach beim VfL und Ghana.

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Ralf Zumdick Foto: dpa

► Ludger Strietholt: Der Verteidiger wurde häufig genannt, er spielte in der Oberliga West von 1948 bis 1952 beim SCP, und von 1954 bis 1956. Bleibenden Eindruck hat Strietholt mit seiner Familie bei Leser Bernd F. Weßels hinterlassen – man wohnte Anfang der 50er Jahre im gleichen Haus an der Hammer Straße.

► Wolf-Jochen Schulte-Hillen: Der SCP: eine Leichtathletik-Hochburg. Immer noch gehört der Weltrekord über 3x1000-Meter den Preußen, gelaufen von Wolf Schulte-Hillen, Harald Norpoth und Franz-Josef Kemper – auch Schulte-Hillen sammelte im Übrigen laufend Titel wie andere Briefmarken.

► Arthur Hillebrecht: Am Ende der Saison 1947/48 stieg der SCP in die legendäre Oberliga West auf. Fünf Entscheidungsspiele waren nötig. In der Abwehr räumte regelmäßig Arthur Hillebrecht auf, ein Eigengewächs, das auch 1951 im Kader beim Gewinn der deutsche Vizemeisterschaft stand. Später coachte er die Kreisauswahl. 

► Jürgen Serr: Als der SC Preußen einmal Deutscher Meister wurde, war Jürgen Serr der Mann, der das siegbringende 1:0 über Kickers Offenbach schoss. Kein Aufstieg in die 2. Bundesliga, dafür aber die Amateurmeisterschaft – Serr sei Dank. Von 1992 bis 2000 kam er auf 240 Pflichtspiele mit 74 Toren.

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Jürgen Serr Foto: WN-Archiv

► Karin Hänel: Sie war eine der besten Weitspringerin der Welt in den 70er Jahren, in denen sie zunächst für den SC Preußen, später dann für die LG Ratio startete. Hänel war auch Hallen-Weltrekordlerin mit 6,77 Metern, als sie bei der EM 1981 im französischen Grenoble den Titel gewann. 

► Heino Hansen: Gemeint ist nicht der dänische Komiker, sondern der Mittelfeldspieler, der von 1976 bis 1978 in der 2. Bundesliga für die Preußen aktiv war. Immerhin 63 Partien und drei Tore wurden für Hansen notiert. Er trug die Nummer 10 und wurde in 31 Länderspielen auch für Dänemark eingesetzt.

► Matthew Taylor: Es war der 19. August 2012, als der Amerikaner Matthew Taylor den SCP in die 2. Runde des DFB-Pokals schoss. Drei Treffer gingen auf seine Kappe beim sensationellen 4:2-Triumph über Bundesligist Werder Bremen. Eine unglaubliche Hitzeschlacht, in der Taylor dem heutigen BVB-Verteidiger Sokratis einen Knoten in die Beine drehte.

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Matthew Taylor Foto: Jürgen Peperhowe

► Simon Scherder: Elf Jahre in einem Club, das kommt nicht so häufig vor. Im Jahr 2006 kam der Jungspund aus Dreierwalde zum SCP, über die Junioren-Teams fand er den Weg zu den Profis, setzte sich in der Abwehr durch – und musste zuletzt 22 Monate verletzungsbedingt pausieren. Scherder hat nicht vor, klein beizugeben. Das Comeback hat er zeitnah geplant.

► Adolf Scheidt: Stand im 40er-Kader für die Weltmeisterschaft 1958 in Schweden, wurde aber trotz seiner 15 Oberliga-Treffer nicht berufen. Sein A-Länderspiel-Debüt im März 1958 platzte nach einem Platzverweis im Punktspiel gegen Wuppertal. Wurde später Lehrer am Schlaun-Gymnasium in Münster, der Keimzelle des SCP im Jahr 1906.

Auch genannt wurden:

► Manfred Henning, Heribert Kania, Hans Palwky, Alwin Jenatschek, Edelbert Rex, Helmut Kleeschulte, Walter Menneke, Walter Bensmann, Josef Seemann, Wilfried ­Geerken, Karl-Heinz Bente, Philip Gerberink, Branko Topalovic, Rolf Blau, Gerd Kas­perski, Harald Beyer, Jochen Terhaar, Bernd Kipp, Eckhardt Deterding, Amaury Bischoff, Uwe Tschiskale, Franz-Josef „Scotty“ Pieper, Uwe Pieper, Edmund Kaczor, Dirk „Susi“ Böcker, Dieter Linders, Gerhard Welz, Wolfgang Riesinger, Margret Buscher, Hannes Plawky, Bernd Michel, David Bennet, Jo Ertlmeier, Walter Menski, Roland Mall, Willy Haag, Alfred Balkau, Leo Hoffmann, Herbert Loos, Manfred Groneck, Günther Karbowiak, Heinz Vollmer, Klaus „Ede“ Wolf, Slobodan Cendic, Werner Olk, Gerd Roggensack, Bernd Fuhr, Dirk Römer, Volker Graul, Justus und Christoph Stech, Klaus-Peter Henning.

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