Fußball: 3. Liga
Preußen bleiben ein gern gesehener Gast – 2:3 bei den Würzburger Kickers

Würzburg -

Drittes Auswärtsspiel des SC Preußen Münster in dieser Saison, wieder kein Sieg, noch nicht einmal ein Punktgewinn. Bei den Würzburger Kickers verlor der Fußball-Drittligist mit 2:3. Unglücksrabe war dabei Startelf-Debütant Ugur Tezel.

Samstag, 17.08.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 17.08.2019, 17:28 Uhr
Fußball: 3. Liga: Preußen bleiben ein gern gesehener Gast – 2:3 bei den Würzburger Kickers
Für die Preußen war in Würzburg kein Punkt zu holen. Foto: Jürgen Peperhowe

Wieder war nichts zu holen in der Fremde für den SC Preußen Münster . Gute zehn Anfangsminuten versprachen eigentlich mehr. Am Ende aber siegten die Würzburger Kickers vor 4355 Zuschauern mit 3:2 (2:1). Luca Pfeifer (13.), Albion Vrenezi (45.) per Foulelfmeter und Fabio Kaufmann (60.) trafen für die Kickers, Julian Schauerte (38.) hatte für das 1:1 gesorgt, Luca Schnellbacher (88.) schoss das 2:3. Bitter für die Preußen: Abwehrchef Ole Kittner musste mit einer Sprunggelenks-Verletzung nach einer halben Stunde das Spielfeld verlassen.

Trainer Sven Hübscher wartete mit einer Überraschung auf, als er Ugur Tezel zum Drittliga-Startelf-Debüt verhalf. Rechtsverteidiger Tezel verdrängte auf der linken Seite Niklas Heidemann. Ansonsten fanden sich die üblichen Verdächtigen wieder auf dem Feld im 4-2-3-1-System der Preußen. Nach einer guten und griffigen Trainingswoche, in der der SCP-Coach phasenweise mit 21 Feldspielern effektiv arbeitete, wurde einiges von den Preußen erwartet.

Und in einer unterhaltsamen ersten Hälfte hatten die Gäste den besseren Start. Seref Özcan und Luca Schnellbacher deuteten Gefahr an. Aber Letztgenannter hätte nach elf Minuten die Führung für Münster markieren müssen. Flanke von Özcan, Ablage von Heinz Mörschel, aber aus kurzer Distanz traf Schnellbacher nicht. Das machten die Hausherren mit ihrem ersten Angriff deutlich besser. Dave Gnaase narrte auf der linken Seite Tezel und fand vor dem Tor auch noch Luca Pfeiffer, Würzburg führte mit der ersten Chance gleich mit 1:0.

Würzburger Kickers – SC Preußen Münster

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  • Der 1:0-Führungstreffer für die Würzburger durch Dave Gnaase.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Luca Schnellbacher mit einer Großchance vor Würzburgs Keeper Eric Verstappen.

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  • Simon Scherder im Duell mit Dave Gnaase.

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  • Luca Schnellbacher gegen Hendrik Hansen.

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  • Schauerte und Schnellbacher bejubeln den 1:1-Ausgleichstreffer der Preußen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schauertes Torerfolg mit Köpfchen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Impressionen aus Würzburg.

    Foto: Jürgen Peperhowe
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Es dauerte, bis sich der SC Preußen wieder sortiert hatte. Denn gleich prüfte Pfeiffer wieder den aufmerksamen Schlussmann Max Schulze Niehues, die Kickers konnte mehrfach vielversprechend Konter gegen wacklige Preußen anbringen. Aber bis zur 29. Minute ging alles gut, doch dann verletzte sich Abwehrchef Ole Kittner ohne Fremdeinwirkung am Sprunggelenk. Okan Erdogan kam für ihn ins Spiel. Wenig später: Es sah zunächst schlimmer aus, als es letztlich war, als sich mit Simon Scherder der zweite Innenverteidiger der Preußen am Boden wälzte. Es war kein überhartes Spiel, aber die Kickers teilten dann und wann aus, und die Preußen mussten nur einstecken, diese Rollen waren klar verteilt.

Schauerte per Kopf zum Ausgleich

Das Hübscher-Team fing sich. Und dann ging es ganz flott, nach Özcan-Flanke legte Schnellbacher auf und Julian Schauerte köpfte zum 1:1 (38.) ein. Die Preußen waren zurück in der Partie. Als Schulze Niehues noch einen Kopfball von Pfeiffer (43.) glänzend entschärfte, richteten sich beide Parteien auf ein 1:1 zur Pause ein.

Doch Tezel, der einen mehr als unglücklichen Eindruck in dieser Halbzeit hinterlassen hatte, leistete sich in der 45. Minute noch ein Foulspiel auf der Strafraumgrenze an Fabio Kaufmann. Den fälligen Strafstoß verwandelte Albion Vrenezi sicher zum 2:1 für die Hausherren. Ereignisreiche 45 Minuten waren vorüber, die Preußen stapften bedröppelt in die Kabine.

Für uns war das ein unglückliches Spiel. Wir haben nicht gut gespielt. Aus diesem Spiel müssen wir lernen, wir werden an unseren Fehlern arbeiten.

SCP-Coach Sven Hübscher

Das war insgesamt ein verdienter Sieg von uns. Mit dem Treffer zum 2:3 haben wir die Preußen noch einmal kurz eingeladen. Dabei hätten wir nach dem Tor zum 3:1 noch Chancen auf einen höheren Sieg gehabt.

Würzburgs Coach Michael Schiele

Tezels Horrortrip auf dem Rasen ging nach der Pause weiter. Kaufmann (51.) drehte den SCP-Verteidiger bereits einmal ein, praktisch als Vorwarnung, der Schuss ging aber am Tor vorbei. Eine Minute später verlor Tezel die Übersicht im Laufduell, Kaufmann allein vor Schulze Niehues – 3:1. Der Griff in die Taktikkiste mit Tezel auf links hatte nicht funktioniert. Eigentlich hätte Tezel in der Pause bereits von dieser Partie erlöst werden müssen.

Schnellbachers 2:3 kommt zu spät

Der Rest ist schnell erzählt, fast schon logisch war, dass sich der SCP nicht mehr von den Nackenschlägen erholte. Özcan sorgte noch ein, zwei Mal mit Schüssen für Gefahr, der eingewechselte Maurice Litka schoss scharf, da waren schon 81 Minuten gespielt. Doch die nun selbstbewussten Würzburger hatten alles im Griff und nutzten zudem ihre guten Chancen nicht zu einer höheren Führung. Münsters 2:3 durch Schnellbacher sorgte für etwas Spannung, kam aber zu spät.

Würzburg: Verstappen - Hemmerich, Hansen, Schuppan, Kwadwo - Hägele, Gnaase (80. Baumann), Sontheimer - Kaufmann (87. Schweers), Pfeiffer, Vrenezi (78. Widemann). - Trainer: Schiele - Ersatzbank: Müller (Tor), Baumann Ibrahim, Schweers, Widemann, Ronstadt

Münster: Schulze Niehues - Schauerte, Kittner (30. Erdogan), Scherder, Tezel - Wagner, Rodrigues Pires - Öczan (80. Hoffmann), Mörschel (61. Litka), Schnellbacher - Dadashov. - Trainer: Hübscher - Ersatzbank: Schnitzler (Tor), Brandenburger, Litka, Hoffmann, Erdogan, Hoffmeier, Heidemann

Tore: 1:0 Pfeiffer (14., Vorarbeit Gnaase), 1:1 Schauerte (38. Kopfballablage Schnellbacher), 2:1 Vrenezi (45., Foulelfmeter, Tezel an Kaufmann), 3:1 Kaufmann (60., Zuspiel Pfeiffer), 3:2 Schnellbacher (88., Freistoß Rodrigues Pires). - Schiedsrichter: Benen (Nordhorn). - Zuschauer: 4355 - Gelbe Karten: Schuppan - Wagner, Litka, Erdogan

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