Fußball: 3. Liga
Schnitzlers dritter Anlauf – die Null muss gegen Braunschweig stehen

Münster -

Dritter Anlauf für Oliver Schnitzler. Der Torwart des SC Preußen Münster hofft, dass am Montag gegen Eintracht Braunschweig die Null auch noch gegen 21 Uhr steht. Der Vertreter von Max Schulze Niehues stellte auch eines klar: Mit den Ex-Kollegen will er bis dahin nix zu tun haben.

Samstag, 09.11.2019, 17:45 Uhr aktualisiert: 09.11.2019, 17:51 Uhr
Fußball: 3. Liga: Schnitzlers dritter Anlauf – die Null muss gegen Braunschweig stehen
Oliver Schnitzler in Aktion. Foto: Jürgen Peperhowe

Angst und bange ist Oliver Schnitzler nicht. Aber nach zwei Dreierpacks soll nun die Null stehen. Der 24 Jahre alte Schlussmann ist am Montag (19 Uhr) im Heimspiel des SC Preußen Münster gegen Eintracht Braunschweig erste Wahl. Der Vertreter des verletzten Max Schulze Niehues bestreitet damit sein zehntes Spiel im Preußen-Dress. Und für diese Begegnung gegen die Braunschweiger hat Schnitzler eine gleichermaßen schlüssige wie einfache Vorgabe parat: „Hinten soll die Null stehen und vorne wenigstens ein Tor fallen.“ Das würde nach Adam Riese die zehnteilige Negativserie der Preußen ohne Sieg beenden.

Sechs Stiche ins Torhüterherz

Egal wie, sagt Schnitzler, man müsse alles reinwerfen in diese Begegnung. Auch er, der erst wieder seit zwei Partien die Nummer eins beim SCP ist, spürt den Druck. Klar, man ist Vorletzter, das darf so nicht bleiben. Beim 2:3 in Ingolstadt war Schnitzler genauso an allen drei Gegentoren nicht beteiligt wie beim 3:3 am vergangenen Samstag gegen Chemnitz. Jeweils drei Gegentore sind wie sechs Stiche ins Herz eines Schnappers.

Bei Trainer Sven Hübscher genießt Schnitzler das volle Vertrauen. Wieso auch nicht, schließlich durchlief der gebürtige Gummersbacher fast alle Junioren-Nationalteams von U 15 bis U 20, 33 Einsätze kamen so zusammen. Und 2014 wurde er in Budapest mit der deutschen U-19-Nationalelf Europameister durch einen 1:0-Erfolg über Portugal. Bei VfR Aalen kam er zudem auf zwei Zweitliga-Einsätze, Potenzial ist genug vorhanden, jetzt kann er es wieder beim SCP beweisen.

Durch Verletzung gestoppt

In der Vorsaison warf ihn eine Verletzung, die er sich im Derby beim VfL Osnabrück zugezogen hatte, aus der Bahn. Seitdem war Max Schulze Niehues die Nummer eins. Und im Sommer standen die Zeichen, trotz bis 2020 laufenden Vertrages, in Münster auf Abschied. Doch Schnitzler blieb, aktuell wird er so dringend benötigt wie nie. Hinter ihm steht nur noch der unerfahrene Marian Prinz (19) als Reservetorwart bereit.

Die Debatte, wer denn dann für die Preußen spielen wird, wenn Schulze Niehues den Bandscheibenvorfall auskuriert hat, findet momentan natürlich nicht statt. Zu sehr liegt der Fokus aller Preußen auf dem Montagsspiel, zu dem nur rund 7000 Zuschauer erwartet werden. Schulze Niehues ist zudem noch weit weg vom Mannschaftstraining. „Er arbeitet individuell“, sagt Coach Sven Hübscher. Und: „Wir müssen mit ihm vorsichtig sein. Fallen und springen geht jetzt noch nicht. Die Situation hat sich verbessert, aber mehr auch nicht.“ An hartes Mannschaftstraining ist bei Schulze Niehues nicht zu denken.

Kontaktsperre

Das ist die Chance für Schnitzler. „Nein“, sagt Schnitzler derweil bestimmt. Es gebe keinen Kontakt zu Martin Kobylanski oder Danilo Wiebe, den Ex-Kollegen aus der Vorsaison, die nun in Braunschweig gelandet sind. Klar, Schnitzler kennt zum Beispiel die Freistoß-Qualitäten eines Kobylanskis oder die taktische Übersicht Wiebes ganz genau. Alles einerlei, nun muss der Preußen-Tormann liefern. Gegentore unerwünscht. Die Partie gegen Braunschweig wird sein 36. Drittliga-Einsatz sein, acht Mal blieb er dabei ohne Gegentor. Schafft er das auch gegen die Eintracht, wäre das die Drittel-Miete zum Sieg.

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