Fußball: 3. Liga
SC Preußen Münster: Stoll geht – erster Investor kommt

Münster -

Es tut sich was an der Hammer Straße. Personell wie organisatorisch. Während Lennart Stoll demnächst nicht mehr zum Kader des SC Preußen Münster gehören wird, steigt ein erster Investor in die ausgegliederte Profiabteilung ein.

Freitag, 18.05.2018, 15:18 Uhr

Seine Zeit bei den Adlerträgern endet im Sommer: Lennart Stoll wird die Freigabe für den Regionalligisten SSV Ulm erhalten.
Seine Zeit bei den Adlerträgern endet im Sommer: Lennart Stoll wird die Freigabe für den Regionalligisten SSV Ulm erhalten. Foto: Jürgen Peperhowe

Das verflixte siebte Jahr – Preußen Münster hat es hinter sich gebracht. Sieben Saisons 3. Liga, die achte wird mit dem 1. Spieltag vom 27. Juli (Freitag) bis 30. Juli (Montag) gestartet. Der Spielplan folgt erst, nachdem der Deutsche Fußball-Bund DFB die Termine für die 1. und 2. Bundesliga angesetzt hat. Die Preußen werden am 13. Juni ins Training zurückkehren. Erstmals wird die Liga dann ohne eine Zweitvertretung eines Bundesligisten auskommen, ein Nachteil von mehr als 50 000 Euro für die Preußen. Denn die Reserveteams verzichteten stets auf ihren Anteil aus dem TV-Geld-Topf.

Personelle Bewegung gab es beim SCP in den letzten Tagen trotz der spielfreien Zeit – ein wenig im sportlichen Bereich, mehr im Bereich der Gremien.

►  Zum Sport: Der SCP wird Mittelfeldspieler Lennart Stoll, der ein Medizinstudium beginnen wird, die Freigabe für Regionalligist SSV Ulm erteilen. Mit Angreifer Tobias Warschewski ist Sportchef Malte Metzelder einer Meinung, dass der 20 Jahre alte Angreifer an eine Zweitvertretung eines Bundesliga-Leistungszen­trums ausgeliehen werden soll, am Donnerstag hatte man darüber gesprochen. Eine Hängepartie bleibt die Personalie Lucas Cueto, der in den Planungen von Trainer Marco Antwerpen keine Rolle mehr spielt, aber einen Vertrag bis Sommer 2019 besitzt.

Metzelder lässt sich Zeit

Gerade zum Start in die lange Saisonvorbereitung werden beim SC Preußen Münster einige unbekannte Gesichter auftauchen, neben den bisherigen Neuzugängen – Rufat Dadashov (BFC Dynamo Berlin), Daniel Lanius (Viktoria Köln), Niklas Heidemann (Wuppertaler SV) – wird es weitere Trainingsgäste geben. Vier Positionen im Kader sind noch zu besetzen, Metzelder wird sich damit noch Zeit lassen.

Die Preußen-Saison 2017/18 in Bildern

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►  Zur Organisation: Bedeutend wichtiger ist aktuell aber, dass ein erster Investor für die ausgegliederte Profiabteilung des SC Preußen gefunden wurde. Ein Unternehmen aus dem Münsterland hat seine finanzkräftige Zusage gegeben, will aber vorerst noch nicht genannt werden. Nach dem Eintrag ins Handelsregister werden entsprechende Namen öffentlich sein. Der neue Anteilseigner soll dabei zur Kategorie „Walther Seinsch“ gehören, was die Einlage betrifft.

Darlehen gewährt

Dem Vernehmen nach wurden aus dem Kreis der Gremiumsmitglieder Darlehen gewährt, die rund 2,5 Millionen Euro betragen sollen. Einen Löwenteil davon trägt dabei das bisherige Aufsichtsratsmitglied Seinsch. Diese Darlehen sollen in der neuen GmbH & Co. KGaA in Anteile für die Darlehensgeber umgewandelt werden.

Die Gremien der KGaA

Preußen Münster hat den Spielbetrieb der Profis ausgegliedert, die Kapitalgesellschaft hat  den Kontrollorganen nun Namen zugeordnet:

Der Hauptausschuss benannte das bisherige Präsidiumsmitglied Bernhard Niewöhner zum zweiten Geschäftsführer neben dem Geschäftsführer Sport, Malte Metzelder. Niewöhner gibt seinen Platz im Präsidium des Vereins auf. Burkhard Brüx ersetzt ihn und wird gemeinsam mit Siggi Höing „Belange der Fans“ betreuen.

Hauptausschuss: Club-Präsident Christoph Strässer, Hans-Jürgen Eidecker (Präsidium),  Aufsichtsratsvorsitzender Frank Westermann sowie Walther Seinsch und Christoph Metzelder (beide Aufsichtsrat) gewähren damit, dass von der Mitgliederversammlung gewählte Vertreter des e.V. die Mehrheit bilden.

Beirat:Christoph Strässer, Siggi Höing, Hans-Jürgen Eidecker (alle Präsidium), Frank Westermann, Jürgen Becker, Clemens Große Frie, Friedrich Lukas, Christoph Metzelder, Walther Seinsch und Jochen Terhaar – sie benennen den Hauptausschuss.

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