Fußball: 3. Liga
Die Kaltstarts der Preußen nach der Winterpause und ihre Folgen

Münster -

Seit 2011 spielt Preußen Münster in der 3. Liga. Seitdem ist der Traditionsclub dreimal mit einem Sieg aus der Winterpause gekommen. Zuletzt kassierte er allerdings zwei Pleiten im ersten Spiel des Kalenderjahres. Ein Rückblick auf teils bemerkenswerte Partien im Januar.

Dienstag, 22.01.2019, 18:42 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 19:15 Uhr
Unvergessen: Marc Fascher in Oberhausen.
Unvergessen: Marc Fascher in Oberhausen. Foto: Jürgen Peperhowe

Überall in der Fußballwelt ist der Sprech identisch. Die erste Partie nach der Winterpause bekommt eine besondere Bedeutung. Da bildet der SC Preußen vor dem Wiederbeginn bei Carl Zeiss Jena (Samstag, 14 Uhr) keine Ausnahme. Ein Schlüsselspiel, gerade nach den vier Niederlagen im Dezember. Ein Blick in die Drittliga-Historie zeigt, dass Münster in den ersten fünf Saisons fast immer unversehrt aus dem Premierenmatch des neues Jahres herauskam. In den vergangenen beiden Spielzeiten war das aber anders – doch danach wurde die Rückserie umso besser.

►  2012: Gleich nach dem Aufstieg wurde die Auftaktpartie zu einer unvergessenen. Weniger wegen des 2:2 bei RW Oberhausen (Tore Babacar N’Diaye und Stefan Kühne). Nein, es war die letzte Begegnung unter Aufstiegsheld Marc Fascher. Der Trainer ahnte sein Ende und verabschiedete sich nach ­offenen Zerwürfnissen mit den Clubbossen nach Spielschluss von den Fans. Legendär sein Shirt damals: „Der Fischkopp sagt Danke!“ Tags darauf wurde er gefeuert.

►  2013: Eines der besten Auswärtsspiele lieferten die Preußen bei Hansa Rostock . Sie gewannen trotz früher Roter Karte gegen Patrick Kirsch mit 2:0 bei Hansa Rostock, verteidigten zu zehnt sensationell. Es trafen Benjamin Siegert, der einen verschossenen Elfmeter im Nachschuss per Kopf verwandelte, und Marco Königs , der neben Robin Neupert überragender Mann war.

►  2014: Fünf, sechs Grad minus herrschten im Steigerwald. Der SCP luchste RW Erfurt bei grenzwertigen Bodenverhältnissen ein 0:0 ab. Marcus Piossek scheitert kurz vor Abpfiff am Pfosten.

►  2015: Da glaubte ganz Münster noch an den Aufstieg, als es im Heimspiel ein 2:1 gegen Top-Favorit Dynamo Dresden gab. Marcel Reichwein und Joker Rogier Krohne, natürlich in der üblichen Arbeitsteilung unterwegs, drehten den Rückstand mit ihren Toren.

►  2016 : Debüt für Horst Steffen, der seit Heiligabend Nachfolger von Coach Ralf Loose war. Es ließ sich mit dem 2:0 gegen Erfurt daheim gut an. Torschützen waren erneut Krohne und Reichwein, die sogar gemeinsam anfingen. Der Einbruch ließ in der Folge aber nicht lange auf sich warten.

►  2017: Bittere Derby-Niederlage gleich im Januar: Beim VfL Osnabrück verloren die Preußen 0:3, Sebastian Mai hatte einen schwarzen Tag. Danach aber startete das Team unter Routinier Benno Möhlmann durch.

►  2018: Vor zwölf Monaten ging das Debüt von Coach Marco Antwerpen mit dem 0:2 beim SV Meppen noch in die Hose. Doch gute Ansätze waren im Emsland schon zu erkennen. Danach spielten der bisherige Abstiegskandidat eine famose Rückrunde.

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