Fußball: 3. Liga
Comeback-Preußen holen Punkt beim Spitzenreiter

Unterhaching -

Spitzenreiter liegen dem SC Preußen. Zwei Wochen nach dem 2:2 in Halle entführten die Preußen mit dem gleichen Ergebnis auch einen Punkt in Unterhaching. In der Tabelle war es allerdings noch nicht der erlösende Schritt aus dem Keller.

Samstag, 05.10.2019, 16:45 Uhr aktualisiert: 05.10.2019, 17:17 Uhr
Fußball: 3. Liga: Comeback-Preußen holen Punkt beim Spitzenreiter
Luca Schnellbacher erzielt den Anschlusstreffer der Preußen. Foto: Wolfgang Fehrmann

Sven Hübscher griff in Unterhaching zu seiner bewährten Spitzenreiter-Taktik. Wie schon vor 14 Tagen beim beachtlichen 2:2 in Halle formierte der Preußen-Coach auch beim Klassenprimus in Unterhaching eine Dreierkette vor Schlussmann Maximilian Schulze Niehues. Neben Okan Erdogan und Simon Scherder rückte Alexander Rossipal in die letzte Abwehrlinie der Preußen . Er vertrat den jungen Vater Ole Kittner, der verständlicherweise einen Kennenlernnachmittag mit seinem zwei Tage alten Töchterchen Linn dem Trip in den Süden vorgezogen hatte. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest die junge Familie Kittner einen entspannteren Nachmittag in Münster verlebte als die Kollegen in München. Denn sattelfest war das münsterische Dreigestirn an diesem trüben Samstag leider nicht. Toreschießen leicht gemacht, lautete vielmehr das stilgebende Motto der Preußen-im ersten Durchgang.

Zwei Trachtenbands und fiesen Nieselregen hatten die Preußen vor dem Anpfiff noch standhaft überstanden, beim ersten nicht einmal besonders gefährlichen Angriffsversuch der Platzherren geriet die westfälische Festung dann aber nach nur sieben Spielminuten völlig aus den Fugen. Mit fast kompletter Besatzung war das Preußen-Kollektiv in dieser Szene irgendwie mittendrin, aber leider war niemand wirklich nah dabei. Simon Scherders verunglückte Kopfballabwehr landete beim freistehenden Sascha Bigalke, der bediente den freistehenden Jim-Patrick Müller und der traf aus der Distanz zur 1:0-Führung. Das Unternehmen Wiedergutmachung geriet früh auf die schiefe Bahn und wenig später fast in Vergessenheit. Die Spielvereinigung ließ Münster in der Folge ein wenig Platz im Mittelfeld, gönnte den harmlosen Gästen ein wenig Ballspielzeit und diverse maximal ungefährliche Eckstöße, um sich nach 30 Minuten mit dem zweiten Torschuss zum zweiten Mal auf der Anzeigetafel zu verewigen. Gegenwehr? Fehlanzeige! Diesmal durfte Torjäger Dominik Stroh-Engel Fuß anlegen. Auch er hatte im Preußenstrafraum Zeit und Muße, das Leder überlegt einzuschieben. Mit einer 2:0-Führung marschierte der Gastgeber in die Kabine, Kellerkind Münster schlich mit hängenden Schultern hintendrein.

SpVgg Unterhaching – SC Preußen Münster

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  • Preußens Seref Özcan spielt den Ball vor zwei Hachinger Gegenspielern.

    Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Und wieder ein schnelles Gegentor: SCP-Keeper Max Schulze Niehues liegt nach dem Hachinger 1:0 am Boden.

    Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Der treue Anhang der Preußen auf der Tribüne.

    Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Skeptisch am Spielfeldrand: SCP-Trainer Sven Hübscher.

    Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Unterhachings Christoph Greger im Duell mit Münsters Seref Özcan.

    Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Sehen Sie im Folgenden zahlreiche weitere Impressionen aus Unterhaching.

    Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Foto: Wolfgang Fehrmann
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  • Foto: Wolfgang Fehrmann
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  • Foto: Wolfgang Fehrmann
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  • Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Foto: Wolfgang Fehrmann
  • Foto: Wolfgang Fehrmann

Es folgten eine „Kopf-Hoch-Kabinenpredigt“ des Trainers und eine Preußen-Elf, deren unentwegte Bemühungen zwar lobenswert, mangels Durchschlagskraft, Kreativität und Konsequenz aber zunächst weiterhin harmlos waren. Als Mittelstürmer Rufat Dadashov dann auch noch die bis dahin größte Chance der Partie nach 65 Minuten fahrlässig vergab und den Ball aus neun Metern nicht an Haching-Keeper Nico Mantl vorbeischieben konnte, sanken die Hoffnungen der etwa 100 mitgereisten Fans auf einen gelungenen Wiesn-Nachmittag weiter drastisch. Doch plötzlich bekam der Oktober dann doch noch sein Fest: Halbzeitneuzugang Nico Schnellbacher traf nach 69 Minuten zum Anschluss und Dadashov vom Elfmeterpunkt in der 83. Minute tatsächlich noch zum Happy End. In der Nachspielzeit schließlich angelte sich Maximilian Schulze Niehues einen von Dominik Stahl aus zwei Metern geschossenen Ball auf der Linie. Was insgesamt dann für ein bisschen westfälische Wiesnstimmung sorgte: Ein Prosit, ein Prosit … 

SpVgg Unterhaching: Mantl - Schwabl, Winkler, Greger, Dombrowka - Hufnagel, Stahl - Bigalke, Müller (90. Dietz) - Schröter (76. Schröter), Stroh-Engel (60. Hain)

Preußen Münster: Schulze Niehues - Erdogan, Scherder, Rossipal (81. Grodowski)- Schauerte, Wagner, Rodrigues Pires, Heidemann - Özcan, Litka (46. Schnellbacher) - Dadashov

Tore: 1:0 Müller (7.), 2:0 Stroh-Engel (30.), 2:1 Schnellbacher (69.), 2:2 Dadashov (83./Elfmeter)

Zuschauer: 2500

Gelbe Karten: Hufnagel, Dadashov

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