Fußball: 3. Liga
Deckung ist vor Heimspiel gegen Cottbus die ausgemachte Preußen-Baustelle

Münster -

Nach drei Niederlagen stehen die Preußen am Freitagabend gegen Energie Cottbus unter Zugzwang. Die Stimmung ist zumindest nicht gelöst. Vor allem die defensive Stabilität hat dafür zuletzt zu sehr gelitten. Änderungen deuten sich an. [Mit Video-Interview]

Donnerstag, 20.09.2018, 16:10 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 15:34 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 20.09.2018, 16:10 Uhr
Sandrino Braun (M.) ist Münsters einziger nomineller Sechser und soll im Laufe der englischen Woche eine Pause erhalten.
Sandrino Braun (M.) ist Münsters einziger nomineller Sechser und soll im Laufe der englischen Woche eine Pause erhalten. Foto: Jürgen Peperhowe

In den vergangenen zwei, drei Jahren, die zumindest teilweise beim SC Preußen der Abstiegskampf dominierte, bewies das Publikum an der Hammer Straße zumeist ein feines Gespür. Brauchte die Mannschaft Unterstützung, bekam sie die. Jetzt ist wieder so ein Punkt erreicht.

Die große Krise abwenden

Am Freitag (19 Uhr) geht es zu Hause gegen Energie Cottbus und nach drei Niederlagen schon zwangsläufig darum, die ganz große Krise abzuwenden. „Vielleicht werden die Zuschauer anfangs zurückhaltender sein. Aber ich glaube, wenn wir direkt gut in die Zweikämpfe kommen, sind sie automatisch auf unserer Seite“, sagt Kapitän Simon Scherder. Und auch Co-Trainer Kurtulus Öztürk findet: „Buhrufe hätten die Spieler auch nicht verdient.“

Trotzdem hallt das 1:4-Debakel in Aalen nach. Gerade Chefcoach Marco Antwerpen räumt ein, dass er nicht sofort zur Tagesordnung übergehen konnte: „Mit dem Defensivverhalten der letzten Woche gewinnen wir gar nichts mehr.“ Jede einzelne Sequenz vor den Gegentoren, jeden groben Patzer, jeden Folgefehler, jeden taktischen Mangel hat er analysiert, begutachtet, angesprochen. Dezidiert kann er schildern, was schieflief.

VfR Aalen vs. Preußen Münster

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  • VfR Aalen vs. Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
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Antwerpen verteidigt Rotation

Besserung verspricht der Umgang mit dem Fiasko natürlich nicht sofort. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass zumindest die Konzentration ansteigt. Dazu durften sich auch die Profis äußern. Sie teilten mit, dass sie sich mit drei zentralen Verteidigern hinten wohler fühlen. „Das hat man in den letzten Wochen gesehen“, so Scherder.

Antwerpen hält allerdings dagegen, dass Cottbus nur mit einem Angreifer spielt und verteidigt sein Credo, schwer ausrechenbar zu bleiben. „Für Preußen ist die einzige Chance, den Gegner zu überraschen, die Rotation.“ Kein Selbstzweck, darauf legt er Wert. Wobei in der anbrechenden englischen Woche auch die Kraft eine Rolle spielt und Umstellungen erwirkt. Schon gegen die Lausitzer kündigt der Coach an, anders zu agieren.

Preußen Münster: Co-Trainer Kurtulus Öztürk im Interview

Die personelle Lage

Die Option mit Tobias Warschewski (weiter krank) in der Spitze greift nicht. Alle anderen aber sind fit. So schmal der Kader bemessen sein mag, bislang blieben dem SCP lange Ausfallzeiten erspart. Dennoch ist Antwerpen der Hinweis wichtig, dass einige andere Clubs eben weitaus größeren finanziellen Spielraum haben.

Ursächlich für den jüngsten Abschwung waren jedoch andere Aspekte. Das vorhandene Personal ist ja auch nicht so dahergelaufen. „Zwölf Gegentore nach sieben Partien sind brutal viel“, sagt auch der Coach. „Wir stehen zudem oft zu tief, müssten eigentlich weiter nach vorne schieben.“ Gegen Energie soll alles besser werden. Ein gewisser Druck lässt sich aber nicht leugnen.


► Cyrill Akono, A-Junior mit Profivertrag, trainiert wieder bei Antwerpen und soll wie der genesene Philipp Müller auf der Bank sitzen. SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Braun, Klingenburg, Heidemann – Rühle, Dadashov, Cueto

Spielerkritik: VfR Aalen vs. Preußen Münster

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  • Borgmann (46./3,5): Gab in einem verlorenen Spiel eine vergleichsweise stabile Vorstellung.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Menig  (4,5): Teil des löchrigen Abwehrtorsos, holte sich blaue Flecken gegen den kantigen Matthias Morys. Musste einstecken, konnte aber am Samstag nicht austeilen -- nach 45 Minuten ist Schluss.

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  • Rodrigues Pires (5): Immerhin ein Assist für den Spielmacher. Vor dem Aalener 2:0 verliert er einen zugegeben grenzwertigen Zweikampf am Aalener Strafraum gegen Torschütze Nicolas Sessa, der sich dann auf die lange Reise macht. Raus nach Halbzeit eins.

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  • Cueto (3): Der kleine Mann drehte immerhin auf, kurvte, kurbelte und versuchte viel - auch, wenn letztlich vieles misslang.

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  • Kobylanski (49./5): Der Kunstschütze kam erst spät und dann nicht auf Touren. In den wenigen Situationen, die sich ihm boten, fehlte dann die Konzentration.

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  • Schulze Niehues (3): „Wenn man vier Tore reinlässt, kann man nicht gut gehalten haben“, sagt der Trainer über seinen Keeper. Immerhin hat er ihm aber zu verdanken, dass es nicht acht geworden sind.

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  • Heidemann (4,5): Hatte ebenfalls nicht viel zu lachen in der Defensive -- und sah das gegnerische Tor eigentlich nur aus der Ferne.

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  • Kittner (4): Fand nach dem Spiel klare Worte für den Auftritt, während der Partie fehlten ihm aber auch die Worte.

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  • Hoffmann (5): Ein sehenswerter Abschluss nach 80 Minuten. Reicht das für eine gute Note? Nein, lange nicht.

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  • Klingenburg (3,5): Brachte den Ball auch nicht ins Rollen, verdiente sich aber erneut Fleißpunkte. Für gute Beteiligung eine wohlwollende drei minus.

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  • Dadashov (4,5): Schießt kurz vor Schluss das erste Tor der Preußen in Aalen, das macht einen schwarzen Tag des Stürmers bestenfalls dunkelgrau.

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  • Braun (4): Läuferisch wieder stark, nur, dass der Dauerläufer eigentlich nur hinterherlief. Feierabend nach 49 Minuten.

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  • Scherder (5): Schwarzer Tag für den Kapitän. „Wenn man merkt, dass man selber einen schlechten Tag hat, fällt es schwer den Jungs etwas zu sagen.“ Stimmt.

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  • Tezel (46./4,5): Flankte zum Anschlusstreffer, hätte aber vorher auch wegen einer Notbremse Rot sehen dürfen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
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