Fußball: 3. Liga
Preußen müssen für die Lizenz größere Bedingungen erfüllen

Münster -

Es ist nicht so, dass die Lizenz des SC Preußen für die kommende Saison in akuter Gefahr wäre. Aber ein Selbstläufer wird die Zulassung für die 3. Liga offenbar auch nicht. Andere Drittligisten agieren in diesem Punkt transparenter.

Mittwoch, 25.04.2018, 22:04 Uhr

Nicht frei von Sorgenfalten: Preußen-Präsident Christoph Strässer (r.) und Sportchef Malte Metzelder.
Nicht frei von Sorgenfalten: Preußen-Präsident Christoph Strässer (r.) und Sportchef Malte Metzelder. Foto: Jürgen Peperhowe

Leicht ist es nicht, klare Aussagen über den Stand des Drittliga-Lizenzantrags beim SC Preußen zu bekommen. Die meisten Klassenrivalen haben längst öffentlich gemacht, dass sie – zumeist unter klar definierten Bedingungen – grünes Licht für die kommende Saison bekommen haben. So ist das üblich, finanziell kerngesund kann in diesem Umfeld schließlich kein Club sein.

In Münster ist die Lage diesmal etwas anders. Bedrohlich? Nicht zwingend. „Ich bin sehr positiv gestimmt“, sagt zumindest Sportdirektor Malte Metzelder. Ende vergangenen Woche erteilte der DFB auch den Adlerträgern einen ersten Lizenzbescheid. Wie in den Vorjahren war dies verbunden mit einer Reihe von Bedingungen. Der SCP erhält die Zulassung für die 3. Liga, wenn er diese erfüllt. In der Regel betrifft dieser Punkt Nachweispflichten für Sponsorenverträge, die bei der Einreichung der ersten Unterlagen im Februar noch nicht unterschrieben sind. Diesmal allerdings sind die zu stopfenden Löcher größer, die Summen höher. Das liegt vor allem daran, dass der Verein nach wie vor nach einem Haupt- und Trikotsponsor fahndet, der einen höheren sechsstelligen Betrag garantiert, auch wenn die Zuwendungen, die bislang Tuja zahlte, sicher nicht mehr erreicht werden. Vermarkter Lagardère ist hier federführend. Bliebe die Suche ergebnislos, ginge das auch zu Lasten der Preußen und nicht – wie in den Bundesligen oft der Fall – des Vermarkters. Ob in diesem Fall erneut Gremienmitglieder in die Bresche springen müssten? Es wäre ein Ausweg. „Vor allem müssten wir aber auf der Ausgabenseite streichen“, sagt Metzelder. „So oder so ist ein neuer Hauptsponsor aber elementar, auch für die Außenwirkung.“

Bis zum 29. Mai hat der SCP Zeit, die notwendigen Dokumente nachzuweisen. Sonderfristen nicht inbegriffen. Grundsätzlich gilt: Die GmbH & Co. KGaA erfüllt die organisatorisch-technischen Verpflichtungen. Nur auf der wirtschaftlichen Ebene fehlen eben nach wie vor größere Beträge. Erteilt der DFB schließlich die Zulassung, wird er das mit sogenannten Auflagen für die Münsteraner tun. Diese müssen im Laufe der nächsten Saison erfüllt werden.

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