Fußball: 3. Liga
Preußen-Stürmer Dadashov feiert gelungenes Comeback für Aserbaidschan

Münster -

Für Preußen-Stürmer Rufat Dadashov verlief das Comeback in der Nationalmannschaft Aserbaidschans nach Wunsch. Nur ein Tor fehlte ihm in 180 Minuten Einsatzzeit in der Nations League. „Das 1:1 gegen Malta war allerdings zu wenig“, sagte er.

Dienstag, 16.10.2018, 15:40 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 15.10.2018, 15:02 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 16.10.2018, 15:40 Uhr
Preußen-Trainer Marco Antwerpen freut sich, dass sein Top-Stürmer Rufat Dadashov (l.) wieder zurück ist.
Preußen-Trainer Marco Antwerpen freut sich, dass sein Top-Stürmer Rufat Dadashov (l.) wieder zurück ist. Foto: Jürgen Peperhowe

Etwas stressig wurde der Montag dann doch noch mal für Rufat Dadashov. Seine erste Länderspielreise seit vier Jahren hatte für den nun 18-maligen Nationalspieler Aserbaidschans weitgehend den erwünschten Verlauf genommen. Nach dem 1:1 zu Hause gegen Malta am Sonntag und einer kurzen Nacht ging es in aller Frühe aus der Hauptstadt Baku auf einem fünfeinhalbstündigen Flug nach Frankfurt und von dort noch mal auf der Kurzstrecke nach Münster. Beine hochlegen war für den Preußen-Stürmer aber noch immer nicht angesagt – ein Zahnarzttermin am Nachmittag musste auch noch sein. Und schon am Dienstagmorgen steht die nächste Trainingseinheit beim Drittligisten auf dem Plan.

Das Wichtigste: Der 27-Jährige holte sich keine Blessur, dafür aber durchaus noch mehr Selbstvertrauen. Zwei Mal setzte ihn Trainer Gurban Gurbanov über 90 Minuten ein. „Ich habe auch gutes Feedback erhalten“, so Dadashov. Dennoch ärgerte ihn nach dem 3:0 gegen die Färöer-Inseln am Donnerstag das Remis im zweiten Spiel. „Das hätten wir gewinnen müssen. Aber ich habe selbst zwei, drei gute Chancen liegenlassen, die ich sonst verwerte“, sagte der Angreifer, der unter anderem Pech mit einem Pfostenschuss hatte oder als ein maltesischer Abwehrspieler auf der Linie klärte. „Ein Tor mehr, und wir wären Erster in der Gruppe gewesen.“ In der Liga D3 ist dennoch zwei Spieltage vor Abschluss der Nations League noch der Aufstieg drin. Siege im November zu Hause gegen die Färöer-Inseln und dann beim großen Finale im Kosovo vorausgesetzt. „Ich hoffe, ich werde eingeladen, gehe jetzt schon davon aus, dass ich beim nächsten Mal wieder dabei bin“, sagt Dada­shov. „Für ein Land wie Aserbaidschan wäre es schon eine große Sache gewesen, mal auf dem ersten Platz in einem Pflichtwettbewerb zu stehen. Aber noch ist ja alles drin.“ Immerhin ist die ehemalige Sowjetrepublik im neuen Uefa-Konstrukt nach vier Begegnungen weiterhin ungeschlagen (drei Mal Remis).

Für Münsters Torjäger war die Rückkehr ins Team keine große Sache. „Viele sind noch dabei, da kannte ich schon einige. Aber klar, es gab auch ein paar neue Gesichter. Alles in allem nichts Dramatisches, sich wieder reinzufinden.“ Gurbanovs Vorgänger, der frühere kroatische Top-Spieler Robert Prosinecki, hatte jahrelang auf Dadashov verzichtet, unter anderem mit der Begründung, dass der nur in der vierten Liga unterwegs ist. „Eigentlich war das Quatsch, aber jetzt spüre ich wieder Vertrauen“, sagt der Profi, der seinen Infekt, der ihn vor eineinhalb Wochen noch plagte, auch längst wieder auskuriert hat.

In Münster wurde der sechsfache Liga-Torschütze bereits vermisst. Ob mit ihm das Westfalenpokal-Aus in Rödinghausen abzuwenden gewesen wäre, ist spekulativ. Sein Coach Marco Antwerpen sagte aber: „Rufat hätte hier vielleicht einen gemacht.“ Am Sonntag (14 Uhr) gegen die Würzburger Kickers dürfte der Stürmer Nummer eins jedenfalls wieder gesetzt sein.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6124608?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F216%2F
Reaktion auf Vandalismus und Diebstähle: Videokameras am Schulzentrum
Die Schäden durch Einbrecher sind im Hiltruper Schulzentrum groß. Immer wieder gibt es Diebstahl und Vandalismus zu beklagen. Eine Videoüberwachung soll Abhilfe schaffen. Die Polizei wurde im Jahr 2017 hundertmal zum Schulzentrum gerufen.
Nachrichten-Ticker