Fußball: 3. Liga
Preußen Münster spielt in Aalen auch gegen den Minitrend

Münster -

Zwei Niederlagen musste Preußen Münster zuletzt schlucken. So richtig verdaut hat Chefcoach Marco Antwerpen diese noch nicht. Der erste Weg nach der Länderspielpause führt die Adlerträger in die Ostalb zum VfR Aalen. Mehr soll dort vor allem von der Offensive kommen.

Freitag, 14.09.2018, 15:32 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 14.09.2018, 13:58 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 14.09.2018, 15:32 Uhr
Kapitän Simon Scherder (r.) rückt nach abgesessener Sperre am Samstag in Aalen wieder in die Startelf.
Kapitän Simon Scherder (r.) rückt nach abgesessener Sperre am Samstag in Aalen wieder in die Startelf. Foto: Jürgen Peperhowe

Diese jüngste, aber immerhin auch schon wieder zwei Wochen alte Niederlage hat Marco Antwerpen noch nicht aus den Kleidern geschüttelt. Das 0:1 gegen den KFC Uerdingen war ja nicht mal das Produkt einer Minusleistung, nur die letzte halbe Stunde geriet mies. Dennoch quält den Trainer des SC Preußen die Erinnerung an die zweite Heimpleite. Und er gibt offen zu: „Ich spiele gerne in den oberen Regionen mit.“

Von diesem Anspruch hat er sich fürs Erste verabschiedet. Die Partie am Samstag (14 Uhr) beim VfR Aalen könnte fast ein Schwellenspiel werden, doch der Coach sagt: „Das hatten wir schon gegen Uerdingen. Wir müssen nicht nach oben schauen, wenn wir keine Konstanz zeigen. Es fehlt an Erfahrung auf dem Platz.“

Fokus liegt auf Abwehrverhalten & Umschaltmomente

Gerade an seine Offensivkräfte stellt der 46-Jährige klare Forderungen: „Wesentlich mehr laufen, viel zweikampfbetonter auftreten, Bälle festmachen, nachrücken, sich nicht von den Verteidigern abkochen lassen. Das ist uns vor zwei Wochen in den letzten 25 Minuten alles nicht mehr gelungen.“ Als Anschauungsbeispiel nennt er Mittelfeldmann René Klingenburg. „Er wehrt sich 90 Minuten konsequent.“

Gerade Rufat Dada­shov tut sich bei aller Abschlussqualität und bei allem Bemühen mit den genannten Disziplinen noch schwer. „Wir arbeiten dran, aber er muss sich weiter verbessern“, sagt Antwerpen, der ansonsten in der „sehr guten“ Trainingswoche den Fokus auf das Abwehrverhalten und Umschaltmomente nach Ballgewinn legte. Und auf Defensivstandards. „Wir haben fünf unserer acht Gegentore aus ruhenden Bällen kassiert“, sagt er.

Das Torwart-Duell

Mit der Rückkehr von Ole Kittner, der hier als Organisator wichtig ist, kündigt sich Besserung an. Noch immer ist aber offen, wer im Tor steht. Die Rivalen Oliver Schnitzler und Max Schulze Niehues geben sich beide optimistisch, kampfbetont, vor allem aber respektvoll im Umgang. „Wir sind beide gute Keeper, die ausufernde Rivalität ist eine veraltete Ansicht. Wer auch immer von uns spielt, der Trainer wird damit nicht viel falsch machen. Ich bin da ganz entspannt“, sagt Schnitzler.

Dass sein Rivale ähnlich gelassen wirkt, spricht für ein gutes Miteinander. „Ich glaube, Handball ist ein gutes Vorbild. Dort kriegt jeder Keeper seine Zeiten“, sagt der 29-Jährige. „Natürlich kenne ich die Situation bereits und weiß damit umzugehen.“

SC Preußen Münsters Torhüter im Interview

Zwischen den Pfosten bieten die Preußen also eine Variable. Mit der Spielweise können sie den Gastgeber dagegen kaum überraschen. „Wer unsere Partien bisher gesehen hat, der kennt unser Modell“, sagt Antwerpen, der sich auch auswärts nie verstecken will. Dass die Aalener nicht gut aus den Startlöchern gekommen sind, möchte er gar nicht weiter kommentieren.

„Es ist doch so oder so klar, dass sie in den Heimspielen punkten wollen. Aber vielleicht ist es für uns zurzeit auch besser, in der Fremde anzutreten.“ Münster möchte schließlich dem Minitrend (zwei Niederlagen) entgegenwirken. Damit der gelungene Saisonstart des Sommers nicht schon im Herbst in Vergessenheit gerät.

►  Nicht mit im Bus saß am Freitag nur der gerade genesene Benjamin Schwarz. SCP: Schulze Niehues – Menig, Kittner, Scherder, Heidemann – Braun, Rodrigues Pires – Klingenburg – Hoffmann, Dadashov, Rühle

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