Fußball: 3. Liga
Preußen-Präsident Strässer im Interview: „Sportlich sind wir im Soll“

Münster -

Der Advent war von den Ergebnissen für den SC Preußen Münster in der 3. Liga eine einzige Enttäuschung. Im Interview spricht Club-Chef Christoph Strässer über die aktuelle Lage. Er fordert auch den Schulterschluss von Sportchef Malte Metzelder und Cheftrainer Marco Antwerpen.

Montag, 24.12.2018, 09:38 Uhr aktualisiert: 24.12.2018, 11:12 Uhr
Preußen-Präsident: Christoph Strässer
Preußen-Präsident: Christoph Strässer Foto: Jürgen Peperhowe

Der Heiligabend hat beim SC Preußen Münster einen besonderen Ruf. Wissen Sie wieso?

Christoph Strässer: Nein?

Heiligabend 2015, knapp vor dem Weihnachtsessen und der Christmette, gab der Verein die Verpflichtung von Trainer Horst Steffen bekannt, er wurde Nachfolger von Ralf Loose?

Strässer: (lacht) Eine jetzt vergleichbare Entwicklung kann ich für uns ausschließen.

Wie geht es mit dem Trainer Marco Antwerpen weiter, bleibt er über den Sommer 2019 hinaus?

Strässer: Sportlich sind wir im Soll, trotz der schwachen Phase im Dezember. Ob er Trainer bleibt? Das wird die weitere Entwicklung zeigen. Bei dieser Entscheidung vertraue ich der sportlichen Leitung um Malte Metzelder.

SC Preußen Münster – Fortuna Köln

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  • Kölns Keeper Nikolai Rehnen rettet vor Rufat Dadashov.

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  • Das bittere Ende: 0:2.

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  • Rufat Dadashov im Zweikampf mit Bernard Kyere.

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  • René Klingenburg beim Kopfballduell.

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  • Kevin Rodrigues Pires köpft, Fabian Menig hat Benjamin Pintol im Griff.

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  • Da hofft er noch auf Besserung: Marco Antwerpen.

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  • Benjamin gegen Benjamin: Schwarz im Duell mit Pintol.

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  • Zweikampf zwischen Lion Schweers und Moritz Fritz.

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  • Dominik Lanius und Hamid Dahmani im Kampf um den Ball.

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  • Not amused: Malte Metzelder.

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  • Dominik Lanius und Benjamin Pintol.

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  • Dominik Lanius gewinnt ein Kopfballduell.

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  • SCP-Trainer Marco Antwerpen.

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  • Philipp Hoffmann fightet gegen Benjamin Pintol.

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  • Betroffenheit bei Spielern und Trainer.

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  • Das 1:0 für die Kölner Fortuna durch Michael Eberwein.

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  • Bedient: der Sportchef.

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  • René Klingenburg gegen Nico Brandenburger.

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  • Laut am Rand: SCP-Trainer Marco Antwerpen.

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  • Philipp Hoffmann gegen Benjamin Pintol.

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  • Rufat Dadashov gegen Moritz Fritz.

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  • Preußen-Sportchef Malte Metzelder.

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  • Die Preußen nach dem Schlusspfiff.

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  • Dominik Lanius gegen Benjamin Pintol.

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  • Hadert: René Klingenburg.

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  • Schreit: Marco Antwerpen.

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  • Jubelt: Kölns Moritz Hartmann nach seinem Treffer zum 2:0.

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  • Nicht zufrieden: Marco Antwerpen.

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  • Bedient: Philipp Hoffmann.

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  • Sportchef Malte Metzelder.

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  • Der Preußen-Coach nach dem zweiten Treffer der Gäste.

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  • SCP-Mauer mit René Klingenburg, Philipp Hoffmann und Martin Kobylanski.

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Der Trainer Antwerpen wünscht sich seit Saisonbeginn zwei weitere Qualitätsspieler für das Mittelfeld und den Angriff, das wären also jetzt zwei Wintertransfers, die der Mannschaft weiterhelfen würden. Kann der Verein das stemmen?

Strässer: Die finanzielle Situation bei uns ist allen bekannt. Deshalb nach jetzigem Stand: Nein. Wir sind an die Planzahlen des DFB gehalten und wollen sie einhalten. Da befinden wir uns in einem konstruktiven Dialog. Wir dürfen nicht vergessen: Ende 2016 war die Nachlizenzierung ein Riesenproblem, ebenfalls noch für die Saison 2017/18. Die finanzielle Basis wurde stabilisiert, die Situation ist so sicher wie lange nicht mehr. Die Ausgliederung war richtig, aber sie ist nur die Grundlage für eine weitere positive Entwicklung. Der Verein ist konsolidiert, die finanzielle Basis ist in Ordnung, aber durchaus ausbaufähig.

Wie bewerten Sie die Preußen-Mannschaft in der 3. Liga aktuell?

Strässer: Wir haben großes Vertrauen in unsere Mannschaft, aktuell liegen wir gut im Plan. Seltsam ist doch, dass die Zweitliga-Absteiger zwar besondere finanzielle Vorzüge aus dem Solidar-Topf der 2. Bundesliga genießen, aber auch das ist keine Garantie für Erfolg. Braunschweig und Kaiserslautern zeigen, dass es sehr viel auf eine gesunde Basis und auch eine gewisse Homogenität ankommt.

Blicken Sie doch nach vorn, was könnte 2019/2020 möglich sein für die Preußen?

Strässer: Wir müssen die Diskussion über die finanzielle Ausstattung der ersten Mannschaft für diese laufende Saison noch zu Ende führen. Dann schauen wir, was wir uns leisten können. Wir bemühen uns weiterhin um Investitionen, vorzugsweise aus der Region. Wir wollen und werden aber auf gar keinen Fall unseren Verein an Großinvestoren verhökern. Selbstverständlich haben wir mittelfristig weiter den Aufstieg in die 2. Liga im Blick. Wann wir das realisiert bekommen, dazu will ich jetzt keine zeitliche Prognose abgeben. Nur: Finanziell ist die 3. Liga für alle Clubs eine enge Geschichte. Wir wollen da raus, und das nicht nach unten.

SC Preußen Münster - FSV Zwickau

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  • Kampf am Boden: René Klingenburg gegen Davy Frick.

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  • Zwickaus Christian Bickel versucht, an der Preußen-Mauer vorbeizukommen.

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  • SCP-Coach Marco Antwerpen sucht mal wieder das Gespräch mit einem Schiedsrichter.

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  • Simon Scherder vergibt eine Chance gegen Davy Frick.

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  • Lion Schweers kommt vor Zwickaus Keeper Johannes Brinkies an den Ball.

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  • Duell zwischen René Klingenburg und Davy Frick.

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  • Zweikampf: Nils Miatke behält gegen Fabian Menig die Oberhand.

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  • Ratlos am Rand: Marco Antwerpen.

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  • Ronny König stoppt René Klingenburg.

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  • Die Anzeigetafel verkündet die Minuskulisse.

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  • Ronny König bleibt Kopfballsieger.

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  • Zwickaus René Lange tauscht sich mit dem gegnerischen Trainer aus.

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  • Benjamin Schwarz beim Einwurf.

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  • Ronny König bremst René Klingenburg aus.

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  • Zum Wegschauen: SCP-Trainer Marco Antwerpen.

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  • Zweikampf zwischen Benjamin Schwarz und Ronny König.

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  • FSV-Trainer Joe Enochs und Preußens Kurtulus Özturk im Gespräch mit Schiedsrichter Frank Willenborg.

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  • Zwickauer Torjubel.

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  • René Klingenburg nach einer vergebenen Torchance.

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  • Geknickt: Tobias Warschewski.

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  • Die Verlierer-Mannschaft nach dem Schlusspfiff.

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  • Tobias Rühle versucht, sich gegen Nico Antonitsch durchzusetzen.

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  • René Klingenburg im Kopfballduell.

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Trainer Marco Antwerpen und Sportchef Malte Metzelder, da gab es zuletzt offensichtlich atmosphärische Störungen. Wie geht es weiter?

Strässer: Darüber wurde eindringlich gesprochen, ich erwarte, dass dies der Vergangenheit angehört. Und ich erwarte noch mehr, dass alle sich an die Sprachregelung des Vereins halten.

Will der Verein mit Trainer Antwerpen verlängern, sein Vertrag läuft im Sommer aus?

Strässer: Mit der Tabellensituation sind wir zufrieden. Anfangs, als er kam, standen wir auf einem Abstiegsrang, jetzt sind wir im oberen Tabellendrittel. Das spricht für den Trainer, aber auch für die Mannschaft, jeden einzelnen Spieler.

13 Verträge im Kader laufen auch aus, welche Verlängerungen sind die wichtigsten?

Strässer: Jeder einzelne Spieler hat eine wichtige Rolle im aktuellen Kader. Namen konkret zu nennen, würde diejenigen herabsetzen, die nicht genannt sind. Das will ich nicht, das steht mir auch nicht an. Im Vergleich dazu, wie wir 2016 angetreten sind, ist der Zusammenhalt in der Mannschaft ein anderer, ein viel besserer geworden.

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