Fußball: 3. Liga
Preußen Münster mit schwerem Rucksack ins neue Jahr

Münster -

Der SC Preußen Münster beweist westfälische Bodenständigkeit. Während ein Großteil der Ligakonkurrenten in den kommenden Tagen in südliche Trainingsgefilde aufbricht, bleibt der SCP auf seiner Scholle – auch weil er sich große Sprünge nun mal nicht leisten kann ...

Mittwoch, 02.01.2019, 16:56 Uhr aktualisiert: 03.01.2019, 16:24 Uhr
Zahlen lügen nicht, sind manchmal aber auch nur ein Teil der Wahrheit: Mit vier Niederlagen verabschiedeten sich Marco Antwerpen und seine Preußen aus dem Jahr 2018 – das aber besser war als sein Ende.
Zahlen lügen nicht, sind manchmal aber auch nur ein Teil der Wahrheit: Mit vier Niederlagen verabschiedeten sich Marco Antwerpen und seine Preußen aus dem Jahr 2018 – das aber besser war als sein Ende. Foto: Jürgen Peperhowe

Noch herrscht gespenstische Ruhe an der Hammer Straße. Fußball wird nach wie vor ausschließlich in der Halle am Berg Fidel gespielt, wenige Meter entfernt ruht der Trainingsplatz des SC Preußen Münster. Der Drittligist liegt in einem kurzen Winterschlaf – gönnt sich einige wenige Tage der Erholung nach einem extrem auf­regenden und intensiven Jahr 2018 und vor dem Start in ein voraussichtlich nicht minder herausforderndes Arbeitsjahr 2019. Marco Antwerpen weilt bis Samstag im Urlaub, am Sonntag versammelt der Preußen-Trainer seine Schützlinge schon wieder um sich – mit neuem Schwung, aber auch mit dem Rucksack eines sportlich ernüchternden Jahresfinales.

Solange im abgelaufenen Jahr die Stadionfrage schwelte und den SCP auf ­etlichen Nebenschauplätzen im Gespräch hielt, sorgte die kickende Abteilung mit bärenstarken Vorstellungen für die positiven Schlag­zeilen, eroberte mit knappen Kassen und schmalem Kader gleich zwei Mal die Tabellenführung und spielte lange im Dunstkreis der Tabellenspitze mit. Als am Ende die Spekulationen um ein neues Stadion beendet und der Startschuss für eine Zukunft am alten Standort beschlossen wurde, ging dem tapferen Kollektiv um Antwerpen ein wenig die Luft aus, vier Niederlagen in Folge über­lagerten die gute Jahres­bilanz. Überwintert hat das Team im gehobenen Tabellenmittelfeld und jetzt stellt sich die bange Frage: Quo vadis, SC Preußen?

Winterneuzugänge waren in Münster kein Thema, et­liche der bestehenden Verträge laufen aus, die dazu­gehörigen Gespräche liegen auf Eis. Während sich 14 der Konkurrenzclubs in den kommenden Tagen in den Süden verabschieden – sieben Teams zieht es ins tür­kische Belek, sieben weitere ziehen die spanische Küste vor – überwintern die Preußen in Münster. Testspiele sind immer noch nicht final festgezurrt, das Vorbereitungsprogramm ist noch in Arbeit. Fest steht: Die ersten Punkte werden am 26. Januar (Samstag) beim FC Carl Zeiss Jena vergeben.

Bis dahin will und muss das Team seinen Leistungsstand überprüfen. Ein Kräftemessen mit Ligakonkurrent Fortuna Köln ist anvisiert, aber noch nicht fixiert, die vage Hoffnung auf einen Testlauf mit Erstligist Bayer Leverkusen nach dem Trainerwechsel bei der Werkself wohl eher unwahrscheinlich. Immerhin stehen die Termine für die Tests. Diese sollen am 12./13. sowie am 19./20. Januar stattfinden. Das erste Heimspiel des ­Jahres ist dann gleich ein Höhepunkt: Am 1. Fe­bruar (Freitag, 19 Uhr) ist der 1. FC Kaiserslautern zu Gast, dann ist es vorbei mit der Ruhe an der Hammer Straße.

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