Fußball: 3. Liga
Preußen gewinnen eine irre Partie mit 3:2 gegen Kaiserslautern

Münster -

Preußen Münster hat dramatisch das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 gewonnen. Torwart Max Schulze Niehues wehrte einen Foulelfmeter ab, sein Gegenüber Lennart Grill legte sich den Ball zum Siegtreffer der Preußen ins eigene Tor. Der SCP hatte zweimal einen Rückstand egalisiert. Ein irres Spiel.

Samstag, 03.08.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 17:10 Uhr
Fußball: 3. Liga: Preußen gewinnen eine irre Partie mit 3:2 gegen Kaiserslautern
Foto: Jürgen Peperhowe

Was für ein Spiel! Was für ein Sieg! Für Preußen Münster . Der Fußball-Drittligist bezwang vor 8140 Zuschauern den 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 (0:1). Das Team von Trainer Sven Hübscher trotzte allen Widerständen, egalisierte zwei Rückstände und nahm dankbar das Eigentor von Lauterns Tormann Lennart Grill in der 85. Minute zum Sieg an. Die Rückstände durch Christoph Hemlein (45.+1) und Timmy Thiele (75.) egalisierten Rufat Dadashov (51.) und Simon Scherder (77.). Zudem hielt auch noch Max Schulze Niehues (51.) einen Foulelfmeter von Carlo Sickinger. Das war ein starkes Stück der Preußen.

„Die Art und Weise, wie wir den Sieg geholt haben, ist besonders. Wir haben ein Feuerwerk abgebrannt“, war SCP-Trainer Sven Hübscher hörbar stolz auf seine Mannschaft, die in der Wochenmitte noch in Duisburg Lehrgeld gezahlt hatte. „Beide Mannschaften haben am Ende einer englischen Woche alles rausgehauen. So ein Spiel habe ich auch noch nicht erlebt“, befand Kaiserslauterns Coach Sascha Hildmann. Münster hat nun sieben Punkte gesammelt, sechs davon in der englischen Woche, eine sehr, sehr ordentliche Bilanz.

Zwei Startelf-Änderungen

SCP-Coach Hübscher änderte seine Startelf nach dem 0:2 in Duisburg auf zwei Positionen. Heinz Mörschel und Luca Schnellbacher waren erste Wahl, Lucas Cueto und Nico Brandenburger dafür nur Reservisten. Der 40-Jährige musste mehr Druck in seine Offensive bekommen, nur ein Torschuss nach 90 Minuten wie bei der Auswärtspleite in der Wochenmitte an der Wedau war einfach zu wenig.

Viele, viele Chancen

Und der SCP lieferte dann eine recht ansehnliche erste Halbzeit ab. Anders als in Duisburg kamen die Preußen zu jeder Menge Abschlüssen und hatten beste Chancen zur Führung. Es begann mit Schnellbacher (8. und 11.), dann versuchte sich mehrfach Rufat Dadashov (21., 36. und 38.), zwischendrin köpfte Fridolin Wagner (29.) gefährlich. Die beste Möglichkeit vergab aber der aufgerückte Innenverteidiger Simon Scherder, als die Gäste auf Abseits spielten. Doch Tormann Lennart Grill reagierte zum wiederholten Male prächtig, als er den Schuss aus vielleicht zehn Metern zur Ecke faustete.

Die Gäste spielten auch teilweise gefällig mit, leisteten sich aber auch eine Reihe von Abspielfehlern. Eigentlich war ein abgefälschter Schuss des Ex-Bielefelders Christoph Hemlein (32.) die größte Gefahr für den SCP, doch Max Schulze Niehues wehrte den Ball ab.

SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern

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  • Simon Scherder, Rufat Dadashov und Heinz Mörschel stemmen sich gegen Florian Pick.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Seref Özcan und Luca Schnellbacher setzen sich mit Christoph Hemlein auseinander.

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  • Zum Haareraufen: Scherder und Dadashov nach einer vergebenen Chance.

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  • Christoph Hemlein setzt sich gegen Luca Schnellbacher und Niklas Heidemann durch.

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  • Luca Schnellbacher im Duell mit Janik Bachmann.

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  • Simon Scherder.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SCP-Coach Sven Hübscher.

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  • Fridolin Wagner beim Kopfball.

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  • Kevin Rodrigues Pires behauptet sich gegen Christoph Hemlein.

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  • Der Preußentrainer.

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  • Rufat Dadashov im Zweikampf mit Ndonga Matuwila.

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  • Julian Schauerte gegen Florian Pick.

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  • Sascha Hildmann, Trainer der Lauterer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sehen Sie im Folgenden viele weitere Impressionen aus dem Preußenstadion.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
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  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe
  • SC Preußen Münster – 1. FC Kaiserslautern Foto: Jürgen Peperhowe

Münster erarbeitete sich viele Chancen, das war besser als zuletzt in Duisburg oder zum Saisonstart in München. Nur die Effektivität fehlte. Ganz anders die Lauterer. Als Florian Pick in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aufdrehte, kamen Heinz Mörschel, Fridolin Wagner und Ole Kittner zu spät, zudem sah auch Tormann Schulze Niehues nicht wirklich gut aus bei dem Schuss. 0:1. Kaiserslautern führte.

Umstrittener Elfmeter

Der SCP war nicht geschockt, fing sofort nach Wiederanpfiff mit der Chancen-Produktion wieder an. Doch Schiedsrichter Florian Heft spielte den Gästen förmlich in die Karten nach 51 Minuten. Ein Tackling von Simon Scherder an Pick wertete er als Elfmeter. Natürlich halfen die Proteste nicht. Schulze Niehues, nicht gerade als Elfmeterkiller, bekannt, musste ran – und hielt den schwach geschossenen Elfer von Sickinger.

Das waren verrückte 15 Sekunden, denn Schulze Niehues hielt den Ball fest, stürmte nach vorne und leitete den Gegenangriff ein, und Özcan legte letztlich auf für Dadashov – der Ausgleich. Wahnsinn, kein 0:2, sondern 1:1. Hochverdient im Übrigen vor 8140 Zuschauern. Die Preußen wollten dranbleiben. Hatten erneut durch den aufgedrehten Dadashov und einen Kopfball von Mörschel Chancen zur Führung. Das war schon da mal wieder eine gute Fußball-Unterhaltung im Preußenstadion.

Kurze Auszeit

Nach einer Stunde wurden die Gäste aus der Pfalz stärker, der SCP nahm sich eine kurze Auszeit. Zwar hatte Mörschel noch eine gute Möglichkeit, doch in der 70. Minute verhinderte Scherder größeres Unheil, als er sich mit letzter Kraft in einen Schuss von Timmy Thiele warf, der mustergültig von Pick in Szene gesetzt worden war. Dann patzte Rodrigues Pires, sein Ballverlust bescherte dem eingewechselten Antonio Jonjic freie Bahn, der Schuss ging knapp am Preußentor vorbei. Wenig später war es aber passiert. Rodrigues Pires verpasste den Ball in die Tiefe, Manfred Starke startete durch und bediente Thiele (75.). Wieder führte Kaiserslautern.

Wütende Preußen

Aber die wütenden Preußen geben nicht klein bei, wobei zunächst Özcan und Mörschel im Doppelpack vergaben. Aber nach einer Ecke von Rodrigues Pires staubte Scherder zum 2:2 ab. Der Wahnsinn nach der Pause hörte nicht auf. Aber vielleicht jetzt.

Neeee, dieses Mal nicht. Die Preußen wollten keinen Punkt, sie wollten alle drei. Und die sollten sie bekommen. Denn nach einem Freistoß von Özcan legten sich die Gäste den Ball ins eigene Tor, Schlussmann Grill patzte im großen Stil. Der SCP hatte sein Glück auch erzwungen. Alles, was in Duisburg noch nicht geklappt hatte, funktionierte. „Oh, wie ist das schön“, schallte es aus den Boxen. Ja, für die Preußen-Anhänger war das schön wie selten. Ein ganz besonderer Sieg. Am Dienstag um 18.30 Uhr geht es beim SC Reken um 18.30 Uhr weiter, die 1. Runde im Westfalenpokal steht an. Die Preußen werden mit breiter Brust auflaufen.

SCP: Schulze Niehues - Schauerte , Kittner, Scherder, Heidemann - Wagner, Rodrigues Pires - Özcan (85. Cueto), Mörschel (81. Brandenburger), Schnellbacher (46. Hoffmann) - Dadashov - Trainer: Hübscher, Ersatzbank: Schnitzler (Tor), Borgmann, Brandenburger, Tezel, Hoffmann, Erdogan, Cueto

Kaiserslautern: Grill - Schad, Matuwila, Sickinger, Hercher - Bachmann - Hemlein (67. Jonjic) Starke, Fechner, Pick - Thiele - Trainer: Hildmann, Ersatzbank: Spahic (Tor), Kraus, Bergmann, Morabet, Gözütok, Hainault, Jonjic

Tore: 0:1 Pick (45.+1, keine Vorarbeit), 1:1 Dadashov (51., Vorarbeit Özcan), 1:2 Thiele (7., Vorarbeit Starke), 2:2 Scherder (77., Vorarbeit Mörschel), 3:2 Eigentor Grill (85., Freistoß Özcan) - Zuschauer: 8140 - Schiedsrichter: Heft - Bes. Vorkommnis: Schulze Niehues (51.) hält Foulelfmeter von Sickinger - Gelbe Karten: Heidemann, Schnellbacher, Dadashov - Bachmann, Schad

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