Fußball: 3. Liga
Preußen vertreiben die bösen Geister – 3:0-Sieg über Unterhaching

Münster -

René Klingenburg, Philipp Hoffmann und Simon Scherder haben dem SC Preußen Münster den eminent wichtigen 3:0 (1:0)-Heimsieg über die Spielvereinigung Unterhaching beschert. Nach drei Niederlagen in Serie war das Team von Trainer Marco Antwerpen gefordert – und lieferte.

Samstag, 23.03.2019, 15:58 Uhr aktualisiert: 23.03.2019, 17:10 Uhr
Fußball: 3. Liga: Preußen vertreiben die bösen Geister – 3:0-Sieg über Unterhaching
Der Schütze des frühen Führungstores: René Klingenburg. Foto: Jürgen Peperhowe

Preußen Münster hat die bösen Geister nach drei Niederlagen vorerst vertrieben. Der Fußball-Drittligist gewann die Heimpartie gegen die Spielvereinigung Unterhaching mit 3:0 (1:0) und legte sich nach dem 30. Spieltag ein Polster zu den Abstiegsrängen zu. René Klingenburg (7.), Philipp Hoffmann (82.) sowie Simon Scherder (88.) trafen zum Sieg für die Elf von Trainer Marco Antwerpen. Durchatmen.

Der Preußen-Coach nahm gleich vier Umstellungen vor. Rufat Dadashov (Gelbsperre und Länderspieleinsatz für Aserbaidschan), Martin Kobylanski, Philipp Hoffmann und Lucas Cueto wurden aus der Startelf gekegelt. Nach dem 0:2 in Wiesbaden musste Antwerpen reagieren, drei Niederlagen in Folge sorgten für Alarmstimmung beim SCP. René Klingenburg, Cyrill Akono und Tobias Rühle sollten vor allem die Offensive beleben, nur zwei der letzten 13 Partien waren mit Torerfolgen der Preußen garniert. Zudem war auch Kevin Rodrigues Pires im defensiven Mittelfeld erste Wahl.

Und die Preußen waren dieses Mal in der Anfangsphase wacher. Ein erster Schuss von Sandrino Braun (5.) sorgte für Gefahr. Der SCP übernahm die Regie. Zwei Minuten später folgte das 1:0 bereits. Nach einer Ecke von Rodrigues Pires landete der missglückte Torschuss von Fabian Menig vor den Füßen von Klingenburg: Tor. Das siebte Saisontor tat Klingenburg, der den Verein nach der Saison aller Voraussicht verlassen wird, gut.

SC Preußen Münster – SpVgg Unterhaching

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  • Unterhachings Orestis Kiomourtzoglou ist vor Kevin Rodrigues Pires am Ball.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • René Klingenburg wirft sich ins Duell ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... und wird schon früh als Schütze des SCP-Führungstors gefeiert.

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  • Klingenburg freut sich ...

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  • ... und freut sich ...

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  • ... und kriegt sich kaum noch ...

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  • ... ein vor Freude.

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  • Auch den Trainer freut das Tor.

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  • Cyrill Akono im Duell mit Christoph Greger.

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  • Ole Kittner mit Köpfchen ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... und im Zweikampf mit Maximilian Krauß.

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  • Lion Schweers bei Trainer Marco Antwerpen.

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  • Braun kämpft mit Orestis Kiomourtzoglou um das Leder.

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  • Tobias Rühle bekommt es mit Markus Schwabl zu tun.

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  • Kopfballduell zwischen Sandrino Braun und Hyunseok Hong.

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  • Freude über Simon Scherders Torerfolg.

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  • Weniger zufrieden: Gästecoach Claus Schromm.

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  • Das Tor von ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... Simon Scherder ...

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  • ... sorgt für großen Jubel ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... unter den Preußen-Spielern.

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  • Coach Antwerpen dankt Ole Kittner und Philipp Hoffmann.

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  • Tobias Rühle behauptet gegen Christoph Greger den Ball.

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  • Allein auf der Bank: SCP-Sportchef Malte Metzelder.

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  • Stürmer Tobias Rühle ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... gegen Max Dombrowka.

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  • Zufriedene Gesichter bei den Torschützen Hoffmann und Scherder.

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  • Anti-Rassismus-Statement vor dem Anpfiff.

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  • Torschütze Hoffmann und Sportchef Metzelder.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Allerdings war Münsters Schwung schnell verpufft, weil die Gäste mit hohem Pressing den Spielaufbau beim SCP praktisch abschnitten. Allerdings hatten die Gäste auch nur eine hochkarätige Chance, als Max Schulze Niehues einen Schuss von der Strafraumgrenze von Sascha Bigalke entschärfte. Münster hatte gut und gerne 30 Minuten Leerlauf in der Offensive zu überstehen, ehe nach Flanke von Niklas Heidemann dann Menig köpfen konnte. Das Spiel war bis zur Pause gar nicht mal so schlecht, taktisch geprägt, allerdings ohne die spektakulären Szenen im Strafraum. Münster führte mit 1:0, weil der SCP in einem Moment dank Klingenburg effektiver als der Gegner war.

Schulze Niehues hält

Gleich nach Wiederanpfiff prüfte Orestis Kiomourtzoglou Münsters Keeper Schulze Niehues. Die Partie wurde offener, weil Unterhaching jetzt auch Räume frei gab. Heidemann (52.) schoss scharf und gewann wenig später den Ball auf der linken Seite, stürmte vor und verpasste dennoch knapp das 2:0. Stattdessen fast das 1:1, als Finn Porath durch die SCP-Abwehr stolzierte, doch den Querpass verwertete Kiomourtzoglou nicht – Schweers legte sich im letzten Moment in den Weg. Die Preußen im Glück.

Einzelkritik: SC Preußen Münster – SpVgg Unterhaching

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  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Max Schulze Niehues: Sehr aufmerksam bei hohen Bällen und mit einer super Parade gegen Sascha Bigalke. Ansonsten wenig beschäftigt. Note: 3

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  • Lion Schweers: Vor dem 1:0 sprang der Verteidiger gerade noch rechtzeitig hoch und ließ den Ball passieren. Hinten von Beginn an ohne Schwächen und sehr stabil. In der zweiten Halbzeit sogar mehrfach Retter in höchster Not, als er verschiedene Schüsse blockte. Note: 2

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ole Kittner: Der Chef im Abwehrverbund. Gut in der Luft, vom Aufbauspiel weitgehend befreit. Bekam mehrfach in gefährlichen Momenten noch den Fuß dazwischen. Vorne auch immer ein Unruheherd bei Standards. Note: 2,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Simon Scherder: Nicht jede Abwehraktion klappte, zudem in der Spieleröffnung öfter in der Verantwortung, als ihm lieb war. Doch der Kapitän biss sich rein. Ein paar Fehler zu viel, aber am Ende mit dem herrlichen Tor zum 3:0. Note: 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Menig: Vorbereiter der Führung und auf der rechten Seite ein kämpferisches Vorbild. Schaltete sich auch oft gut ein. Kleinere technische Fehler waren nicht schlimm. Note: 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sandrino Braun: Gerade in der Anfangsphase ein sehr guter Balleroberer im Zentrum. Machte immer den passenden Schritt vor dem Gegner. Als bei vielen Kollegen am Ende die Kräfte schwanden, setzte der 30-Jährige sogar noch zu einigen Spurts an. Note: 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Kevin Rodrigues Pires: Gelbsperre abgesessen und als Lenker wieder schnell im Mittelpunkt. Diesmal durfte der 27-Jährige auch die Standards schießen, was ihm teilweise ordentlich gelang. Gute Zweikampfwerte zudem, am Ende baute er etwas ab. Note: 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann: Ein Kopfballduell brachte ihm eine fette Beule an der Stirn ein. Davon ließ sich der Linksverteidiger jedoch nicht beeindrucken und lieferte auf seiner Seite ein beachtliches Pensum ab. Auch vorne immer wieder zu finden. Als alle anderen platt waren, drehte der Blondschopf erst richtig vor, eroberte den Ball vor dem 2:0 und legte dann auch noch ideal auf. Note: 1,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • René Klingenburg: Nach überstandenem Infekt wieder dabei und diesmal als Zehner gefragt. Seinen Willen und damit seinen Wert bewies er gleich mit dem schnellen Treffer. Im Zentrum sehr präsent, aber nicht immer glücklich mit seinen Aktionen. Die fehlende Kraft war ihm nach der Pause anzumerken, dennoch gab es zu Recht Standing Ovations. Note: 3

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tobias Rühle: Mit langen Bällen wusste der Angreifer nichts anzufangen. Trotzdem mit vielen Ballkontakten und etlichen Metern. Sein Problem: Immer wieder agiert er zu umständlich und macht sich so eigentlich gute Szenen kaputt. Der Aufwand war nichtsdestotrotz bemerkenswert. Note: 3,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Cyrill Akono: Undankbarer Job für den Youngster, der vorne in den Luftduellen chancenlos war. Seine Laufbereitschaft war enorm, er muss aber noch lernen, Bälle festzumachen. Note: 4

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Müller: Viele Aktionen, aber ohne die passende Zielstrebigkeit. Seine Spielweise ähnelte etwas der von Rühle. Das 3:0 legte er immerhin vor. Note: 3,5

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Philipp Hoffmann: Der Knoten ist geplatzt mit seinem ersten Tor seit Mai. Brachte etwas Schwung und mit seinem Solo eben auch die Entscheidung. Keine Note

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Martin Kobylanski: Dem Polen war anzumerken, dass er mit seiner Reservistenrolle nicht zufrieden war. Akzente auf dem Rasen konnte er aber nicht mehr setzen. Keine Note

    Foto: Jürgen Peperhowe

Die Partie wogte jetzt hin und her. Klingenburg, freigespielt von Rühle, scheiterte an Torwart Lukas Königshofer, der Nachschuss von Sandrino Braun wurde erneut von Königshofer abgewehrt, dann kam der eingewechselte Philipp Müller einen Schritt zu spät. Drei Chancen in einem Angriff, die Preußen ließen was liegen. So blieb es spannend.

Heidemann mit starker Partie

Konter durch den agilen Heidemann? Kein Abnehmer in der Mitte. Konter aus der eigenen Hälfte von Müller? Der Preuße verliert den Zweikampf und kommt nicht zum Abschluss. Dann aber doch das 2:0, weil Heidemann den Ball an der Mittellinie gewinnt, durchsteckt zum eingewechselten Philipp Hoffmann (82.) – und der trifft mit seinem ersten Saisontor. Kurz vor Schluss erhöhte Münster durch Innenverteidiger Simon Scherder auf 3:0, der von der Strafraumgrenze traf. Job erfüllt, drei Punkte geholt, Münster hüpft etwas nach vorne in der Tabelle der 3. Liga.

Münster: Schulze Niehues - Schweers, Kittner, Scherder - Menig, Braun-Schumacher, Rodrigues Pires, Heidemann - Klingenburg (85. Kobylanski) - Rühle (76. Hoffmann), Akono (60. Müller). - Trainer: Antwerpen - Ersatzbank: Schnitzler (Tor), Schwarz, Heinrich, Lanius.

Unterhaching: Königshofer - Schwabl, Winkler, Greger, Dombrowka - Kiomourtzoglu (80. Hagn), Hong (67. Kaltner) - Porath, Bigalke - Schimmer, Krauß (67. Widemann). - Trainer: Schromm - Ersatzbank: Mantl (Tor), Bauer, Ehlich

Tore: 1:0 Klingenburg (7., Vorarbeit Menig), 2:0 Hoffmann (82., Ballgewinn Heidemann), 3:0 Scherder (88., Anspiel von Müller). - Schiedsrichter: Hussein (Bad Harzburg). - Zuschauer: 5737. - Gelbe Karten: Akono, Heidemann / Kiomourtzoglou

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