Mit Video: SCP-Trainingsauftakt
„Burglind“ fegt übers Land – Antwerpen jagt die Preußen aufs Feld

Münster -

Preußen Münster hat den Winterschlaf beendet und trainiert wieder. Der Fußball-Drittligist wird nach 18-tägiger Vorbereitung am 21. Januar beim SV Meppen um Punkte spielen. Mit Denis Streker (zuletzt FSV Frankfurt) wird ein vertragloser Mittelfeldmann mit Erstligapraxis getestet.

Mittwoch, 03.01.2018, 15:01 Uhr

Koordination ins Trump: Michele Rizzi (von links), Tobias Rühle und der Rest der Preußen arbeiten auch mit Tennisbällen.
Koordination ist Trumpf: Michele Rizzi (l.), Tobias Rühle und der Rest der Preußen arbeiten auch mit Tennisbällen. Foto: Jürgen Peperhowe

Während Wintersturm „Burglind“ über das Land fegte, jagte Trainer Marco Antwerpen seine Spieler erstmals im Jahr 2018 über das wetterunabhängige Kunstrasenfeld an der Hammer Straße. Fast alle waren gekommen, die beim Fußball-Drittligisten Preußen Münster in Lohn und Brot stehen, einzig Mittelfeldspieler Danilo Wiebe pausierte notgedrungen erkältet. Aber Lucas Cueto war da, ein quirliger Linksfuß, der nach mehrmonatiger Verletzungspause fast schon ein „Winterzugang light“ ist.

23 Feldspieler, ohne den nach mehr als einem halben Jahr Pause wieder individuell arbeitenden Benjamin Schwarz , drei Torleute, zwei Trainer, ein Physiotherapeut und ein Athletikcoach tummelten sich im sogenannten Jugendstadion. Sportchef Malte Metzelder schaute am Seitenrand ganz genau hin.

Trainingsauftakt 2018: Preußen Münster wieder im Training

„Es hat sich schon was geändert. Marco Antwerpen und Benno Möhlmann verfolgen unterschiedliche Trainingsansätze“, lautete seine erste vorsichtige Bilanz. Gemeint war damit aber nur, dass der neue Mann einen anderen Ansatz bevorzugt.

Wobei Antwerpens Kernaussage auch die von Möhlmann gewesen wäre: „Wir müssen uns in jedem Bereich verbessern. Es gibt viele Dinge zu ändern.“ Der 46 Jahre alte Fußballlehrer spürte nach seiner erst fünften Trainingseinheit, gleichzeitig die erste nach der Winterpause, dass immer noch der Geist des Neustarts in der Luft liegt. Antwerpen bleibt bei seiner These: „Das ist ein harmonischer Haufen.“ Keiner läuft aus der Spur. Kann ja nicht schaden, das mit der Eintracht. Andererseits gilt zu viel Harmonie im Fußball auch immer als Zeichen für zu wenig Konkurrenzkampf.

Schwarz mischt wieder mit

Am 15. April stand Benjamin Schwarz beim 4:2-Sieg der Preußen über Fortuna Köln das letzte Mal auf dem Platz. an diesem 33. Spieltag machte das Team von Trainer Benno Möhlmann den Klassenerhalt praktisch perfekt. Zeit für Schwarz, seine langwierigen Probleme in den Griff zu bekommen, er ließ sich also die „verrutschte“ Kniescheibe neu justieren. Der 31-Jährige stand für die komplette Saison 2017/18 auf der Streichliste, umso überraschender war sein Einstieg in die Einheit am Mittwoch. Möglicherweise noch im Januar könnte der „Mittelfeld-Krieger“ in das Mannschaftstraining zurückkehren. „Vielleicht bin ich da immer etwas zu euphorisch“, sagt er. Sein Ehrgeiz und seine Lust auf Fußball sind ungebrochen.

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Münsters Drittliga-Kader wurde zum Trainingsstart nicht nur durch die Nachwuchsakteure Fabian Kerellaj (U 23) Julian Conze, Adrian Knüver und Cyrill Akono (U 19) aufgestockt. Mit Denis Streker stellt sich zudem ein interessanter zentraler defensiver Mittelfeldspieler die nächsten vier Tage vor. Antwerpen hat jedenfalls den Kampf um die Plätze ausgerufen. Na klar, er will jede sich bietende Option nutzen, um den Karren aus dem Dreck der Abstiegsränge zu ziehen. Namen sind, zumindest offiziell, erst mal nur Schall und Rauch.

Trainingsauftakt 2018 bei Preußen Münster

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  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Maximilian Schulze-Niehues

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  • Trainer Marco Antwerpen (l.) und Abwehrspieler Sebastian Mai.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nils Körber

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  • Benjamin Schwarz beim Aufbautraining

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  • Maximilian Schulze-Niehues

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der neue SCP-Coach Marco Antwerpen

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Nils Körber

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  • Benjamin Schwarz beim Aufbautraining

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  • SCP-Coach Marco Antwerpen (r.) und der neue „Hallenfußball-Stadtmeister“ Luca Steinfeldt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Gastspieler Denis Streker

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe

„Wir fokussieren uns nur auf die Partie gegen Meppen.“ Die steigt 18 Tage nach dem Wiedereinstieg ins Training, an einem Sonntag (21. Januar) um 14 Uhr beim Aufsteiger. Genau eine Woche vorher wird schon die wegweisende Frage zur Ausgliederung der Profi-Abteilung geklärt sein. Ein „Ja“ dazu würde möglicherweise gleich spürbar werden, wenn es um die Realisierung von Verpflichtungen im bis Ende Januar geöffnetem Transferfenster gehen würde. Der „heiße Januar“ nimmt dann in Meppen sowie mit den Heimspielen gegen Würzburg und Erfurt noch mehr Fahrt auf.

Antwerpens und Metzelders oberste Bürgerpflicht lautet, das Team in Schwung bringen. Schon Samstag steht im Ulrich-Haberland-Stadion die Testpartie gegen den Bundesligisten Bayer Leverkusen an. „Wir werden zwei Mannschaften jeweils einen Halbzeit spielen lassen“, kündigt Antwerpen an, aktuell hat er dafür ausreichend Spieler.

Drei Fragen an Gastspieler Denis Streker

Mit welcher Erwartung trainieren Sie mit?

Streker: Vor allem will ich Leistung zeigen, mich anbieten. Dann schauen wir weiter. Preußen Münster kennt man, ein schlafender Riese.

Wie haben Sie sich zuletzt fit gehalten?

Streker: Ich komme aus Mainz und konnte beim Regionalligisten TSV Schott mittrainieren. Da habe ich das komplette Programm mitgemacht.

Sie haben 1. Liga für Hoffenheim und 2. Liga für Dresden gespielt, wieso fanden Sie im Sommer keinen Club?

Streker: Ach, darüber will ich eigentlich nicht reden. Wir sind mit dem FSV Frankfurt nicht zu Unrecht abgestiegen, und so ein Abstieg ist eine Voll-Katastrophe. Im Sommer hatte ich Kontakt zu Viktoria Köln und Marco Antwerpen, ich wollte aber unbedingt in der 3. Liga spielen. Hätte ich das mal lieber angenommen.

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