Fußball: 3. Liga
Große Gelassenheit trotz Gerüchteküche um Preußen-Trainer Antwerpen

Münster -

Dass Marco Antwerpen immer wieder Gegenstand von Spekulationen ist, lässt sich nicht vermeiden. Sucht ein Club – wie zuletzt Darmstadt 98 – einen neuen Coach, fällt der Name des Preußen-Trainers. Doch sowohl er als auch Sportchef Malte Metzelder gehen gelassen damit um.

Donnerstag, 21.02.2019, 13:56 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 11:30 Uhr
Es sieht so aus, als bliebe Marco Antwerpen wie geplant bis Saisonende Preußen-Trainer.
Es sieht so aus, als bliebe Marco Antwerpen wie geplant bis Saison­ende Preußen-Trainer. Foto: Jürgen Peperhowe

Als Drittliga-Krösus KFC Uerdingen Ende Januar, Anfang Februar einen neuen Trainer suchte, wurde die Verpflichtung von Marco Antwerpen an einzelnen Stellen schon als perfekt gemeldet. Am Montag entließ Zweitligist Darmstadt 98 Dirk Schuster , und der erste Name, der auf der Kandidatenliste auftauchte, lautete: Antwerpen. Bis zum Saisonende, wenn sich die Wege ohnehin trennen, wird Preußen Münster damit leben müssen, dass der Chefcoach immer dann als potenzieller Nachfolger auftaucht, wenn in diesen Regionen (untere Hälfte 2. Liga, ambitionierte Clubs der 3. Liga) ein Posten frei wird.

Der begehrte Coach, der bekanntlich nach Höherem strebt, möchte die Thematik selbst schon seit einer Weile nicht noch verbal begleiten. „Ich sage dazu nichts, keine Auskunft“, so seine freundliche, aber bestimmte Ansage. Ob die Lilien ihn oder er über Berater die Lilien kontaktierte, wie die Dinge mit dem KFC damals liefen – sowas wird ohnehin eigentlich nicht nach außen getragen.

Sportchef Malte Metzelder aber gibt sich gelassen. „Ich sehe alles entspannt. Wichtig ist für uns nur, dass wir sportlich nicht den Faden verlieren.“ Ein klarer Auftrag also an seine Angestellten. Käme noch mal ein Angebot, den Coach aus seinem laufenden Vertrag zu kaufen, wäre für den SCP noch eine kleine Ablöse drin, doch gleichzeitig müsste eine Lösung bis zum Saisonende gefunden und bezahlt werden. Und noch ist der Klassenerhalt ja auch nicht in trockenen Tüchern. 13, 14 Punkte braucht es für den wohl noch, um auf Nummer sicher zu gehen.

Grimaldi muss zusehen

Der KFC Uerdingen hatte schon im Sommer 2018 an ihm gebaggert – am Ende zog der finanzstarke Club von Investor Michail Ponomarew den Kürzeren. Adriano Grimaldi trieb es von der Hammer an die Grünwalder Straße nach München zu 1860 München. Mit 180 000 Euro soll sein Vertrag bis 2021 per anno taxiert gewesen sein. Nicht schlecht – top in der südlichen Metropole. Und doch wurde der Deutsch-Italiener nicht so recht glücklich bei seinem neuen Arbeitgeber. Nach nicht mal einem halben Jahr bat er um Auflösung seines Arbeitspapieres. Wieder hob Uerdingen den Finger – und erhielt doch noch den Zuschlag. Am Montag feiert der 27-Jährige sein Wiedersehen mit den Preußen. Von der Tribüne aus. Der Stürmer leidet an den Folgen eines Syndesmosebandes, blieb bislang ohne Einsatzzeiten. Erst im April soll er auf das Grün zurückkehren.

...

Der Trainer selbst würde öffentlich – verständlicherweise – den Blick am liebsten ausschließlich auf das nächste Spiel richten. Genau, am Montag ist der SCP in Duisburg Gast eben jener Uerdinger, die den 47-Jährigen vor vier Wochen mindestens auf dem Zettel hatten. Stattdessen kam Norbert Meier, mit dem ging es auch nicht raus aus der Krise.

Personelle Sorgen haben die Münsteraner aktuell nicht. Nur Moritz Heinrich (Risswunde am Sprunggelenk) legt gerade eine Pause ein. Tobias Warschewski ist nach seiner Auszeit zunächst ins Training der U 23 eingestiegen. Dass er in dieser Saison bei den Profis noch mal in Erscheinung tritt, ist eher unwahrscheinlich.

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