Fußball: 3. Liga
Dem KSC die Party vermiesen – Preußen als „Partycrasher“?

Münster -

Fünf Spiele ist der SC Preußen Münster in der 3. Liga ungeschlagen, im Heimspiel gegen den Karlsruher SC möchte der SCP die Bilanz fortschreiben. Derweil kämpft die U 23-Auswahl um den Oberliga-Aufstieg – der Kunstrasenplatz als Trainingsfels am Preußenstadion ist dabei gesperrt.

Montag, 06.05.2019, 17:48 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 13:40 Uhr
Haben noch einmal richtig Fahrt aufgenommen: die Spieler von Preußen Münster, hier nach dem 1:0-Sieg in München.
Haben noch einmal richtig Fahrt aufgenommen: die Spieler von Preußen Münster, hier nach dem 1:0-Sieg in München. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Saison in der 3. Liga befindet sich auf der Zielgeraden. Das Heimspiel gegen den Karlsruher SC sowie die Auswärtspartie beim FSV Zwickau stehen noch auf der Agenda der Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen. Der hat seine Schützlinge noch einmal richtig auf Vordermann gebracht. Nach der Umstellung auf eine Mittelfeldraute ist der SCP seit fünf Partien (elf Punkte) ungeschlagen, zuletzt wurden die Aufstiegshoffnungen des Halleschen FC durch einen 2:1-Auswärtssieg praktisch auf Null gestellt. Gegen den Karlsruher SC möchte sich der SCP auch als „Partycrasher“ etablieren. Gewinnt der SCP die Partie, während gleichzeitig Wehen Wiesbaden gegen Osnabrück siegt, wäre die Frage nach dem zweiten Zweitliga-Aufsteiger verschoben. Keine KSC-Feier in Münster.

Der letzte Auftritt in Zwickau ist für die Statistik und Tabelle, so nebenbei auch entscheidend in Sachen Punktprämie für Spieltag 38.

Acht Jahre in der 3. Liga

Vor acht Jahren stieg der SC Preußen in die 3. Liga auf. Aktuell kann der SCP noch das zweitbeste Punkteergebnis seitdem erzielen und auch die zweitbeste Abschlussplatzierung erreichen. Knapp am Zweitliga-Aufstieg vorbei schrammte der SCP 2013 mit 72 Punkten als Vierter. Der schlechteste Punktewert wurde 2016 mit 49 Punkten erreicht, Platz zwölf im Jahr 2012 ist die schlechteste Platzierung seit Zugehörigkeit zur 3. Liga: 12. Platz mit 50 Punkten 4. Platz mit 72 Punkten 6. Platz mit 53 Punkten 8. Platz mit 54 Punkten 9. Platz mit 49 Punkten 9. Platz mit 51 Punkten 10. Platz mit 52 Punkten aktuell Platz 6 mit 52 Punkten 5. mit 58 Punkten

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Die SCP-Erstvertretung will ihre positive Serie fortführen. Die Zweitvertretung in der Westfalenliga bei noch drei ausstehenden Spieltagen den Oberliga-Aufstieg perfekt machen. Die Bedingungen dafür sind alles andere als optimal. Denn seit Montag wird der Kunstrasenplatz am Preußenstadion überarbeitet. Dabei wird nicht nur der „Teppich“ geflickt, sondern auch der Untergrund bearbeitet und neu geebnet. Offenbar müssen auch Baufehler der Vergangenheit aufgearbeitet werden. Die ganze Prozedur wird deshalb wohl mehrere Wochen dauern, kein Kinderspiel also. In der Vorbereitung auf die Saison 2019/20 soll alles wieder hergestellt sein.

U-23-Trainer Sören Weinfurtner wird die Trainingseinheiten andernorts austragen müssen als auf dem gewohnten Kunstrasenfeld. Das ist eine formidable Baustelle. Der „grüne Finger“ in Gievenbeck ist genauso ein Ausweich-Trainingsort wie Plätze in Coerde oder beim ESV Münster. Die Nachbarn helfen aus. Und die U 23 wird auch auf Platz 3, dem Rasenfeld der Profis, üben können. „Wir müssen alle zusammenrücken“, sagt Geschäftsführer Bernd Niewöhner , Sonntag geht es im Derby für die U 23 gegen TuS Hiltrup. Das Profiteam hat dann seine Saisonheimspiele mit der Begegnung gegen Karlsruhe abgearbeitet.

Soweit, so gut. Aber auch da stellt sich die Frage, was passiert, wenn der KSC in Münster den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen würde – und in welchem Zustand ist der Rasenplatz im Preußenstadion dann am Sonntag?

Klingenburg und Akono im Fokus

Beim Fußball-Trainingscamp in Telgte unkte SCP-Spieler René Klingenburg unlängst, dass er Bademeister geworden wäre, wenn es nicht zum Fußball-Profi gereicht hätte. Nächste Saison wird der 25-Jährige nicht mehr in Münster spielen, Zweitligist Dynamo Dresden zeigt Interesse, der SC Paderborn nicht. Ebenfalls im Fokus steht Cyrill Akono. Am 19 Jahre alten Angreifer sollen die Erstligisten FSV Mainz 05 und RB Leipzig Interesse haben. Akonos Vertrag läuft bis 2021, dem SCP winkt bei einem Wechsel bis zu 300 000 Euro Ablöse.

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Rund 1600 Gäste-Fans reisen aus Baden an, der in solchen Fällen übliche Platzsturm von Anhängern zu ihrer Mannschaft könnte dem Rasengeläuf im Preußenstadion richtig zu setzen. „Wir setzen auf ein friedvolles Fußball-Fest“, sagt Sportchef Malte Metzelder. Und hofft, dass im Falle eines Falles eben kein „Platzsturm“ stattfindet. „Das ist natürlich eine offene Flanke“, sagt Bernd Niewöhner. Die Absprachen mit Polizei, Ordnungsdienst und Verein haben bereits stattgefunden, die Ausgangslage ist klar, es soll auf den Rängen gefeiert werden – auch um ein Aufeinandertreffen der Fangruppen zu verhindern.

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