Fußball: 3. Liga
Preußen-Express punktet dreifach in Halle

Halle -

Die Vollgas-Preußen haben wieder zugeschlagen. Eine Woche nach dem spektakulären Auftritt bei Eintracht Braunschweig verdarben die Münsteraner dem Halleschen FC nach allen Regeln der Fußballkunst das Wochenende. Mit einer Galavorstellung zu Beginn und einer Abwehrschlacht am Ende bezwang der SCP den Aufstiegsanwärter mit 2:1.

Samstag, 04.05.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 04.05.2019, 16:37 Uhr
Fußball: 3. Liga: Preußen-Express punktet dreifach in Halle
Jubel nach dem Führungstreffer durch Martin Kobylanski. Foto: Sebastian Sanders

Erwartungsgemäß ließ Trainer Marco Antwerpen seine in der Vorwoche so überzeugende Braunschweig-Besetzung unverändert von der Kette. Veränderungen gab es ausschließlich auf der Ersatzbank, auf der diesmal Jannik Borgmann und Danilo Wiebe Platz nahmen. Tobias Rühle hatte die Fahrt gen Osten gar nicht erst angetreten, der künftige Uerdinger bildete in Münster gemeinsam mit Lukas Cueto die Nachhut.

Für den Rest der Crew war dieser Ausflug nach Halle eine vergleichsweise entspannte Küraufgabe, zumal Hansa Rostock bereits am Freitagabend durch den Erfolg beim VfL Osnabrück den fünften Tabellenrang außer Sichtweite bugsiert hatte. Dafür hatte Gastgeber Halle nicht nur im und rund ums Stadion groß aufgefahren, sondern im gesamten Stadtgebiet zu einer mächtigen PR-Offensive geblasen. Die aktuelle HFC-Formation strahlte überlebensgroß von Plakat- und Häuserwänden und wollte sich im Saisonendspurt über Münster, Braunschweig und Karlsruhe noch den Weg in Liga zwei bahnen.

Doch schon die erste Station führt die Jungs aus der Chemiestadt in eine ausweglose Sackgasse. Münster zeigte sich nicht nur tiefenentspannt, sondern von Beginn an auch spielfreudig und wehrhaft. Den Gästen gehörte die Startphase und folgerichtig auch die frühe Führung durch den Mann, der in seinen letzten Spielen für die Adlerträger an einem kleinen, aber feinen Denkmal bastelt – und wohl auch seinen Marktwert noch einmal in die Höhe treibt. Nach zwölf Minuten bediente Moritz Heinrich Martin Kobylanski mustergültig – und der Kapitän schob locker ein zum 1:0. Tor Nummer drei für Münsters Zehner in den letzten beiden Partien, gleichzeitig Saisontreffer Nummer elf.

Hallescher FC – SC Preußen Münster

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  • Rufat Dadashov verteidigt den Ball gegen Jan Washausen und Tobias Schilk.

    Foto: Sebastian Sanders
  • René Klingenburg im Duell mit Bentley Bexter Bahn.

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  • Zweikampf zwischen Tobias Schilk und Moritz Heinrich.

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  • Martin Kobylanski schiebt den Ball zum 1:0 ein.

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  • Martin Kobylanski freut sich mit Niklas Heidemann, René Klingenburg und Sandrino Braun über seinen Treffer.

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  • Rufat Dadashov, René Klingenburg, Martin Kobylanski und Moritz Heinrich bejubeln das 2:0.

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  • Niklas Heidemann setzt sich gegen Tobias Schilk durch.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Impressionen aus Halle.

    Foto: Sebastian Sanders
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  • Foto: Sebastian Sanders
  • Foto: Sebastian Sanders

Münster blieb auch in der Folge am Drücker, Halle mit dem ehemaligen Preußen-Innenverteidiger Sebastian Mai in der Sturmspitze war erstaunlich blass. Mai teilte gegen seine ehemaligen Kameraden kräftig aus, sah nach 28 Minuten gelb, ansonsten aber bis hierhin kein Land. Für Torgefahr war weiterhin ausschließlich der SC Preußen verantwortlich – ebenso wie für die Tore. Beim zweiten Streich begnügte sich Kobylanski mit der Vorbereiterrolle, seinen gefühlvollen Lupfer an den Fünfmeterraum verwertete Rene Klingenburg per Kopf zum 2:0 (32.).

Jetzt bäumte sich Halle erstmals spürbar auf, biss sich aber an der wehrhaften Preußen-Defensive die Zähne aus. Angeführt von Ole Kittner, der nach einem Ellbogencheck nach 30 Minuten mit einem Kopfverband spielte, hielt die Antwerpen-Combo dagegen. Mit einer verdienten 2:0-Führung der Preußen wurden die Seiten gewechselt.

Münster mit Köpfchen und Turban

Naturgemäß erhöhte Halle in Durchgang zwei den Druck – oder versuchte es zumindest. Kopflos rannten die Platzherren zunächst an, mit Köpfchen und Turban hielt Münster dagegen. HFC-Keeper Eisele stand deutlich häufiger im Blickpunkt als Max Schulze Niehues im Preußen-Tor – bis nach 63 Minuten mehr oder weniger aus dem Nichts der Anschluss gelang. Torschütze: Ausgerechnet Sebastian Mai – unwiderstehlich, aber auch an oder sogar jenseits der Grenze des Erlaubten. Sein Einsatz gegen Ole Kittner wurde von Schiedsrichter Harm Osmers nicht geahndet, der Treffer zum 1:2 zählte.

Abwehrschlacht in der Schlussphase

Spätestens jetzt war ein Großteil der 7469 Zuschauer geweckt, eine heiße Schlussphase wurde eingeläutet und von den Trainern taktisch entsprechend personell ausgestattet. Torsten Ziegner brachte mit Mathias Fetsch und Braydon Manu weitere Offensivkraft, Antwerpen verstärkte mit Jannik Borgmann für Kevin Rodrigues Pires die Defensive. Der angeschlagene Kittner hatte zuvor bereits Lion Schweers Platz gemacht. Es folgte eine Abwehrschlacht, Erinnerungen an das späte Ausgleichstor in Braunschweig wurden wach.

Doch mit einer spektakulären Flugeinlage konnte Schulze Niehues einen Kopfball von Fetsch aus kürzester Entfernung von der Linie kratzen (83.). Zwei Minuten später rutschte das Leder um Zentimeter am Stiefel des einschussbereiten Mai vorbei, der eingewechselte Manu schoss aus vier Metern über das Preußen-Tor. Der Auswärtssieg hing direkt vor den Augen der etwa 50 mitgereisten Preußen-Fans am seidenen Faden. Doch mit allem Glück der Tüchtigen mündete die Zitterpartie wenig später doch noch in die verdiente Jubel-Arie.

Hallescher FC: K. Eisele - Schilk, Kastenhofer, Landgraf - Ajani (74. Fetsch), Jopek (74. Manu), Washausen (20. Lindenhahn), Sohm - Bahn - Pagliuca, Mai

Preußen Münster: Schulze Niehues - Menig, Kittner (66. Schweers), Scherder, Heidemann - Braun - Klingenburg, Rodrigues Pires (75. Borgmann)- Kobylanski - Heinrich (70. Hoffmann), Dadashov

Tore: 1:0 Kobylanski (13.), 2:0 Klingenburg (32.), 2:1 Mai (64.)

Zuschauer: 7469

Gelbe Karten: Bexter-Bahn, Mai / Menig, Schulze Niehues

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