Fußball: 3. Liga
Preußen-Trainer Antwerpen entscheidet sich gegen Schleudersitz Uerdingen

Münster -

Die Debatten nach dem 2:0 der Preußen am Freitagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern drehten sich nicht um die starke Leistung der Gastgeber. Es ging vor allem um den Trainer. Marco Antwerpen auf dem Sprung zum KFC Uerdingen? Nicht aus der Luft gegriffen. Doch alles spricht dafür, dass er bleibt.

Samstag, 02.02.2019, 12:26 Uhr aktualisiert: 02.02.2019, 19:16 Uhr
Marco Antwerpen
Marco Antwerpen Foto: Jürgen Peperhowe

Ole Kittner ist ja ein entspannter Typ. Natürlich auch ein super Verteidiger, wie der Abwehrchef des SC Preußen am Freitag beim 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern eindrucksvoll bewies. Aber eben neben dem Platz ein Mann mit guten Antennen, mit ausgleichendem Gemüt, mit klaren Worten. Als er nach dem starken Auftritt gegen die Pfälzer erfuhr, dass sein Trainer Marco Antwerpen laut des Portals liga-drei.de neuer Trainer des Klassenrivalen KFC Uerdingen wird, war er überrascht, bekannte aber auch ehrlich: „Darüber haben wir diese Woche schon ein paar Witze gemacht...“

Was er damit sagen wollte: So groß der Reiz für den Coach auch sein mag, sich den Krefeldern mit ihren zumindest für Drittliga-Verhältnisse unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten anzuschließen – vorstellen kann sich kaum jemand, dass der 47-Jährige und sein Assistent Kurtulus Öztürk sich diesem Risiko aussetzen.

Drei Szenarien

Sollten sie es doch tun, gibt es drei Szenarien: Steigen sie mit dem Neuling und aktuellen Tabellenvierten nicht auf, ist wohl im Sommer spätestens direkt wieder Schluss. Zumindest wenn man den Maßstab anlegt, mit dem Clubchef Mikhail Ponomarew bisher mit Trainern umging. Schaffen sie hingegen den Durchmarsch, wird das vor allem dem zweitligareifen Kader mit prominenten Namen wie Kevin Großkreutz, Stefan Aigner, Dominic Maroh, Adriano Grimaldi, Osaymen Osawe, Maximilian Beister, Assani Lukimya oder Adam Matuschyk zugeschrieben (Devise: Damit war es ja auch einfach) – und bei der ersten Negativserie in Liga zwei droht dennoch der Rauswurf. Szenario drei beschriebe den Aufstieg und eine anschließende Zugehörigkeit zur Spitzengruppe im Unterhaus. So oder so scheint der Verein inzwischen einen Ruf zu besitzen, der die Suche nach einem Nachfolger des zu Wochenbeginn nach einem Spiel in diesem Kalenderjahr (0:3 gegen Würzburg) entlassenen Stefan Krämer nicht erleichtert. KFC-Manager Nikolas Weinhart dementierte vor dem Auftritt in Meppen am Samstag sogar bei "Telekom Sport" jeden Kontakt zu Antwerpen.

Trainer Marco Antwerpen verlässt den SCP

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  • Marco Antwerpen beendet sein Engagement beim SCP.

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  • Marco Antwerpen und Malte Metzelder schafften gemeinsam einige Erfolge.

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  • Wichtigster Antwerpen-Vertrauter war aber Co-Trainer Kurtulus Öztürk.

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  • Am Spielfeldrand gab Antwerpen immer klare Anweisungen.

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  • Als Motivator ist Antwerpen besonders stark.

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  • Bei den Spielern verschafft er sich regelmäßig lautstark Gehör.

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  • Spieler wie René Klingenburg explodierten unter Antwerpen.

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  • Auch Rufat Dadashov förderte der Coach.

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  • Ob diese Antwerpen-Geste einem Schiedsrichter galt?

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  • Antwerpen gilt inzwischen als echter Szenekenner.

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  • Hier nimmt er den Zwickauer Ronny König in den Arm.

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  • Es gibt aber auch nachdenkliche Momente.

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  • Manchmal fehlte nicht viel zum Sieg, wie Antwerpen hier anzeigt.

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  • Der Otto-Rehhagel-Pfiff mit zwei Fingern.

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  • Der Weggang von Adriano Grimaldi traf auch Antwerpen.

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  • Ein Fingerzeig, wohin der Weg des Trainers führt? Noch gibt es ihn nicht.

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  • Entspannt beobachtet der Coach das Aufwärmprogramm.

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  • Mit Sportchef Malte Metzelder gab es zuletzt auch Dissonanzen.

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  • Ein Profisport-Klassiker war der Auslöser: Der Trainer will Spieler, der Manager hat kein Geld dafür.

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  • Kurtulus Öztürk ist auf der Bank eher der ruhigere Typ – wenn auch nicht immer.

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  • Doch auch Antwerpen kann beschwichtigen.

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  • ... und sogar tief in sich gehen.

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  • Wie Grimaldi verlässt Antwerpen den SCP also bald.

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  • Zum Abschied wird es einige Umarmungen wie hier mit Moritz Heinrich geben.

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Antwerpen gilt als extrem ehrgeizig, auch was persönliche Ziele betrifft. Aber auch als ehrliche Haut, die klipp und klar sagt, was Sache ist. Am Freitag betonte er: „Ich habe Vertrag und sitze auch nächste Woche noch auf der Preußen-Bank.“ Mehr drüber sprechen wollte er nicht. „Wir reden doch jetzt nicht wirklich nur darüber, oder? Wir haben gerade ein Spiel gewonnen.“ Aus seinem Umfeld ist zu hören, dass das Erfolgsgespann zwar eine konkrete Anfrage vorliegen hatte, auch über einen sofortigen Wechsel nachdachte, sich dann aber frühzeitig dagegen entschied. Zur Erinnerung: Als der Fußballlehrer im Dezember 2017 von Viktoria Köln nach Münster wechselte, formulierte er von Beginn an den Wunsch nach einer Veränderung.

Glaubhafte Signale aus den SCP-Reihen

Antwerpen und der KFC – das wird nichts. Auch wenn der „Reviersport“ noch am Freitagabend dasselbe berichtete wie liga-drei.de. Zumindest sprechen alle Signale aus den SCP-Reihen dagegen, und die sind glaubhaft. Am 25. Februar tritt Münster übrigens in Duisburg gegen Uerdingen an.

SC Preußen Münster - 1. FC Kaiserslautern

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  • Torjubel bei den Preußen: Akono schenkt Preußen das 2:0.

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  • Auf der Trainerbank kämpferisch wie eh und je: Marco Antwerpen.

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  • Die Fans von Kaiserslautern unterstützen ihre Mannschaft.

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  • Schiri Gräfe und Kaiserslauterns Trainer Sascha Hildmann

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  • Torjubel bei den Preußen: Heidemann trifft zum 1:0

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  • Schnitzler gegen Jan Löhrmannsröben

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  • Gräfe und Dadashov

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  • Torjubel beim SCP

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  • Heimspiel des SCP gegen den FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
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