Fußball: 3. Liga
Ein Tag mehr Pause soll ein kleines Plus für Preußen in Rostock werden

Münster -

Nach zuletzt drei Niederlagen tat dem SC Preußen der 3:0-Sieg gegen Energie Cottbus richtig gut. Teil zwei der englischen Woche führt die Münsteraner am Dienstagabend zu Hansa Rostock. Dort könnte der Coach eine relativ offensive Variante ausprobieren.

Montag, 24.09.2018, 17:48 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 16:20 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 24.09.2018, 17:48 Uhr
Niklas Heidemann (r.) ist der Dauerbrenner schlechthin beim SCP. Er verpasste als einziger Spieler keine Minute in der Liga, lief zudem zwei Mal im Pokal auf. Auch in der englischen Woche ist für ihn keine Pause in Sicht. Hinten links fehlen Alternativen.
Niklas Heidemann (r.) ist der Dauerbrenner schlechthin beim SCP. Er verpasste als einziger Spieler keine Minute in der Liga, lief zudem zwei Mal im Pokal auf. Auch in der englischen Woche ist für ihn keine Pause in Sicht. Hinten links fehlen Alternativen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die 3. Liga wird mal wieder ihrem Ruf als engste deutsche Spielklasse gerecht. Acht Runden sind bereits absolviert, den Ersten (KFC Uerdingen) trennen vom Letzten (SV Meppen) aber gerade mal zehn Zähler. Mittendrin Preußen Münster mit vier Siegen wie Niederlagen und nur drei Punkten hinter dem Relegationsrang drei, aber auch nur vier vor der Abstiegszone. Alles ein Leistungsniveau also, diese Einschätzung ist nicht neu. Vor dem Gastspiel in der englischen Woche bei Hansa Rostock am Dienstag (19 Uhr) stellt sich die Favoritenfrage gar nicht erst. Es gibt eben keinen.

Keine Mannschaft ist Favorit

„Niemand kann sich Nachlässigkeiten erlauben, schon gar nicht, wenn neun Punkte in sieben Tagen zu verteilen sind“, sagt SCP-Trainer Marco Antwerpen. Die drei Zähler am Freitag gegen Cottbus haben über das Wochenende eher noch an Wert gewonnen. Und das Selbstvertrauen gestärkt. „Wir können immer etwas holen, dafür müssen wir aber vor allem defensiv wieder abliefern“, so der Coach, der sich zuletzt über sieben Gegentore in zwei Auswärtsspielen ärgerte. Die Abläufe in der Abwehr waren und sind in diesen Tagen daher auch die großen Themen im Training. Am Montagmorgen stand noch eine Einheit an, ehe es mittags Richtung Nordosten ging. Dienstag in aller Frühe üben die Münsteraner noch mal die Spieleröffnung. Und zwischendrin gibt es immer wieder Videoanalysen.

Niemand kann sich Nachlässigkeiten erlauben.

SCP-Trainer Marco Antwerpen

Nichts soll dem Zufall überlassen sein. Schon gar nicht die Systemfrage. Denkbar, dass Antwerpen eine mutige Variante wählt. Die sähe statt des gesperrten Kapitäns Simon Scherder nicht automatisch Sandrino Braun als Nachrücker für die Sechs vor, sondern in einem 3-4-3 das Duo René Klingenburg (rechtzeitig fit) und Martin Kobylanski. So wäre vorne Platz für einen weiteren Flügelspieler, der Lucas Cueto heißen könnte. Klar, diese offensive Ausrichtung hätte Risiken. Doch allzu viel ändern will Antwerpen sonst nicht. „Die Spielleistungen sind für mich entscheidend. Jeder soll sich an das halten, was wir vorgeben.“ Beim 3:0 gegen Energie taten das über weite Strecken alle.

SC Preußen Münster vs. Energie Cottbus

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  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster besiegt Energie Cottbus in einem 3:0. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Rostocker stufte der SCP-Coach bereits im Sommer als Mitfavoriten ein, das ist belegt. Trotz Platz zehn findet er „nicht, dass sie sich schwer tun“ und verweist auf fehlende Schlüsselspieler. „Aber auch sie mussten schon feststellen, dass es in dieser Liga keine leichten Siege gibt.“

Einzelkritik: Preußen Münster vs. Energie Cottbus

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  • Torwart Max Schulze Niehues, Note 2,5, hatte wenig zu tun, musste zwei, drei Mal klären. Die Ruhe in Person.

    Foto: Peperhowe
  • Rechtsverteidiger Fabian Menig, Note 3, wie immer sehr engagiert, auf ihn ist Verlass. 

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  • Innenverteidiger Lion Schweers, Note 2,5, unterstrich seine spielerische Qualität als Innenverteidiger. In dieser Form geht kein Weg an ihm vorbei.

    Foto: Peperhowe
  • Innenverteidiger Ole Kittner, Note 2,5, war die ordnende Hand im Defensivblock des SCP. Nichts, aber gar nichts brannte an.

    Foto: Peperhowe
  • Innenverteidiger Jannik Borgmann, Note 2, unterstrich seine dazu gewonnene Stärke. Eine solide Leistung wurde durch den Treffer zum 3:0 eine richtig gute.

    Foto: Peperhowe
  • Linksverteidiger Niklas Heidemann, Note 2,5, war nach zuletzt schwächeren Partien gerade in der ersten Halbzeit sehr auffällig unterwegs. Formkurve? Zeigt wieder nach oben.

    Foto: Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Rene Klingenburg, Note 3, nicht so auffällig wie sonst, aber in der Zentrale mit Kittner der dominierende Akteur. Ließ sich nichts gefallen und steuerte mit ruhiger Hand die Partie für die Preußen. 

    Foto: Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Simon Scherder, Note 2,5, räumte hinten alles weg. Die gelb-rote Karte war unnötig wie ein Kropf, er fehlt am Dienstag in Rostock.

    Foto: Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Tobias Rühle, Note 3, ärgerte den Gegner vor allem vor der Pause. Quirlig, unangenehm, aber leider auch ohne Punch im Abschluss.

    Foto: Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Martin Kobylanski, Note 1, ist in dieser Verfassung einer der wertvollsten Spieler in der 3. Liga. Zwei Tore, eines vorbereitet, auch nach der unfassbar starken ersten Halbzeit weiter präsent und überzeugend. So kommt Trainer Marco Antwerpen an ihm nicht vorbei.

    Foto: Peperhowe
  • Angreifer Rufat Dadashov, Note 2,5, zeigte sich stark verbessert, gewann viele Zweikämpfe. Ein guter Auftritt.

    Foto: Peperhowe
  • Einwechselspieler Lucas Cueto, Note 3,  erhöhte noch einmal das Tempo im Preußen-Spiel. Da der SCP aber zu wenig Kontersituation kreierte, konnte er sich nicht mehr so in Szene setzen.  

    Foto: Peperhowe
  • Einwechselspieler Sandrino Braun, keine Note, kam für Rene Klingenburg bei einer 3:0-Führung und half mit das Ergebnis ins Ziel zu bringen.

    Foto: Peperhowe
  • Einwechselspieler Philipp Müller, keine Note, sammelte erste Wettkampfminuten nach seinem Wechsel von Wehen Wiesbaden zum SCP. Kurz vor Schluss hatte er das 4:0 auf dem Fuß, deutete sein Tempo und seinen Spielwitz an. 

    Foto: Peperhowe

Ein kleines Preußen-Plus dürfte die um einen Tag längere Pause sein. „Reisestress haben beide“, sagt Antwerpen, der wieder Philipp Hoffmann ins Aufgebot nahm. „Er muss sich da jetzt rauskämpfen und zeigen“, so der 46-Jährige über den lange unverzichtbaren Offensivmann, der zuletzt aufgrund fehlender Torgefahr etwas an Wertschätzung verlor. Im Kader fehlen Tobias Warschewski (weiter krank), Benjamin Schwarz (Sprunggelenksprobleme), Moritz Heinrich und Ugur Tezel. SCP: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Borgmann – Menig, Klingenburg, Kobylanski, Heidemann – Rühle, Dadashov, Cueto

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