Fußball: Hallenstadtmeisterschaft der Junioren
Jung-Adler des SC Preußen Münster schweben über den Dingen

Münster -

Ein Sieger ohne Fehl und Tadel: Die A-Junioren des SC Preußen Münster sind als Favorit ins Turnier gegangen – auf ihren Skalp war aber einmal mehr auch die höchste Prämie ausgesetzt. Doch diesmal gingen die Jäger leer aus und die Preußen holten den Titel

Sonntag, 06.01.2019, 14:42 Uhr aktualisiert: 07.01.2019, 16:56 Uhr
Nach der Preußen-Reserve bei den Senioren sicherte sich auch der älteste Nachwuchsjahrgang der Adlerträger den begehrten Hallentitel bei der münsterischen Stadtmeisterschaft.
Nach der Preußen-Reserve bei den Senioren sicherte sich auch der älteste Nachwuchsjahrgang der Adlerträger den begehrten Hallentitel bei der münsterischen Stadtmeisterschaft. Foto: Peter Leßmann

Sechs Jahre lang hatten zuletzt der 1. FC Gievenbeck oder der SC Münster 08 das Sagen bei den Stadtmeisterschaften der A-Junioren in Berg Fidel – und stets guckten Teams des SC Preußen Münster unterm Dach in die Röhre. Mit dem 22. Titelgewinn bei der 41. Auflage aber polierte der Adlerclub jetzt seine ohnehin herausragende Hallenbilanz weiter auf.

Der zunächst solide, dann immer spielstärkere und sehr dynamische Bundesligist, der unter Trainer Holger Heppe durchweg sattelfest auftrat, ließ dem Bezirksligisten Borussia Münster beim 5:1 im Finale nicht einmal eine klitzekleine Chance. Der Verlierer war trotzdem ein Gewinner. Gefeiert von seinen Fans setzte er zwei Landesligisten matt – die erwähnten Hallenspezialisten nämlich: In den Gruppenspielen die Nullachter mit 3:0 und im Halbfinale die Gievenbecker mit 7:5 nach Neunmeterschießen.

„Borussia hat es sich wirklich verdient“, sagte FCG-Trainer Stephan Zurfähr und rätselte, „warum sich unsere Jungs so einen großen Druck gemacht haben. Wir waren nicht mehr so ruhig und so strukturiert wie in der Vorrunde.“ Nur ein Sieg gelang Gievenbeck. Das 4:2 gegen TSV Handorf wurde erst sichergestellt, als der Leistungsligist in doppelter Unterzahl an Wehrhaftigkeit eingebüßt hatte.

Jens Bertels, der Coach der 14-köpfigen Grevingstraßen-Auswahl, sah „keine hängenden Köpfe“ nach dem Endspiel. „Wir haben das richtig gut hingekriegt, wir haben schnell agiert und die Spielzüge aufs Feld gebracht. Am Ende war die individuelle Klasse der Preußen einfach zu groß.“

Opfer eines anderen Knackpunktspiels wurden die Nullachter, zuvor konsequent spielstark. Beim 0:3 gegen Borussia aber packte sie die Nervosität. Dass Aufbauspieler Paul Reichelt mit Knieblessur raus musste, schlug ins Kontor. „So ein Aus ist sehr bitter“, sagte Trainer Max Kappelhoff. „Trotzdem halten wir den Weg, strukturiert zu spielen, für den richtigen.“ Nullacht musste zusehen, wie Westfalia Kinderhaus im letzten Versuch und mit dem 3:1 über Nienberge genau um den einen Treffer besser war und ins Halbfinale einzog.

Der Leistungsligist legte hier sogar zwei Treffer vor, ehe die Preußen ernst machten bis zum 6:3. Die gut aufeinander abgestimmten zehn erstklassigen Kicker, summa summarum in bisher 97 Bundesligapartien geschult, stellten in Keeper Gianni Honsel und Nicolai Remberg (12 Tore) auch zwei Ausgezeichnete.

1366 Besucher sahen sich diese abschließende Endrunde an, damit kamen 5166 zu allen Juniorenpartien und 16149 Zuschauer insgesamt zu den Stadtmeisterschaften.

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