3. Liga: Preußen verliert gegen Halle
Kein Sieg zum Abschied

Münster - Am Ende war es ein trauriger Abschied für die scheidenden Preußenspieler: Mit 2:3 ging die letzte Partie dieser Saison im heimischen Stadion verloren. Nur zu gerne hätten Matthew Taylor, Stefan Kühne, Dennis Grote und Clement Halet noch eine finale Siiegerrunde gedreht. Der Sieg fiel aus, die Abschiedsrunde gab es dennoch.

Samstag, 03.05.2014, 15:05 Uhr

3. Liga: Preußen verliert gegen Halle : Kein Sieg zum Abschied
Foto: Jürgen Peperhowe

Ralf Loose kann Eiskunstlauf sehr wohl von Fußball unterscheiden: Ein Schaulaufen gibt es beim Trainer des SC Preußen nicht . Das betonte der 51-Jährige vor der Partie gegen den Halleschen FC mit Nachdruck. "Wir wollen die Zuschauer unterhalten und gewinnen", sagte der Fußballlehrer. Dazu bediente er sich ohne Wenn und Aber der besten Besetzung. Ein letzter Startelfeinsatz vor heimischem Publikum für Stürmer Matthew Taylor fiel deswegen aus , Clement Halet, ebenfalls vor der Partie verabschiedet, schaffte es nicht einmal mehr auf die Bank.

Eigentlich spielt die Mannschaft jetzt das perfekte System für mich. Leider hat der Trainer kein Vertrauen in mich.

Matthew Taylor

Stefan Kühne verabschiedete sich auf seiner angestammten Sechser-Position vom Heimpublikum und Dennis Grote feierte seinen Preußen-Ausstand mit dem Comeback nach der dreiwöchigen Verletzungspause. Nominell war also alles gerichtet, ob die Motivation bei allen 22 Akteuren in dieser Partie mit bestenfalls statistischem Wert eine Abschlussgala vor 8293 Zuschauern würde garantieren können, stand auf einem anderen Blatt. Am Ende waren alle zumindest halbwegs unterhalten, gewonnen hatte aber der Gegner: Mit 3:2 (1:1) ging diese Partie an Halle.

Ich hatte hier vier tolle Jahre. Vielen Dank für alles an die Fans.

Stefan Kühne

 

SC Preußen Münster gegen den Halleschen FC

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Unabhängig von der fehlenden Brisanz indes zeigten sich einige Unverbesserliche auf den Rängen, die vor dem Spiel mit Rauchtöpfen noch eine völlig überflüssige Rechnung für den Verein organisierten. Dass es auch die HFC-Fans krachen ließen, machte es nicht besser.
Über dem Platz verzog sich die dicke Luft allerdings schnell und öffnete den Blick auf ein Spiel, das sich vergleichsweise zäh entwickelte -- und aus Preußensicht prompt nach hinten losging. Timo Furuholm erzielte nach 18 Minuten die Gästeführung. Zwei Minuten später stand der HFC-Stürmer erneut mutterseelenallein vor Preußen-Keeper Daniel Masuch, der diesmal bravourös rettete.

Heute hat man gesehen, dass Ballbesitz und Eckenverhältnis nicht unbedingt das Spiel entscheiden. Jetzt versuchen wir, in Duisburg noch etwas mitzunehmen.

Ralf Loose

Dennoch: Looses Plan, unterhalten und gewinnen, war bis dahin noch nicht so recht auf Kurs. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe Kevin Schöneberg mit einer Maßflanke auf Soufian Benyamina erstmals für Gefahr für das Gästetor sorgte. Der Kopfball senkte sich dann allerdings auf das Netz. Immerhin: Jetzt kannte man den Weg. Weitere zwei Minuten später flankte Marcus Piossek von links auf Dennis Grote, der präzise flach für den völlig freistehenden Rogier Krohne vorlegte: 1:1 nach 26 Minuten. Nur eine Minuten später schlenzt Grote das Leder an den Querbalken des Halleschen Tores, weitere 60 Sekunden danach köpft Benyamina über den Kasten, Krohne kam in der Folge gleich zwei Mal aussichtsreich zum Abschluss. Das sah dann alles doch ein wenig nach Schaulaufen aus. Munter nach vorne, hinten ohne den letzten Biss -- verständlicherweise.Dem Unterhaltungswert der Partie tat das zehn flotte Minuten lang sehr gut. Etwas gemächlicher ging es dann mit eben diesem 1:1 in die Pause.

Durchgang zwei sah dann weiterhin zwei gut gelaunte Teams, die ohne allzugroße Gegenwehr Chancen auf beiden Seiten produzierten. Vor allem Stefan Kühne hätte zu gerne einen Abschiedstreffer markiert, verfehlte den Kasten aus kürzester Distanz und später aus dem Rückraum jedoch jeweils knapp.

Da konnte jeder sehen, dass ich doch ein Blinder bin. (Kühne über seine vergebene Großchance aus einem Meter Torentfernung)

Stefan Kühne

Für die verdiente Preußenführung zeichnete dann die Abwehr verantwortlich: Flanke Schöneberg, Kopfball Simon Scherder. Nach 67 Minuten ist Ralf Loose sowohl in Sachen Unterhaltung, als auch Gewinnen auf Kurs -- zumindest für vier Minuten. Dann fährt Halle einen Konter über Akaki Gogia und Sören Bertram sicher ins Ziel: 2:2. Anschließend durfte Dennis Grote seinen letzten großen Applaus an der Hammer Straße einsammeln. Nach 75 Minuten räumte der 27-Jährige seinen Platz für Mehmet Kara. Der Abschiedsapplaus war gerade verklungen, da verdarb der beste Gästespieler, Gogia, mit der 3:2-Führung für Halle kurz die Abschiedsstimmung im weiten Rund.

Ich kann mich beim Arbeitsamt wieder abmelden, aber ich kann noch nicht sagen, wo es hingeht.

Stefan Kühne

Die folgende Aufholjagd wurde schließlich angeführt von Matthew Taylor , der sich seinen Fans noch einmal elf Minuten lang präsentieren durfte. Der US-Amerikaner hätte mit dem Ausgleich zwei Minuten vor dem Abpfiff einen perfekten Abgang feiern können, scheiterte aber knapp. Diese Niederlage war unter dem Strich weder nötig noch verdient, weh tat sie aber auch nicht wirklich.

So ein Abschiedsspiel lässt mich nicht kalt. Es ist schade, dass wir es nicht gewonnen haben.

Dennis Grote

 

WNTV-Videoanalyse Preußen Münster - Hallescher FC

 

Preußen Münster: Masuch -- Schöneberg, Scherder, Schmidt, Riedel -- Piossek, Kühne , Truckenbrod, Grote (75. Kara) -- Krohne (79. Taylor), Benyamna
Hallescher FC : Kleinheider -- Brügmann, Zeiger, Mouaya, Ziebig -- Brandt -- Ziegenbein (75. Merkel), Gogia, Lindenhahn, Bertram (90. Baude) -- Zeiger -- Furuholm

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