Fußball: 3. Liga
Tobias Warschewski beim SC Preußen Münster auf Berg- und Talfahrt

Münster -

Es ist ruhig geworden um Tobias Warschewski. Zuletzt legte ihn ein rätselhafter Infekt lahm. Jetzt hat der Stürmer wieder mit leichtem Training begonnen.

Mittwoch, 17.10.2018, 14:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.2018, 15:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 17.10.2018, 14:00 Uhr
Einer, der sich reinhaut: Tobias Warschewski, hier im Zweikampf mit dem Rostocker Julian Riedel.
Einer, der sich reinhaut: Tobias Warschewski, hier im Zweikampf mit dem Rostocker Julian Riedel. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Glückspilz, der Tobias Warschewski zu Beginn seiner Profi-Laufbahn war, ist er schon länger nicht mehr. Mehr als eineinhalb Jahre sind seit seinem letzten Drittliga-Treffer vergangenen. Das Preußen-Talent hat wirklich schwere Zeiten hinter sich. Einer Verletzung im August 2017 folgte ein schwaches Halbjahr, nach dem ihn der neue Trainer Marco Antwerpen beinahe aussortiert hätte. In diesem Sommer ging es kurzzeitig bergauf, doch zuletzt warf den 20-Jährigen ein ungewöhnlich schwerer Infekt weit zurück. „Das war eine belastende Phase“, sagt er selbst. „Ich hatte wirklich viel Pech.“

Fast vier Wochen legte ihn die Erkrankung komplett lahm. Es begann mit einer Bronchitis. Gegen die verschriebenen Antibiotika war der Angreifer aber offenbar resistent. Er nahm sie dennoch natürlich bis zum Ende, wagte auch eine lockere Laufeinheit mit der Mannschaft, doch prompt folgte der Rückschlag. Teamarzt Dr. Tim Hartwig verschrieb ihm ein anderes Medikament, und so langsam wurde es besser. Der Weg zurück wird dennoch ein langer. Am Donnerstag begann Warschewski wieder leicht mit dem Training. „Bis ich die Fußballschuhe wieder an­ziehen kann, wird es aber dauern. Konditionell fehlt noch etwas, auch wenn ich schnell wieder das alte Level erreichen will“, sagt er. Ein paar Passübungen sind in diesen Tagen schon mal drin, frühestens nächste Woche soll er wieder mit der Mannschaft arbeiten. Ein Liga-Comeback ist erst im November realistisch. „Der Rückstand ist schon extrem.“ Antwerpen habe nicht ganz Unrecht, wenn er sage, dass der Spieler eine „komplette neue Vorbereitung“ benötige.

Als A-Junior war das Sturmtalent in der Saison 2016/17 ein echter Emporkömmling. 32 Mal stand er im Kader, 27 Einsätze (20 als Joker) standen für ihn zu Buche. Dazu vier Treffer und eine Vorlage. Als Belohnung wurde Warschewski auch in die deutsche U 19 berufen (vier Spiele, zwei Tore). Großclubs klopften an, der Youngster aber blieb beim SCP. Mit der Saison 2017/18 begann die Misere. Der in Rostock erlittene Mittelfußbruch kostete mehrere Monate, danach kamen bei Antwerpen große Zweifel an der professionellen Einstellung auf. Als Konsequenz sollte Warschewski verliehen werden, doch ein Abnehmer fand sich nicht. Also blieb er, änderte viele Gewohnheiten, überzeugte danach nicht nur in den Testspielen und stand zu Beginn der Serie, wenn auch ohne eigenes Tor, in drei von vier Partien in der Startelf. Das 0:1 gegen Uerdingen Anfang September war dann aber sein letzter Einsatz. Konkurrent Rufat Dadashov knipste und knipste, der andere Zentralstürmer hockte angeschlagen auf der Tribüne.

„Ich hoffe, dass es jetzt endlich wieder nach vorne geht“, sagt der gebürtige Dortmunder. „Ich habe in den letzten Wochen den Kopf frei gekriegt und muss jetzt einfach mal wieder unbekümmert drauf los spielen. So wie früher.“ Zunächst wird die Kraft nicht für 90 Minuten reichen. Aber als Einwechselspieler hat Warschewski vor zwei Jahren ja schon mehrfach Qualitäten bewiesen. „Stimmt, wenn ich von der Bank kam, hatte ich meine besten Momente“, sagt er.

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