Kinderpornografie-Verdacht
Schwere Vorwürfe gegen Christoph Metzelder

Düsseldorf -

Bislang ist es nur ein schlimmer Verdacht: Der frühere Nationalspieler Christoph Metzelder soll kinderpornografische Fotos verbreitet haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Mittwoch, 04.09.2019, 11:40 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 11:46 Uhr
Kinderpornografie-Verdacht: Schwere Vorwürfe gegen Christoph Metzelder
Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen Christoph Metzelder wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg erklärte gegenüber dem Boulevardblatt: „Wir führen ein Ermittlungsverfahren gegen einen 38-jährigen Deutschen wegen des Verdachts der Verbreitung von kinderpornografischen Schriften, dazu gehören auch digitale Bildaufnahmen. In diesem Zuge wurden Durchsuchungsbeschlüsse beim Amtsgericht Hamburg erwirkt. Diese wurden vollstreckt.“

Laut „Bild“-Zeitung soll es sich dabei um Metzelder handeln, der unter anderem für Borussia Dortmund, Real Madrid und Schalke 04 spielte. Seine Profikarriere startete er 1999 beim Drittligisten SC Preußen Münster, dort sitzt er seit 2016 auch im Aufsichtsrat.

Eine Staatsanwältin aus Hamburg bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch, dass es sich bei dem Verdächtigen um Christoph Metzelder handelt. Ob und wie er sich zu den Vorwürfen geäußert hat, sagte die Staatsanwältin nicht. Er sei nicht festgenommen worden.

Hausdurchsuchung in Düsseldorf

Fahnder sollen den gebürtigen Halterner laut „Bild“ am Dienstag in der Sportschule Hennef abgefangen haben. Dort absolviert der Vizeweltmeister von 2002 zurzeit einen Lehrgang zum Fußballlehrer. Die Ermittler beschlagnahmten dem bericht zufolge das Mobil-Telefon und begleiteten ihn anschließend zu seinem Haus in Düsseldorf.

Hintergrund: Nach Informationen der Zeitung soll sich eine Ex-Freundin bei der Hamburger Polizei gemeldet haben und 15 kinderpornografische Fotos vorgelegt haben, die sie per WhatsApp bekommen haben soll. Absender: angeblich Metzelder. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das nicht.

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