Fußball: 3. Liga
Nur vereinzelte Lichtblicke in der alten Heimat für Kobylanski

Münster -

Martin Kobylanski hatte sich sehr auf den Auftritt im Stadion der Freundschaft gefreut. Sein alter Club, alte Weggefährten, Familie und Freunde im Stadion – doch dann lief für den Vize-Kapitän der Preußen und sein Team fast alles schief.

Sonntag, 10.03.2019, 16:22 Uhr
Martin Kobylanski bekommt es hier mit Klaus Gjasula (l.) und Kevin Weidlich (r.) zu tun.
Martin Kobylanski bekommt es hier mit Klaus Gjasula (l.) und Kevin Weidlich (r.) zu tun. Foto: Steffen Beyer

Martin Kobylanski hatte einmal Pech, als sein Freistoß nur Aluminium streifte, er mühte sich gerade nach der Pause, aber letztlich war es für den Polen wie für fast alle Teamkollegen ein schwarzer Nachmittag im Stadion der Freundschaft. „Wir hätten zur Pause nicht 0:3 zurückliegen müssen. Ein früher Rückstand, okay – aber wäre es beim 0:1 geblieben, hätten wir uns in der Pause neu sortieren können.“ Wunschdenken. Nach nicht mal einer halben Stunde war die Partie aus SCP-Sicht gelaufen. Auch über die vielen Standards, ein beliebtes Mittel in solchen Situationen, ging wenig. „Wir trainieren das schon. Letzte Woche haben wir drei Tore nach ruhenden Bällen gemacht. Diesmal hat es eben nicht geklappt“, sagte Münsters Zehner.

Für ihn selbst war es trotz des traurigen Verlaufs ein besonderes Spiel. Weniger, weil er am Tag zuvor 25 geworden war, sondern weil er bei seinem Jugendverein auflief. In Cottbus lernte der junge „Koby“ das Dribbeln, das Passen und schoss bestimmt auch seine ersten gefährlichen Freistöße. „Ich kenne noch viele Leute, vor allem aus dem Trainerteam“, erzählte er. Knapp 20 Karten hatte er im Vorfeld für Familie und Freunde, die in der Nähe wohnen, besorgt. Das Wiedersehen blieb am Ende der Lichtblick des Tages.

Dass sein Ex-Team nach der Führung dicht machte, verstand der Vize-Kapitän der Preußen gut. „Das ist Abstiegskampf pur. Die Cottbuser müssen so spielen. Das frühe Tor kam ihnen natürlich entgegen. Und wir haben nicht an die Leistung gegen Aalen angeknüpft. Ich fürchte, wir sind jetzt wieder auf dem Boden mit dieser Anzahl an Gegentoren.“ Zuvor hatte der SCP einen Treffer in sechs Partien 2019 kassiert. Das Bollwerk ist vorerst Geschichte. „Jetzt müssen wir gegen Rostock zurückkommen“, so Kobylanski.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6461337?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F216%2F
Genehmigung ja – aber viele offene Fragen
Das Windrad in Loevelingloh, hier ein Foto aus der Zeit der Abschaltung, ist am 4. Oktober wieder ans Netz gegangen. Seitdem flammt auch wieder die Lärmschutzdebatte in der Nachbarschaft auf.
Nachrichten-Ticker