Fußball: 3. Liga
Halbzeitbilanz für Preußen Münsters neues Dutzend

Münster -

Ein Dutzend Neuverpflichtungen galt es zu Saisonbeginn ins Team einzubauen. Nach der Hinserie darf beim Drittligisten SC Preußen Münster festgehalten werden: Trainer Marco Antwerpen hat als Integrationsbeauftragter in den meisten Fällen einen guten Job gemacht.

Dienstag, 18.12.2018, 16:24 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 21:24 Uhr
Volltreffer: Neuzugang René Klingenburg hat in Münster sofort voll eingeschlagen.
Volltreffer: Neuzugang René Klingenburg hat in Münster sofort voll eingeschlagen. Foto: Jürgen Peperhowe

Immerhin zwölf neue Spieler tauchten im Sommer im Preußen-Aufgebot auf. Sie nach der Hinrunde zu bewerten, fällt nicht in allen Fällen leicht. Die, die regelmäßig zum Einsatz kamen, erwiesen sich aber allesamt als Verstärkungen. Da dürfen sich Sportchef Malte Metzelder und Trainer Marco Antwerpen gemeinsam ein paar Erfolge ans Revers heften.

► Die letzte Verpflichtung war zweifellos die beste. René Klingenburg meint es ernst und will es noch mal wissen als Profi. Zuletzt war der 24-Jährige nur in der Oberliga am Ball, zwei Klassen höher wurde er im Mittelfeld sofort zum Boss. Körpersprache, Zweikampfverhalten, Torinstinkt, Spielintelligenz, Kopfballstärke – all das zeichnet ihn aus. Nur 20 Minuten verpasste er, 18 von 19 Partien spielte er durch. Zuletzt baute der „Aggressivleader“ allerdings etwas ab.

► Rufat Dadashov benötigte ein bisschen Anlaufzeit, dann aber war er voll da, erzielte sieben Treffer, führte zwischenzeitlich die Torjägerliste an. Seine Länderspielreisen für Aserbaidschan und eine Verletzung brachten ihn ab Oktober etwas aus dem Takt. Dennoch ein echter Gewinn.

► Manchmal droht Kevin Rodrigues Pires etwas unter dem Radar zu laufen zwischen Klingenburg und Martin Kobylanski. Doch mit seiner Ballsicherheit und seiner Passqualität ist er im SCP-Spiel fast unverzichtbar. Bei den Standards kann der Regisseur, der aus Lotte kam, noch zulegen, das gilt auch für die eigene Torgefahr.

► Einen Stammplatz in der Defensivreihe erspielte sich schnell Eigengewächs Jannik Borgmann, der nach Kurzeinsätzen in der Vorsaison in der laufenden Spielzeit 18 von 19 Partien für den SCP bestritt und bis vor kurzem zum unverzichtbaren Stammpersonal zählte.

► Linksverteidiger Niklas Heidemann kam vom Wuppertaler SV und akklimatisierte sich in Rekordzeit: Hinten links oder im Mittelfeld war der zuverlässige Allrounder im ersten Saisondrittel immer am Ball, ehe er ein wenig aus dem Fokus von Trainer Antwerpen geriet. Seit dem Pokal-Aus in Rödinghausen im Oktober ist der 23-Jährige nur noch Ergänzungsspieler. 

► Genau andersherum verlief die Saison für den gleichaltrigen Philipp Müller: Der Neuzugang aus Wiesbaden brauchte zwei Monate, um fit zu werden und sich ins Team zu spielen. Sein Debüt feierte er Ende September gegen Cottbus, inzwischen stand er bei zehn Partien auf dem Platz.

Oliver Schnitzler kam vom Halleschen FC und startete in Münster durch, überholte auf der Zielgeraden der Vorbereitung um  Millimeter Münsters Urgestein zwischen den Pfosten, Max Schulze Niehues. Doch am fünften Spieltag kassierte Münsters neue Nummer eins beim VfL Osnabrück (0:3) einen technischen K.o. und musste zur Pause mit einer Gehirnerschütterung vom Platz. Seither ist er nur noch Nummer zwei auf der wohl am stärksten besetzten Planstelle der Preußen. Marian Prinz von Bayer Leverkusen ist der dritte Mann zwischen den Pfosten, hütet zuverlässig den Kasten in der A-Junioren-Bundesliga und hat den Sprung in die U-20-Nationalelf geschafft.

► Davon ist Ugur Tezel noch weit entfernt: Der Mann von Hertha BSC war in einer sehr gut funktionierenden Abwehrkette bislang nur als moralische Rückendeckung auf der Bank gefordert. 44 Minuten spielte er in Aalen – die Chancen auf einen zweiten Einsatz am Wochenende stehen allerdings nicht schlecht.

Dominik Lanius von Viktoria Köln hatte in der Innenverteidigung zu viele Platzhirsche vor sich und bekam Einsatzzeiten nur in homöopathischen Dosen. Das könnte sich jetzt ändern.

Julian Conze und Adrian Knüver erhielten zwar Kontrakte fürs Profi-Team, ihnen signalisierte Antwerpen aber schnell, dass der sofortige Sprung zu groß ist. Beide kommen ausschließlich in der U 23 zum Einsatz und trainieren dort auch meist.

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