Fußball: A-Junioren-Bundesliga
Preußen gegen RW Essen „wie ein Abstiegskandidat“

Münster -

Das erste Heimspiel verloren, im Tabellenkeller endgültig angekommen: Die U-19-Bundesliga-Junioren des SC Preußen Münster haben bei der 0:2-Niederlage gegen RW Essen vieles falsch gemacht – und: Grundsätzliches vermissen lassen.

Sonntag, 21.10.2018, 19:44 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 21.10.2018, 13:48 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 21.10.2018, 19:44 Uhr
Lange Zeit agil als zweiter Preußenstürmer agierte Finn Wortmann (r.), der hier schneller orientiert ist als Bünyamin Serbetcioglu.
Lange Zeit agil als zweiter Preußenstürmer agierte Finn Wortmann (r.), der hier schneller orientiert ist als Bünyamin Serbetcioglu. Foto: Thomas Austermann

Erstmals auf dem Coerder Waldstadionrasen angetreten und prompt das erste Heimspiel verloren – die U-19-Junioren des SC Preußen setzten das eminent wichtige Bundesliga-Kellerduell gegen RW Essen komplett in den Sand und haderten nach einem niveauarmen Spiel mit einer Tiefpunkt-Situation. Das 0:2 (0:0) offenbarte Mängel auf breiter Linie – und nicht nur die bekannten in der vordersten Reihe.

„In einer solchen Form sind wir ganz klar ein Abstiegskandidat“, redete Trainer Cihan Tasdelen nicht drum herum. „Kämpferisch war das alles okay, aber in den Aktionen mit Ball fehlt uns doch einiges.“ Und entscheidende Patzer führten zu Gegentreffern auf eine Art und Weise, die befürchtet worden war.

Cyrill Akono, wegen der Kadernominierung in der Ersten tags drauf als daumendrückender Zuschauer am Platz, fehlte spürbar als Hauptangreifer (fünf von neun Toren gehen auf sein Konto), aber aus ganz wenigen Szenen vor der Pause hätten seine Mitstreiter Kapital schlagen können. Nach Standards köpften Lukas Frenkert (25.) und Jonas Schneck (33.) glücklos. Es gab in einem Duell der rein aufs Arbeiten gepolten Konkurrenten diverse ruhende Bälle zu schlagen, denn es ging zur Sache. Essen spielte kaum einmal gepflegt von hinten heraus, zog die bemühten, aber hektischen Gastgeber runter ins Zweikampfgeschehen. Münsters Wille, mitzubieten, war ausgeprägt. Aber die Passquote nach Balleroberung dürfte bedenklich ausgefallen sein.

Das Vorhaben der Revier-Elf, Standards des Gegners abzufangen und dann zackig zu kontern, „war ausführlich besprochen worden“, sagte Tasdelen und fand es „geradezu dumm“, dass seine Elf genau zwei solcher Aktionen mit folgenschwerem Ende zuließ. Beim 0:1 durch Clinton Asare (75.) ließ sich auch die Restverteidigung noch rauslocken. Letzte Umstellungen und personelle Maßnahmen zur Belebung der Offensive fruchteten nicht. Essens Joker Hazar Türkü erhöhte in der Nachspielzeit nach einem weiteren Konter.

SCP: Prinz – Heering, Schrick (82. Martin), Nabrotzki, Pohl, Stummer (75. Demir) – Frenkert, Remberg, Osmani (56. El Gourari) – Wortmann, Schneck (70. Flechsig)

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