Fußball: Oberliga
Serie des Aufsteigers Preußen II hält auch im Derby gegen Rheine an

Münster -

Wohin mag dieser Höhenflug wohl noch führen? Die zweite Mannschaft von Preußen Münster besticht aktuell mit zahlreichen unterschiedlichen Qualitäten. Beim 2:0 gegen Eintracht Rheine feierte der Neuling im Derby den vierten Sieg am Stück.

Sonntag, 22.09.2019, 19:16 Uhr aktualisiert: 22.09.2019, 20:16 Uhr
Kürsat Özmen (M.), unterstützt von Marcel Hoffmeier (2.v.l.) stürzt sich ins Duell mit den beiden Ex-Preußen auf FCE-Seite, Adrian Knüver (l.) und Philip Röhe (r.).
Kürsat Özmen (M.), unterstützt von Marcel Hoffmeier (2.v.l.), stürzt sich ins Duell mit den beiden Ex-Preußen auf FCE-Seite, Adrian Knüver (l.) und Philip Röhe (r.). Foto: Peter Leßmann

Auch eine halbstündige Unterzahl bremste Preußen Münster II in der Oberliga nicht aus. Dem qualitativ sehenswerten Aufsteiger gelang mit dem 2:0 (0:0) gegen den FC Eintracht Rheine auf Kunstrasen der vierte Sieg am Stück. Etliche Zuschauer werden sich erneut einfinden – weil es tatsächlich Spaß macht, dieser Truppe zuzusehen.

Inzwischen dürfen die Spieler gar nicht mehr vom Grün, ohne kurz und laut mit den treuen Fans zu feiern – solche Szenen gab es in der Westfalenliga nie. „Wir nehmen alles gerne mit, aber es kommen auch andere Zeiten“, sagte Trainer Sören Weinfurtner , der noch lernen muss, das „Bad in der Menge“ wirklich zu genießen. „Mit unserem Lauf war in der Form nicht zu rechnen – man spürt, dass alle Bock haben, ihre Qualität auf den Platz zu bringen.“

Vor dem vierten Heimspiel gab es ein großes Händeschütteln – elf Akteure aus dem Eintracht-Kader haben eine Preußen-Vergangenheit, andersherum spielte Nicolai Remberg wie Julian Hölscher einst für Rheine. Der FCE schien gehörigen Respekt mitgebracht zu haben, denn direkt vom Start weg dominierten die Preußen. Trotz etlicher Umstellungen: Jan Klauke und Jonas Ströker fehlten der Defensive, Fabian Kerellaj und Drittliga-Torschütze Joel Grodowski der Offensive. Kapitän Marius Mause musste als Linksverteidiger ran. Kürsat Özmen warf vorne andere Tugenden in die Waagschale als der dynamische Grodowski. Der neue Mix passte aber – auch Innenverteidiger Julius Woitaschek agierte seelenruhig zuverlässig an der Seite von Nils Burchardt.

Münster spielte, Rheine reagierte, aber wirklich gestoppt bekam die Elf um Kapitän und Stürmer Timo Scherping den Elan kaum. Özmen kam zu Abschlüssen gegen Keeper Philipp Hinkerohe, den Mitspieler Nils Hönicke fast per Eigentor bezwungen hätte. „Wir haben bis zum Wechsel rein gar nichts zugelassen“, sagte Weinfurtner. Nach 49 Minuten wusste Rheines Neuzugang Guglielmo Maddente, in Münster bestens bekannt, partout nicht, wohin mit dem Ball. Er spielte aus großer Entfernung einen fatalen Rückpass, den Özmen erlief. Hinkerohe foulte den Anstürmenden. Den Elfmeter verwandelte Burchardt ebenso wie zwei andere zuvor in dieser Serie.

Die Führung ließ das Selbstbewusstsein der enorm sattelfesten und disziplinierten Preußen steigen. Özmen setzte im Konter Ousman Touray ein, der an Hinkerohe scheiterte (55.). Preußens Ball-Magnet und Rhythmus-Geber Dominik Klann, einmal mehr der wirkungsvolle Taktgeber im Kollektiv, spielte dann ideal auf Touray, der Rheine zum 2:0 austrickste (57.).

Dann wurde das Spiel ein anderes. Hölscher bekam nach einem Zusammenprall mit Jannis Frauendörfer Gelb-Rot (62.) und war nicht der Einzige, der diese Sanktion partout nicht nachvollziehen konnte. Mit zwei tief stehenden Viererketten gruppierten sich die Preußen wirkungsvoll gegen das Anrennen. „Das können wir auch“, sagte Weinfurtner, der zwar ein paar hohe Hereingaben und Kopfbälle des Gegners sah, aber leidenschaftliche Verteidiger, die sich schadlos hielten. SCP: Prinz – Mekonnen, Woitaschek, Burchardt, Mause – Klann, Remberg (90. Janßen) – Hölscher, Hoffmeier (76. Wegmann), Touray (70. Lackmann) – Özmen (67. Wald)

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