Fußball: 3. Liga
Negativrekord statt Befreiung: Preußen Münster spielt 1:1 gegen Eintracht Braunschweig

Münster -

Das Warten auf den ersten Sieg seit dem 3:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern geht weiter. Auch gegen Eintracht Braunschweig kam Drittligist SC Preußen Münster nicht über ein 1:1 hinaus. Heinz Mörschel rettete den Platzherren mit seinem Treffer in der 86. Minute den einen Punkt.

Montag, 11.11.2019, 21:54 Uhr aktualisiert: 12.11.2019, 07:06 Uhr
Die Megachance nach wenigen Sekunden: Heinz Mörschel (beim Schuss) und Luca Schnellbacher hatten hier kein Glück.
Die Megachance nach wenigen Sekunden: Heinz Mörschel (beim Schuss) und Luca Schnellbacher hatten hier kein Glück. Foto: Jürgen Peperhowe

Aussichtslos ist das Unterfangen Klassenerhalt für Preußen Münster allein rechnerisch Mitte November noch lange nicht. Irgendwie bleibt die Hoffnung mit jedem Punkt ja am Leben. Diesmal vielleicht sogar ein bisschen mehr, weil das Publikum hinterher den couragierten Auftritt mit Beifall honorierte.

Doch mit dem elften sieglosen Spiel in Serie (neuer negativer Vereinsrekord in der 3. Liga) beträgt der Abstand ans rettende Ufer drei Zähler, auf Rang 15 schon sechs. Das 1:1 (0:0) gegen Eintracht Braunschweig entsprang einer der besseren Saison-Leistungen entsprang. Doch auch das gehört zum Dilemma. Ein Zähler ist zu wenig.

Zufrieden mit der Vorstellung

Coach Sven Hübscher sagte: „Wir haben taktisch und personell viel verändert, ich bin mit der Vorstellung zufrieden.“ Noch ehe die Gäste-Anhänger ihre Massen an Silvesterraketen zünden konnten, hatten die Preußen ein kleines Offensivfeuerwerk auf Lager. Luca Schnellbacher , Heinz Mörschel und Fridolin Wagner kamen nach Flanke von Niklas Heidemann zum Abschluss, da waren 15 Sekunden gespielt.

Dann erst mal drei Minuten Pause, bis sich die Eintracht-Fans beruhigt hatten. Gemächlich ging es aber auch auf dem Rasen danach nicht zu. Simon Scherder verlor den Ball an Leandro Putaro, rempelte dann und verhinderte so den Rückstand (6.), dann strich der abgefälschte Schuss von Martin Kobylanski knapp am Kasten vorbei (8.). Der Ex-Preuße bediente Orhan Ademi zudem super, doch Keeper Oliver Schnitzler rettete glänzend (13.).

Temporeiche Partie

„Es war klar, dass die Anfangsphase schwierig werden kann“, so Hübscher. „Andererseits mussten wir selbst irgendwann die Führung machen.“ Philipp Hoffmann etwa versiebte nach Mörschels Trick eine Drei-gegen-eins-Szene fahrlässig (10.). Eine furiose Anfangsviertelstunde war es, in der der Gastgeber schon mal Leidenschaft nachwies, aber auch wiederholte Abwehrlücken. Die Partie blieb temporeich. Özcan blieb mit seinem Nachschuss hängen (27.).

Preußen Münster - Eintracht Braunschweig

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  • Erdogan gegen Leandro Putaro

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hoffmann gegen Wiebe

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  • Torwart Oliver Schnitzler muss eingreifen

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  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Özcan gegen Benjamin Kesse

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  • Scherder und Erdogan gegen Robin Ziegele

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  • Kobylanski gegen Heidemann

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  • Torchance für Mörschel

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  • Fans danken Stadionsprecher „Kerni“ für seinen 500. Einsatz.

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  • Wiebe gegen Özcan

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
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  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe
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  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Jürgen Peperhowe

Heidemanns Schuss aus 13 Metern hätte Schnellbacher mit einer kleinen Berührung noch schärfer machen können (41.). Auch Hoffmann verpasste die Erlösung aus der Drehung (44.). Münster war besser, immerhin. „Die erste Hälfte war gut“, sagte Schnellbacher hinterher ganz richtig.

Traumtor für Braunschweig

Durchgang zwei sah dann zunächst signifikant tiefer formierte Preußen. Das entschleunigte beidseitig die Angriffsbemühungen merklich. Die Partie war fast zum Erliegen gekommen. „Wir müssen es auch mal annehmen, ein, zwei Minuten verteidigen. Fatal ist, wenn wir da aufmachen“, sagte der Coach später. Dem folgenden Tiefschlag lag dann ein Kommunikationsfehler zugrunde. Heidemann köpfte ohne Not die Kugel Benjamin Kessel nach einer Flanke maßgerecht direkt vor die Nase. Der BTSV-Kapitän ging volles Risiko und drosch den Ball volley in den Knick (57.). Ein Traumtor, das den Albtraum der Münsteraner verlängerte.

Es musste eine neue Sturmwelle her. Heidemann und Hoffmann probierten es ohne Glück (63.). Das Geschehen wurde zerfahrener, auch weil Braunschweig nur noch auf Torverteidigung aus war, mit allem hinten drin stand. Dennoch bot sich Özcan, Mörschel und vor allem Rufat Dadashov eine Drei- oder Vierfachchance (76.). Mörschel scheiterte zudem an Ersatzkeeper Yannik Bangsow (81.).

Komplettwende bleibt aus

Klar, da war nun auch viel Pech dabei. Doch irgendwie verlängerte Dadashov dann einen hohen Ball in den Fuß von Mörschel, der aus kurzer Distanz einschob (86.). „Ich habe ihn mit dem rechten großen Zeh reingemacht, darauf hatte ich spekuliert. Die einzige Chance war, Bangsow zu tunneln“, sagte der Torschütze. Doch das langte ja nicht. Aber mehr ging nicht.

Am Ende war der SCP k.o. und hatte auch noch Glück, dass Marcel Bär daneben köpfte (90.+4). Die Komplettwende blieb aus. „Ruhe bewahren“, sagte Hübscher.

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