Fußball: Preußen Münster gegen den Chemnitzer FC
Am Samstag zählen nur Punkte

Münster -

Drei Punkte kann man in einem Fußballspiel erwirtschaften. Das als kleine Erinnerungsstütze an alle Preußen-Fans, die einen derartigen Punkteschub im Kurzzeitgedächtnis nicht mehr abrufen können. Preußen-Trainer Sven Hübscher ist aber zuversichtlich, dass am Samstag gegen Chemnitz wieder mal ein Dreier fällig ist.

Donnerstag, 31.10.2019, 11:02 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 17:16 Uhr
Trainer Sven Hübscher war mit dem letzten Auftritt von Heinz Mörschel sehr zufrieden.
Trainer Sven Hübscher war mit dem letzten Auftritt von Heinz Mörschel sehr zufrieden. Foto: Marco Steinbrenner

Sven Hübscher lässt sich schwer und wenn, dann auch nur ungern aus der Ruhe bringen. Im Zweifel, das betont der Trainer des SC Preußen Münster , „bin ich ohnehin jemand, für den das Glas halbvoll und nicht halbleer ist“. Entsprechend entspannt gibt sich der Preußen-Trainer trotz angespannter Tabellenlage vor dem wichtigen Keller­duell gegen den Chemnitzer FC (Samstag 14 Uhr), das im schlimmsten Fall zum zehnten sieglosen Spiel in Serie werden könnte.

Immerhin gibt Hübscher zu, dass „das Glas im Moment vielleicht sogar nur viertelvoll ist“. Womit der aktuelle Pegelstand auf dem Punktekonto immer noch eher optimistisch beschrieben wäre. Elf Zähler und Platz 19 haben nach 13 Runden durchaus bedrohlichen Charakter, Hübscher verweist aber lieber auf andere Zahlen. Beispielsweise die der aktuellen Spielstatistik, die bei der abgeleisteten Gesamtkilometerzahl des Teams in 90 Minuten seit Saisonstart deutlich bergan zeigt. „Da sind wir auf einem guten Weg“, sagt Hübscher, der sich natürlich das Kilometergeld jetzt am liebsten in Punkten auszahlen lassen würde. „Darum geht es. Es ist völlig egal, ob da am Samstag Chemnitz kommt oder ein anderer Verein. Wir müssen jetzt die Punkte holen.“

Gegnercheck: Chemnitzer FC

 

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Sein Team habe unter der Woche sehr gut trainiert, mit dem entsperrten Fridolin Wagner und dem auf bestem Genesungsweg befindlichen Seref Öczan. Das gibt neue Optionen für den Spieltagskader und schließlich auch nach wie vor Vertrauen in die eigenen Qualitäten. Die „individuellen Fehler“, die vor Wochenfrist in Ingolstadt das Team um den Lohn der Arbeit gebracht hätten, seien im Training be- und verarbeitet, gleichzeitig aber auch die Stärken weiter verstärkt worden. Auch, wenn Hübscher bei der Spielvorschau sein obligatorisches Schweigegelübde beibehält, könne er sich vorstellen, sein Team gegen Chemnitz, „ähnlich wie in Ingolstadt“ auflaufen zu lassen. Mit einer Dreierkette und einem Sturmtrio vorn. Vor allem die Offensivkräfte hätten in Ingolstadt die Erwartungen des Trainers absolut erfüllt. „Mit einem Stürmer, der in die Tiefe attackiert (Luca Schnellbacher), einem, der im Strafraum präsent ist ( Heinz Mörschel )“, und einem Maurice Litka, „der auf seiner Lieblingsposition, der Zehn, sein ganzes Potenzial abgerufen hat.“ Gedeckt wird diese Einschätzung durch das statistische Grundlagenwerk, das Schnellbacher und Mörschel in Ingolstadt als Dauerläufer der Preußen identifiziert hat. „Und Mörschel mit den meisten Sprintmetern, was seinem Spiel und seiner Torgefährlichkeit sehr zugute kommt.“

Die Probleme bei „der Verteidigung im 16er“, die in diesem Wortlaut erstmals beim 2:2 in Unterhaching aufgetaucht und auch in Ingolstadt letztlich Schlüssel zum Misserfolg waren, haben in der Trainingswoche ebenfalls eine Hauptrolle gespielt – im Optimalfall sind sie bis Samstag (14 Uhr) ausgeräumt.

Preußen:Schnitzler – Scherder, Kittner, Rossipal – Schauerte, Wagner, Litka, Hoffmann – Mörschel, Schnellbacher

Das neue Jahr und die Wintervorbereitung werfen schon jetzt ihre Schatten voraus. Den ersten Termin können sich die Preußenfans schon einmal rot im Kalender anstreichen: Am Mittwoch, 8. Januar 2020, treffen die Adlerträger in einem Testspiel auf den Zweitligisten Hannover 96. Anstoß ist um 19 Uhr.

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