Fußball: 3. Liga
Preußen Münster verliert mit Heim-Pleite gegen Uerdingen den Anschluss

Münster -

Der SC Preußen Münster kassiert seine dritte Saisonniederlage und muss die Spitzengruppe der dritten Liga nach der zweiten Schlappe in Folge ziehen lassen. Mit 0:1 (0:0) unterliegt das Team von Trainer Marco Antwerpen dem neuen Tabellenzweiten aus Uerdingen. Münster rutscht auf Rang acht ab.

Samstag, 01.09.2018, 17:15 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 01.09.2018, 16:13 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 01.09.2018, 17:15 Uhr
Fußball: 3. Liga : Preußen Münster verliert mit Heim-Pleite gegen Uerdingen den Anschluss
Der SC Preußen verliert mit seiner Niederlage im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen den Anschluss zur Spitzengruppe in der Tabelle. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn der Ruf „Auswärtssieg“ durchs Stadion hallt, sollte man tunlichst nicht als Heimmannschaft angetreten sein. Diese bittere Erfahrung machten die Spieler des SC Preußen Münster am Samstagnachmittag, als 6543 Preußenfans kleinlaut den Heimweg antraten, während rund 1000 Uerdinger ihren Club und eben einen 1:0-Auswärtssieg feierten.

Starker Start der Preußen

Diese Niederlage war nicht nötig, aber am Ende doch verdient. Erstaunlich genug, nach einer eigentlich starken Vorstellung der Preußen in Durchgang Nummer eins, in der Münster das Spiel machte und fahrlässig mit seinen Chancen umging. Doch als die Preußen nach gut 60 Minuten das Fußballspielen einstellten, bahnte sich der Sieg des KFC Uerdingen an. Tanju Öztürk besiegelte in der 78. Minute die dritte Saisonniederlage der Preußen.

Die Aufstellung

Trainer Marco Antwerpen hatte sein Team einmal mehr gleich an mehreren Stellen umgebaut, teils gezwungenermaßen, wie im Tor, das Max Schulze Niehues für den verletzten Oliver Schnitzler hütete, oder in der Innenverteidigung, wo Lion Schweers das Amt des gesperrten Simon Scherder übernahm. Aber auch der Startauftritt von Kapitän Martin Kobylanski war nicht zwingend zu erwarten. Lukas Cueto und Rufat Dadashov unterstützten Tobias Rühle bei den Angriffsbemühungen.

SC Preußen Münster im Heimspiel gegen KFC Uerdingen

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  • SC Preußen Münster vs. KFC Uerdingen Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster vs. KFC Uerdingen Foto: Jürgen Peperhowe

SCP in der ersten Halbzeit überlegen

Allesamt Maßnahmen, die sich zumindest optisch bezahlt machten. Münster machte gegen den KFC Uerdingen, der erwartungsgemäß mit Weltmeister Kevin Großkreutz sowie den ehemaligen Bundesligisten Maximilian Beister und Stephan Aigner auflief, ein starkes Spiel und hatte im ersten Durchgang mehr vom Spiel und auch ein deutliches Chancenplus – qualitativ wie quantitativ. Freistoßspezialist beförderte das Leder nach 19 Minute an die Latte des KFC-Tores, Rufat Dadashov scheiterte wenig später zunächst am Uerdinger Keeper René Vollath, ehe er im weiteren Verlauf zu genau Maß nahm und den Ball um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbeischob. Über eine Pausenrückstand hätte sich KFC-Trainer Stefan Krämer wohl kaum beschwert, so war es ihm aber zweifellos lieber.

Der Einbruch nach 60 Minuten

Komplett offen ging es also in den zweiten Abschnitt, in der den Preußen noch 20 aktive Minuten vergönnt waren, ehe sich das Spielgeschehen erst langsam und dann nahezu ausschließlich in die Preußenhälfte verschob. Nach 78 Minuten erzielte Tanju Öztürk mit einem abgefälschten und damit unhaltbaren Schuss das Tor des Tages, auf das die Preußen nicht einmal im Ansatz eine Antwort hatten. Münster rutscht auf Rang acht der Tabelle ab, hatte aber dennoch zumindest eine Stunde lang einiges an Unterhaltungswert abgeliefert. Ein Totalversagen war das zweifellos nicht, wohl aber ein deutlicher Rückstoß auf den Boden der Tatsachen. 

Einzelkritik: SC Preußen Münster gegen KFC Uerdingen

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  • Torwart Max Schulze Niehues, Note 2, war Münsters Bester. Hielt, was zu halten war, das war einiges. Beim Gegentor war er allerdings machtlos, weil der Ball abgefälscht war. Mit dieser Leistung durfte er Ansprüche auf die Nummer eins zumindest angemeldet haben, nachdem Oliver Schnitzler seine Gehirnerschütterung auskuriert hat und in zwei Wochen im Auswärtsspiel in Aalen wieder einsatzfähig sein dürfte.  

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rechtsverteidiger Fabian Menig, Note 3,5, investierte viel, kämpfte, allerdings auch mit dem einen oder anderen Stockfehler. An ihm lag es nicht, dass der SCP verlor.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Lion Schweers, Note 3, lieferte, nachdem er in den letzten Wochen einen schweren Stand hatte bei Trainer Marco Antwerpen. Das war sehr ordentlich.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Jannik Borgmann, Note 3, räumte die meisten Dinge aus dem Weg, vor der Pause auch gefährlich in der Offensive zu finden.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Linksverteidiger Niklas Heidemann, Note 3, gehörte zu den Aktivposten bei den Preußen, baute im Gegensatz zu anderen in der Schlussphase nicht ab.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Sandrino Braun, Note 4, fälschte den Ball beim 0:1 unglücklich ab. Hatte davor in der Mittelfeldzentrale mit seinen Mitstreitern doch einige Probleme.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Martin Kobylanski, Note 3,5, hätte das Zeug zum Spieler des Tages gehabt - wäre sein Freistoß nicht an den Pfosten geklatscht, sondern in den Maschen gelandet. Baute nach einer Stunde, wie einige andere auch, ab.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Rene Klingenburg, Note 4,  hatte schon bessere Auftritte mit den Preußen in dieser Saison. Als Uerdingen aufdrehte, fand auch er kein Mittel mehr, das zu stoppen. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angreifer Tobias Rühle, Note  4, begann stark, wurde aber bereits Mitte der ersten Halbzeit in den Privatduellen mit Kevin Großkreutz - ohne es zu merken - abgekocht. Nach der Pause kaum noch zu sehen. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angreifer Rufat Dadashov, Note 4, hatte vor der Pause zwei gute Chancen zu Treffern, nach dem Wechsel wie einige andere zu wenig präsent.

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  • Angreifer Lucas Cueto, Note 3,5, versuchte einiges in seinen 70 Minuten auf dem Platz. Doch der große Punch fehlte gegen die körperlich starken Gäste aus Uerdingen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Tobias Warschewski, keine Note, kam in der 65. Minute für Rufat Dadashov und konnte in einer leistungsmäßig abfallenden Preußen-Elf keine Impulse mehr setzen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Philipp Hoffmann, keine Note, kam in der 70. Minute für Lucas Cueto und konnte seiner Mannschaft nicht mehr wie erhofft neues Leben einhauchen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Kevin Rodrigues Pires, keine Note, kam in der 80. Minute für Sandrino Braun, als der SCP mit 0:1 zurücklag. Zu wenig Zeit, um den Dingen noch eine neue Wendung geben zu können.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Wirkungslose Einwechslungen

Antwerpen hatte im zweiten Durchgang mehrfach versucht, den Anker zu werfen, mit Warschewski für Dadashov, Hoffmann für Cueto und Rodrigues Pires für Braun drei Mal auf seine ansonsten durchaus spielprägende Bank gesetzt – und dennoch Schiffbruch erlitten, weil die frischen Kräfte diesmal nicht für frischen Wind sorgen konnten. Auf die Niederlage reagierte Antwerpen sichtlich enttäuscht: "Dieses Spiel tut mir weh. Das ist ein Fingerzeig, wohin unser Weg geht."


Preußen Münster: Schulze Niehues – Menig, Schweers, Borgmann, Heidemann – Braun (81. Rodriguez Pires) – Cueto (68. Hoffmann), Kobylanski, Klingenburg – Rühle, Dadashov (65. Warschewski).

KFC Uerdingen: Vollath – Vollath - Großkreutz (81 Holldack). , Schorch, Erb, Dorda – Öztürk, Daube (39. Krempicki) – Aigner, Konrad, Kefkir –-- Beister (73. Dörfler),

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