Fußball: 3. Liga
Kein leichter Gang für Preußen Münster zum FC Ingolstadt

Münster -

Der SC Preußen Münster gehört inzwischen zum Inventar der 3. Liga. Und doch könnte die aktuelle Spielzeit eine denkwürdige werden. Abstiegskampf heißt die bittere Realität. Am Samstag geht es nach Ingolstadt.

Donnerstag, 24.10.2019, 01:28 Uhr aktualisiert: 24.10.2019, 09:52 Uhr
Fehlt dem SCP in Ingolstadt: Fridolin Wagner, hier im Zweikampf mit dem Dortmunder Nationalspieler Julian Brandt.
Fehlt dem SCP in Ingolstadt: Fridolin Wagner, hier im Zweikampf mit dem Dortmunder Nationalspieler Julian Brandt. Foto: Jürgen Peperhowe

Der SC Preußen Münster findet sich auf dem fünften Platz wieder. Nicht in der aktuellen Tabelle, sondern in der sogenannten ewigen Tabelle der eingleisigen 3. Liga. Diese wurde in der Saison 2008/09 aus der Taufe gehoben, zur Spielzeit 2011/12 stieß der SCP als Meister der Fußball-Regionalliga West dazu.

Man darf mit Fug und Recht behaupten, dass die Adlerträger mittlerweile zum Inventar der Liga gehören. Nur der SV Wehen Wiesbaden, VfL Osnabrück, RW Erfurt und SpVgg. Unterhaching haben in der 3. Liga mehr Zähler als die Preußen über die Jahre gesammelt. Dem SCP sitzt dabei Hansa Rostock auf Platz sechs im Nacken, beide Clubs bestreiten aktuell ihre neunte Saison in der 3. Liga.

Natürlich soll auch eine zehnte folgen, zumindest in Münster. Die Pläne in Rostock sind da ungleich höher gesteckt, man will möglichst in naher Zukunft in die 2. Bundesliga aufsteigen. Davon sind die Preußen im neunten Drittliga-Jahr in Folge fast schon Lichtjahre entfernt. Das Team von Trainer Sven Hübscher gönnt sich gerade den zweitschlechtesten Saisonstart der Drittliga-Zugehörigkeit. Nur in der Saison 2016/17 war der SCP als Schlusslicht nach zwölf Spieltagen mit acht Pluspunkten schlechter ­platziert. Damals übernahm Benno Möhlmann von Horst Steffen den Trainerposten.

Positive Serie drigend nötig

Aktuell hat der SCP drei Zähler mehr gesammelt, genau elf, am Samstag steht das schwere Auswärtsspiel in Ingolstadt an. Eigentlich müssen die Preußen mal wieder siegen, eine positive Serie starten, es steht Klassenkampf in Liga drei auf dem Programm.

Über die Jahre betrachtet, wenn man die Saison 2012/13 unter Pavel Dotchev mit 72 Punkten ausnimmt, sammelte der SCP im Durchschnitt rund 51 Punkte je Saison. Fehlen also noch 40 Zähler aus den ausstehenden 26 Punktpartien. Das ist eine ambitionierte Aufgabe für Coach Hübscher und seine Schützlinge.

► Fridolin Wagner ist der erste Preußenspieler in dieser Saison, der nach der fünften Verwarnung eine Partie aussetzen muss. Wagner war beim 1:1 gegen Großaspach verletzungs­bedingt in der 86. Minute vom Feld gegangen. In der Vorsaison war es Kevin Rodrigues Pires, der sich am zwölften Spieltag eine Gelb-Sperre einfing. Zudem steht der bislang vier Mal verwarnte Mauric Litka vor einer Spiel-Sperre.

Kader von Preußen Münster - Saison 2019/20

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  • Die Neuzugänge des SCP -

    hintere Reihe v.l.: Heinz Mörschel, Joel Grodowski, Fridolin Wagner, Luca Schnellbacher, Marcel Hoffmeier, Maurice Litka, Coach Sven Hübscher

    - vordere Reihe v.l.: Okan Erdogan, Dominik Klann, Nico Brandenburger, Naod Mekonnen, Seref Özcan und Julian Schauerte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann

    Noch konkurrenzlos auf der linke Seite. Nach starker Premierensaison gesetzt als Dauerläufer.

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  • Lucas Cueto

    Vertrag auf den letzten Drücker - Trainer Hübscher wollte ihn unbedingt halten. Hat noch viel Potenzial.

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  • Max Schulze Niehues

    Dauerbrenner, Nummer eins und fast schon eine kleine Vereins-Ikone. Seit 2011 im Team, zuvor auch Jugendspieler.

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  • Marcel Hoffmeier

    Kommt mit 19 Jahren aus der Regionalliga (Lippstadt). Er versucht sein Glück als Profi und kann es kaum erwarten.

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  • Joel Grodowski

    Kommt aus Hamm (Oberliga), soll auch in der U 23 spielen. Pech mit einer schweren Schulterblessur.

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  • Fridolin Wagner

    Er kennt Trainer Sven Hübscher aus seiner Zeit bei Werder Bremen II. Und schwärmt in höchsten Tönen.

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  • Luca Schnellbacher

    Seuchenjahr in Aalen, aber mit neuem Elan nach Münster gekommen und auf vielen Positionen einsetzbar.

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  • Okan Erdogan

    Vielversprechende Ansätze in der Vorbereitung. Noch zurückhaltend als Neuzugang aus der Regionalliga.

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  • Heinz Mörschel

    Bislang letzter Einkauf. Sammelte bei Holstein Kiel schon Zweitliga-Einsätze, ist aber erst 21 Jahre alt.

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  • Philipp Hoffmann

    Auch schon seit vier Jahren beim SCP. Dauerläufer auf der rechten Seite, stark bei Kontern.

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  • Marian Prinz

    Erstes Seniorenjahr für den Junioren-Nationalspieler. Als U-23-Keeper sicher öfter auf der Bank.

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  • Dominik Klann

    Aufgestiegen mit der zweiten Mannschaft und nun mit der Chance, sich zu zeigen.

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  • Simon Scherder

    Schon seit 2006 ein Preuße, zuletzt Kapitän und erneut ein Anwärter auf die Binde am Arm.

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  • OIe Kittner

    Ur-Münsteraner und Everybody‘s Darling. Als Abwehrchef wie als Führungskraft sehr wertvoll.

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  • Naod Mekonnen

    Ausgebildet bei RB Leipzig und extrem ehrgeizig, auch neben dem Platz als angehender Student.

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  • Ugur Tezel

    Sein erstes Jahr im SCP-Trikot verlief mehr als durchwachsen. Hofft auf eine neue Chance.

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  • Rufat Dadashov

    Nach seiner Länderspielreise mit zwei Wochen Sonderurlaub, aber jetzt top-motiviert. Will seine Torquote steigern.

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  • Kevin Rodrigues Pires

    Nach dem Weggang seiner Nebenleute plötzlich Mittelfeldchef. Spielt aktuell stark auf und tritt auch die Standards.

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  • Maurice Litka

    Eigentlich ein Ur-St. Paulianer, aber jetzt lässt er sich voll auf Preußen ein. Gute Ansätze in der Vorbereitung.

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  • Nico Brandenburger

    Blöder Start mit einer kleinen Verletzung im Auftakttraining. Auf Dauer aber Kandidat für die Startelf.

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  • Seref Özcan

    Wagt den Sprung aus der Regionalliga Nordost in die 3. Liga. Berater ist Ex-Preuße Sercan Güvenisik.

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  • Oliver Schnitzler

    Angebot aus Unterhaching, doch der Reservist musste bleiben. Will Schulze Niehues mutig angreifen.

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  • Julian Schauerte

    Potenzieller neuer Leitwolf auf der rechten Seite. Bringt 31 Jahre und viel Erfahrung mit.

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  • Jannik Borgmann

    Der Schlaks (1,97 Meter) boxt sich durch, hat langfristig verlängert und geht bald noch studieren.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Malte Metzelder

    Sportdirektor und Geschäftsstellenleiter SC Preußen Münster

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  • Helge Dahms

    Zeugwart 

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  • Lukas Brüggemann

    Physiotherapeut 

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  • Dr. Tim Hartwig

    SCP-Mannschaftsarzt

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  • Dr. Cornelius Müller-Rensmann

    Orthopäde und Sportmediziner

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  • Matthias Sieme

    Physiotherapeut 

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  • Milenko Gilic

    Torwarttrainer

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  • Tim Geidies

    Athletiktrainer

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  • Tobias Hellwig

    Co-Trainer

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  • Arne Barez

    Co-Trainer

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  • Sven Hübscher

    Trainer

    Foto: Jürgen Peperhowe
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