Fußball: 3. Liga
Statistiken belegen den Höhenflug der Preußen

Münster -

Zu Hause bärenstark und bombensicher, selten so gut in einem Kalenderjahr oder in einer Hinrunde der 3. Liga. Es gibt eine ganze Reihe Statistiken, die belegen, wie gut der Lauf der Preußen in dieser Saison ist. Im eigenen Stadion, aber auch insgesamt.

Donnerstag, 29.11.2018, 16:48 Uhr aktualisiert: 29.11.2018, 19:41 Uhr
Zu Hause, mit den Fans und deren Bannern im Rücken, stürmen die Preußen in dieser Saison tatsächlich wie im Vereinslied besungen „auf den Gegner los“. So wie es hier (v.l.) Philipp Müller, Moritz Heinrich und Tobias Rühle tun.
Zu Hause, mit den Fans und deren Bannern im Rücken, stürmen die Preußen in dieser Saison tatsächlich wie im Vereinslied besungen „auf den Gegner los“. So wie es hier (v.l.) Philipp Müller, Moritz Heinrich und Tobias Rühle tun. Foto: Jürgen Peperhowe

Genau eine Woche ist es her, dass sich die Stadt Münster und der SC Preußen auf die Sanierung des alten Stadions für 40 Millionen Euro in den kommenden Jahren einigten. Gleichzeitig platzten die Neubau-Träume der Verantwortlichen und vieler Fans. Just in diesen Monaten aber scheint sich die Hammer Straße zu einem Erfolgsgaranten zu entwickeln. Zahlen zeigen jedenfalls: Die Mannschaft fühlt sich aktuell richtig wohl am Berg Fidel.

So stellt der SCP das zweitbeste Heimteam der 3. Liga, holte 16 von 24 möglichen Punkten und liegt damit in dieser Wertung nur hinter Spitzenreiter VfL Osnabrück (19 Zähler). Zudem hat keine Mannschaft zu Hause weniger Gegentore kassiert. Erst dreimal klingelte es in dieser Saison im Kasten der Gast­geber. Bemerkenswert ist vor allem die jüngste Entwicklung. Von den ersten drei Partien daheim gingen noch zwei (gegen Jena und Uerdingen) verloren. Aus den jüngsten fünf Spielen holten die Preußen aber 13 Punkte und mussten keinen ein­zigen Treffer hinnehmen. Keeper Max Schulze Niehues, der erst seit Anfang September Stammkeeper ist, wurde in Münster nur ein einziges Mal überwunden. Das war beim 0:1 gegen Uerdingen, als Tanju Öztürk für die Krefelder mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich war. Seitdem hielt der Torhüter seine Bude in insgesamt schon 463 Minuten sauber. Zudem besitzt kein Drittligist eine bessere Tordifferenz auf eigenem Platz.

„Stadion hat alle Hochs und Tiefs erlebt“

Dem derzeitigen Trend will Sportdirektor Malte Metzelder natürlich nicht zu viel Bedeutung schenken. Ein nachweislicher Zusammenhang mit der jahrelangen Debatte um die Spielstätte verbietet sich eh. „Dieses Stadion hat schon alle Hochs und Tiefs erlebt“, sagt der 36-Jährige. Aber: „Im Moment läuft sicher wieder eine positive Phase. Das 3:0 gegen Braunschweig war ein sehr guter Auftritt.“ Es folgen bis Weihnachten noch drei weitere Heimpartien. Alle samstags um 14 Uhr, beginnend mit dem Verfolgerduell gegen den Halleschen FC an diesem Wochenende. „Ich hoffe, dass die Zuschauer­resonanz entsprechend größer wird“, sagt Metzelder. „Diese Spiele nehmen wir gern mit.“ Der FSV Zwickau sowie Fortuna Köln zum Rückrundenauftakt sind weitere Gäste am 15. und 22. Dezember.

Neben der Heimstärke fällt auch ein zweiter statistischer Wert auf. In der Jahrestabelle 2018 weist lediglich der Karlsruher SC mehr Zähler (68) auf als die Preußen (63) – die Aufsteiger 1. FC Magdeburg und SC Paderborn fallen hier natürlich raus. Doch hält der SCP den Schnitt (1,8), der ja exakt die Amtszeit von Trainer Marco Antwerpen wiedergibt, könnte der Aufstieg im Mai 2019 Realität werden. Seit der Zugehörigkeit zu dieser Profiklasse sammelte Münster nur 2012 (66) und 2014 (65) noch mehr Punkte – allerdings in je 39 Spielen, jetzt sind es erst 35 per anno.

Und noch ein Fakt am Rande: In acht Jahren 3. Liga holten die Preußen in 16 Partien nur einmal mehr als 29 Zähler – 32 in der Fast-Aufstiegssaison 2012/13. 36 waren es dann zum Ende der Hinrunde. Auch dieser Wert ist sogar noch zu erreichen. Es läuft beim SCP. Zahlen ­lügen eben nicht.

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