Fußball: 3. Liga
Preußen freuen sich auf Flutlicht-Spiel und große Kulisse gegen Kaiserslautern

Münster -

Das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern vor vielleicht fünfstelliger Kulisse wird ein Highlight für viele Preußen-Fans. Im Vorfeld betonen der im Sommer scheidende Trainer Marco Antwerpen und Sportchef Malte Metzelder einhellig den Zusammenhalt bis zum Ende der Saison.

Donnerstag, 31.01.2019, 16:08 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 17:24 Uhr
Sandrino Braun (M.) könnte gegen Lautern wieder ins Mittelfeld ­rücken. Die Rasenheizung wärmt derweil den Platz, während es ringsherum weiß ist.
Sandrino Braun (M.) könnte gegen Lautern wieder ins Mittelfeld ­rücken. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Schneefall der vergangenen Tage lässt auch die Verantwortlichen beim SC Preußen nicht unbeschäftigt. Die große Frage: Kann das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend (19 Uhr) überhaupt angepfiffen werden? Stand Donnerstagnachmittag: ja! Zumal am Spieltag ja auch Plusgrade angekündigt sind. Die Rasenheizung läuft sowieso längst, der Winterdienst ist beauftragt. Grünes Licht ist also wahrscheinlich. 7800 Karten (1400 davon für Gäste-Fans) sind ja auch schon vergeben. „Wir hoffen sehr, dass es fünfstellig wird“, sagt Sportchef Malte Metzelder . „Die Atmosphäre dürfte auch etwas besser werden als zuletzt.“ Er spielt auf die Reaktivierung der Kurve an. Die neue Gruppierung, jünger als zuvor besetzt, will sich im Block O postieren.

Der prominente Gegner, gegen den es im bisher einzigen Heimspiel vor fast 55 Jahren einen 1:0-Sieg in der Bundesliga gab ( Klaus Bockisch traf per Elfmeter), zieht offenbar mal wieder, dazu das Flutlicht, eine volle Hütte – nach drei in jeder Hinsicht trüben Heimspielen im Dezember möchten die Preußen die Trendwende ab­sichern. Das 0:0 in Jena zum Jahresauftakt bremste zumindest die Abwärtsspirale, nun soll es in die andere Richtung gehen. Druck sieht Coach Marco Antwerpen jedoch vor allem bei den Pfälzern, die heimlich noch ganz nach oben schielen. „Wollen sie drei Punkte, müssen sie etwas riskieren. Ich glaube, es wird schwierig noch heranzukommen, weil die anderen vorne konstant sind.“

SC Preußen Münster: Coach Marco Antwerpen im Interview

Der SCP hat da bescheidenere Ziele, würde die 29 Zähler der Hinserie aber gern toppen. Das kurzfristige Ansinnen lautet, in den eigenen Angriffen mehr Wucht zu entfalten. „Letzte Woche hatten wir schon ein fettes Chancenplus, gegen Lautern werden wir wie immer versuchen, viel Druck zu erzeugen“, sagt Antwerpen. Sein Hinweis, dass es „oft über zweite Bälle gehen wird“, lässt er erahnen, dass er vom Gast trotz veränderter Spielweise unter neuem Trainer wenig Akzente im Aufbau erwartet. „Richtig offensiv haben wir den FCK in letzter Zeit nicht gesehen.“

Das große Problem der Münsteraner ist der mehrwöchige Ausfall von René Klingenburg, der nicht annähernd eins-zu-eins zu ersetzen ist. Die wahrscheinlichste Variante ist der Einbau von Sandrino Braun als zweitem Sechser, dann käme Lion Schweers rechts in der Dreierkette zurück. Martin Kobylanski wäre Option zwei, neben Kevin Rodrigues Pires aber der zweite eher kleine Akteur, was sich negativ aufs Kopfballspiel auswirkt, wie der Coach bemerkt. Der Vize-Kapitän hofft aber eine Stelle weiter vorne auf ein Comeback.

Preußenstadion im Schnee

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  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Alexander Heflik
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Alexander Heflik
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Alexander Heflik
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Alexander Heflik
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Cengiz Sentürk
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Cengiz Sentürk
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Cengiz Sentürk
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Cengiz Sentürk
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Alexander Heflik
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Alexander Heflik
  • Das Preußenstadion im weißen Mantel Foto: Alexander Heflik
  • Foto: Dirk Anger

Wenn Antwerpen, der am Dienstag seinen Abschied im Sommer verkündete, so über seine kurz- und mittelfristigen Ideen für die Rückrunde spricht, vermittelt er nicht den Eindruck, als sei er mit dem Kopf schon anderswo. Überhaupt stellt auch Metzelder demonstrativ heraus, dass da nichts hängengeblieben ist zwischen ihm und dem Trainer. Fast ein Schulterschluss. „Marco brennt immer bis unters Dach. Ich fand es sehr gut, dass er sich offen und transparent verhalten hat. Es hat vorher von uns auch keine Gespräche mit anderen Trainern gegeben.“

Das wird sich nun schlagartig ändern. Ein Profil hat der 36-Jährige längst im Kopf. „Es gibt klare Tendenzen. Wir suchen einen Mann, der weiterkommen will, ähnlich wie Marco“, sagt er. Erfahrene (und damit teure) Anwärter sind dagegen wohl chancenlos.

►  SCP : Schulze Niehues – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Braun, Rodrigues Pires, Heidemann – Kobylanski – Hoffmann, Akono

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