Fußball: 3. Liga
Preußen Münster zu Gast in Rostock

Münster -

Auswärts hat Drittligist SC Preußen Münster in dieser Spielzeit noch nicht gewonnen. Am Samstag bietet sich die Gelegenheit, das im vierten Anlauf zu ändern. Allerdings hat der SC Hansa Rostock nach verkorkstem Ligastart auch nichts zu verschenken.

Freitag, 30.08.2019, 14:30 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 13:10 Uhr
Zentrale Figur im Preußen-Spiel: Fridolin Wagner, hier beim Kopfball, ist wie viele seiner Kollegen gesetzt.
Zentrale Figur im Preußen-Spiel: Fridolin Wagner, hier beim Kopfball, ist wie viele seiner Kollegen gesetzt. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Bilanz der Preußen in fremden Stadien bedarf in dieser Saison dringend einer Auffrischung. Neben einem eher glücklichen Auftakt-Remis bei 1860 München stehen zwei verdiente Niederlagen in Duisburg und Würzburg zu Buche. An der Ostsee unternehmen die Münsteraner nun den vierten Versuch. „Wir wollen jetzt mal das erste Auswärtsspiel gewinnen“, sagt Trainer Sven Hübscher vor dem Auftritt bei Hansa Rostock (Samstag, 14 Uhr).

Zumindest zwischen den Zeilen ist herauszuhören, dass der 40-Jährige Statik und Taktik der Gastgeber für anfällig hält. „Sie spielen ein kompaktes 3-4-3, sind gut organisiert, stehen eher tief und arbeiten mit vielen langen Bällen in die Spitze. Oft stehen dort fünf Mann auf der letzten Linie.“ Für seine Elf sieht der 40-Jährige hier die Gelegenheit, über Umschaltmomente erfolgreich zu sein. Welche Art der gegnerischen Spielidee dem SCP aktuell mehr liegt, vermag er nicht zu sagen. „Gefährlich wird es, wenn die andere Mannschaft mit Tempo in die Spitze kommt. Aber wir versuchen uns eh Woche für Woche drauf einzustellen, was uns erwartet.“

Der Gegner im Check: Hansa Rostock

Hansa will schon seit einiger Zeit zurück in die 3. Liga, stand auch im Sommer auf vielen Favoritenzetteln, doch fünf Punkte aus sechs Partien sind viel zu wenig. Ein echter Fehlstart. Das jüngste 2:2 in Ingolstadt war ein Lichtblick. In dieser Woche verpflichteten die Hanseaten den erfahrenen Nik Omladic vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Er soll noch nicht im Kader stehen. Auch Ex-Preuße Julian Riedel, sonst Führungsspieler, ist wegen einer Knieblessur nicht dabei. Zudem fehlt Maximilian Ahlschwede (Infekt). Jens Härtel ist gerade im Osten des Landes ein angesehener Mann. Den 1. FC Magdeburg führte er 2018 in die 2. Liga, wurde da aber im Misserfolg gefeuert. In Rostock ist seine Bilanz eher mäßig. Vor dem Preußen-Gastspiel sagt er klar: „Wir sind in der Bringschuld.“ Mirnes Pepic kassierte jüngst nach der 0:1-Niederlage in Runde eins des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart eine Geldstrafe. Er verschickte eine Whatsapp-Sprachnachricht an einen Freund, in der er die Kollegen kritisierte und sich als Joker lobte. Blöd nur: Diese wurde öffentlich ...

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Mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden rangieren die Adler bei (natürlich) ausgeglichenem Mittelfeld genau im Liga-Mittelfeld. Im Kader wird sich nur eine Kleinigkeit ändern. Für Ugur Tezel ist Neuzugang Alexander Rossipal dabei. Auch für die Startelf drängen sich kaum Änderungen auf. Die, die aktuell die Nase vorn haben, scheinen erst mal gesetzt. In der Abwehr fehlen aktuell eh Alternativen. „Es ist aber nicht so, dass die zweite Reihe von hinten keinen Druck macht“, sagt Hübscher, der in den vergangenen Tagen mit einigen Reservisten Gespräche führte und darauf hinwies, dass es wichtig ist, geduldig auf eine Chance zu warten. „Es gibt einige, die gut trainieren. So gut, dass ich sogar überlege, wie ich sie irgendwie auf den Platz bringen kann.“ Namen möchte er bewusst nicht nennen. Doch klar ist, dass etwa Philipp Hoffmann oder Nico Brandenburger den Anspruch haben, von Anfang an aufzulaufen. Rossipal ist eine neue Option, so dass Mittelfeldchef Fridolin Wagner nicht mehr wie zuletzt gegen Uerdingen die einzige Notfall-Variante für die Innenverteidigung bleibt.

Schon vier Preußen-Siege in Rostock

Nach einer Einheit am Freitagmorgen machten sich die Preußen im Bus auf den Weg nach Norden. „Mir ist es lieber, wenn wir noch mal unseren eigenen Platz und unsere eigenen Physios nutzen“, sagt Hübscher. Ein Training unterwegs ist derzeit keine Option. Rein statistisch betrachtet, dürften der Coach („Rostock könnte definitiv höher stehen“) und seine Mitstreiter mit einem guten Bauchgefühl zur Kogge reisen. Siebenmal trat der SCP seit 2013 bei Hansa an, nur einmal kassierte der Gast eine Niederlage – viermal gab es einen Sieg. Zuletzt vor knapp einem Jahr ein 4:1. Mit drei Toren von Rufat Dadashov. SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Erdogan, Scherder, Heidemann – Wagner, Rodrigues Pires – Özcan, Litka, Schnellbacher – Dadashov

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