Fußball: 3. Liga
Preußen Münster und Eintracht Braunschweig bitten zum Montagsfinale

Münster -

Der 16. Spieltag ist weitestgehend gelaufen – und bis jetzt komplett gegen den SC Preußen Münster, der von Platz zwei auf sechs abgerutscht ist. Doch die Preußen dürfen nachlegen: Am Montagabend steigt das Spiel gegen Eintracht Braunschweig.

Sonntag, 25.11.2018, 15:46 Uhr aktualisiert: 25.11.2018, 20:14 Uhr
So sehen die Fans ihre Preußen am liebsten: Die Top-Torschützen Rufat Dadashov und Martin Kobylanski beim Jubel-Ballett wie hier im Spiel gegen Würzburg.
So sehen die Fans ihre Preußen am liebsten: Die Top-Torschützen Rufat Dadashov und Martin Kobylanski beim Jubel-Ballett wie hier im Spiel gegen Würzburg. Foto: Jürgen Peperhowe

Punkte gab es für den SC Preußen Münster an diesem Wochenende nicht, die werden erst am Montagabend beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig verteilt. Fußball bestimmte bei allen Festangestellten des Drittligisten dennoch die Tagesabläufe: Die Spieler standen Samstag und Sonntag je einmal auf dem Trainingsplatz und rücken auch Montagvormittag noch einmal aus, bevor es am Abend (19 Uhr) ernst wird.

Für Trainer Marco Antwerpen standen zudem Zusatzeinheiten am Freitagabend in Lotte und Samstag- sowie Sonntagnachmittag am heimischen Bildschirm an. Der Chefcoach war am Freitagabend Live-Gast beim 1:0-Erfolg der Sportfreunde gegen Hansa Rostock, sah am Samstag am Fernseher den nächsten Gegner Halle mit 2:0 gegen die SG Sonnenhof Großaspach siegen und ließ sich am Sonntag das Duell des Karlsruher SC gegen 1860 München (3:2) nicht entgehen.

„Das ist mein Job, aber ich liebe Fußball – da sehe ich das nicht als Belastung“, so Antwerpen, der also bestens im Stoff ist, wenn im Preußenstadion am Montag dieser 16. Spieltag in Liga drei beschlossen wird. Dass Uerdingen, Unterhaching, Karlsruhe und Halle die Gelegenheit genutzt und den SCP zwischenzeitlich von Platz zwei auf den sechsten Rang verdrängt haben, lässt Antwerpen kalt. „Wir wollen drei Punkte holen“, lautet die Vorgabe – und damit die Rückkehr auf Rang zwei.

Der Rückschlag in Großaspach (1:3) sei gründlich analysiert und mit dem Team besprochen worden, das sich zudem vor allem die komplett missratene erste Halbzeit dieses Spiels noch einmal in voller Länge anschauen musste. „Das ist verarbeitet“, so Antwerpen, der jetzt wieder nach vorne schaut und gegen das angeschlagene, aber dennoch spielerisch starke Schlusslicht aus Braunschweig wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Bis auf die Langzeitverletzten Danilo Wiebe und Nachwuchs-Stürmer Cyrill Akono war das Training bestens besucht, am Samstag stieß auch Rufat Dadashov nach seiner Miles-and-More-Sammlung mit der aserbaidschanischen Nationalmannschaft wieder zum Team. „Er hat trainiert“, so die gewohnt zurückhaltende Ansage des Trainers. Ob der siebenfache Saisontorschütze gegen Braunschweig von Beginn an auf dem Platz steht, verrät Antwerpen nicht.

Gegnercheck: Eintracht Braunschweig

Eintracht Braunschweig kommt als Schlusslicht, die Preußen gingen als Tabellenzweiter in den Spieltag – das spricht für die Platzherren, die dem verunsicherten Zweitliga-Absteiger keinesfalls aus der Krise helfen wollen. Der Münsteraner im Team verpasst seinen Heimauftritt in heimischen Gefilden: David Sauerland ist nach seinem Platzverweis im Spiel gegen Uerdingen für eine Partie – ausgerechnet die in Münster – gesperrt. Dafür stürmt Philipp Hofmann in Münster – für Braunschweig. Der Namensvetter des Preußen-Spielers ist in Braunschweig gesetzt und mit fünf Treffern und sechs Assists bester Scorer. Braunschweig galt lange Zeit als eines dieser seltenen Trainerparadiese, in denen Übungsleiter ungehindert und langfristig erfolgreich ihrem Job nachgehen konnten. Namentlich Torsten Lieberknecht stand immerhin zehn Jahre lang als Verantwortlicher an der Linie, trainierte die Löwen einst in der Regionalliga – als Nachfolger von Benno Möhlmann – und später in allen drei Profiligen, bis er vor dem Start der aktuellen Saison Platz machte für Henrik Pedersen, der nach elf weitestgehend erfolglosen elf Spieltagen von André Schubert – einst Mönchengladbach –, der aber auch seit vier Spieltagen auf ein Erfolgserlebnis wartet. Das Duell dieser beiden Traditionsteams ist so alt wie die Bundesliga: Am zweiten Spieltag der Premierensaison 1963 mussten die Preußen in Braunschweig antreten und kassierten eine 0:1-Niederlage. Auch der zweite Vergleich ging an die Löwen, die das Rückspiel in einem damals noch zeitgemäßen Preußenstadion mit 2:0 gewannen. 55 Jahre später trifft man sich also in Liga drei

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Überhaupt bleibt der Trainer trotz der exponierten Tabellensituation erstaunlich gelassen – von Druck keine Spur. „Warum sollten wir Druck verspüren. Wenn dieser Platz vor der Saison als Ziel der Mannschaft ausgegeben worden wäre, dann hätten wir vielleicht Druck, aber das hat niemand von uns erwartet.“

Preußen Münster: Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Borgmann – Menig, Klingenburg, Rodrigues Pires, Kobylanski, Heinrich – Rühle, Dadashov.

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