Fußball: Oberliga
Nullnummer der Preußen-Reserve gegen Rhynern genügt hohen Ansprüchen

Münster -

Keine Tore muss nicht gleichbedeutend sein mit: Keine Klasse. Sowohl Preußen Münster II als auch der Gast aus Rhynern lieferten sich eine hochklassige Auseinandersetzung, die verdientermaßen ohne Sieger blieb.

Sonntag, 06.10.2019, 18:18 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 17:14 Uhr
Sören Wald hält sich hier Rhynerns Mazlum Bulut vom Hals.
Sören Wald hält sich hier Rhynerns Mazlum Bulut vom Hals. Foto: Peter Leßmann

Wenn die Abwehrreihen brillieren, kann eine sehenswerte wie intensive Partie torlos enden. Preußen Münster II und Westfalia Rhynern aus Hamm schenkten sich im Oberligaduell keinen Zentimeter, erlaubten sich kaum Fehler und dem anderen keine Tore.

Die Preußen waren auch deswegen zufrieden, weil etliche Format-Kicker fehlten – Grodowski, Hoffmeier, Mause, Kerellaj und Touray. Sören Weinfurtner musste gut überlegen, ehe er ins laufende Spiel eingriff. Logisch, dass nicht alle Nachrücker bereits das Liga-Niveau der Genannten aufweisen. „Klar muss sich der eine oder andere noch daran gewöhnen, was hier verlangt wird“, sagte der Trainer. „Das Resultat ist vollkommen okay. Die Präsentation war stark. Wir mussten diese Zweikampfintensität mitgehen. Und das haben wir geschafft.“

Rhynern, weiterhin erst bei fünf Gegentoren stehend, hat eine erwachsene wie robuste Elf, die in die Duelle preschen will. Trainer Michael Kaminski muss um Einsatzwillen nicht betteln. Unerbittliche Duelle auf der Außenbahn wie das von Preußens Linksfuß Lukas Frenkert gegen Michael Wiese hatten es in sich. Die mit großer Klarheit kommunizierende Spielleiterin Nadine Westerhoff (Bochum), DFB-Schiedsrichterin seit 2014, lag in der Regel richtig mit ihren Entscheidungen.

Münsters Solo-Stürmer Kürsat Özmen hatte einen schweren Stand gegen Jeffrey Malcherek und Patrick Polk, die schon physisch überlegen waren. Guten Ideen und guten Ansätzen der enorm wachen Preußen, für die Sören Wald sehr agil startete, mündeten selten in Abschlüssen. Der unerschrockene Özmen hatte welche, einmal war Nicolai Remberg vom Freiraum am Fünfer überrascht. Für die Westfalia traf Robin Ploczicki aus dem Nichts an die Latte (39.). Bezeichnend – Sturmspitze Lennard Kleine war abgemeldet. Weinfurtners umsichtige Innenverteidiger Julius Woitaschek und Jan Klauke waren stets im Bilde. Keeper Marko Dedovic parierte noch einen Wiese-Kopfball stark.

Schwächere 15 Minuten gab es nach Wiederanpfiff. Hier wie da lief der Ball wenig flüssig durch die Reihen. Weinfurtner zog Naod Mekonnen aus der Abwehr heraus auf die Außenbahn und Julius Hölscher in den Angriff. Der emsige Meter-Macher, ein Vorbild an Einstellung, riss seine Mitspieler mit. Gut eingesetzt von Mekonnen und Remberg verzog er aus vollem Lauf. Im Konterspiel besaßen die Preußen am Ende Vorteile. Remberg und der eingewechselte Eduard Wegmann standen im Blickpunkt. Letztgenannter spät erneut: Beim Schuss aus zentraler Lage störte ihn Malcherek. Ein Kontakt lag vor, einen Elferpfiff gab es nicht.

SCP: Dedovic – Mekonnen, Woitaschek, Klauke, Janßen – Burchardt – Hölscher, Wald (66. Alves Duarte), Remberg, Frenkert (84. Ströker) – Özmen (73. Wegmann)

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