Fußball: 3. Liga
Drittliga-Abstiegskampf statt Karibik für Preußen-Kicker Mörschel

Münster -

Weil Luca Schnellbacher verletzt und Rufat Dadashov erst gerade wieder fit ist, könnte Heinz Mörschel in Zwickau für die Preußen wieder im Sturm auflaufen. Unabhängig von der Position konzentriert sich der 22-Jährige aktuell nur auf den Verein, mögliche Länderspielreisen stehen hinten an.

Donnerstag, 21.11.2019, 16:12 Uhr aktualisiert: 21.11.2019, 16:27 Uhr
Beim 1:1 gegen Braunschweig gelang Heinz Mörschel in dieser Szene der Ausgleich.
Beim 1:1 gegen Braunschweig gelang Heinz Mörschel in dieser Szene der Ausgleich. Foto: Jürgen Peperhowe

Zwei zurück, zwei außen vor – die Personal-News bei den Preußen halten sich die Waage. Zwar ist in dieser Woche überraschend neben Keeper Max Schulze Niehues auch Lucas Cueto (weiche Leiste) wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen. Dafür fehlen Luca Schnellbacher und Alexander Rossipal für gut sieben bis zehn Tage, weil sie die Umstellung auf die Einheiten auf Kunstrasen muskulär nicht gut verpackt haben. „Das passiert anderen auch“, sagt Trainer Sven Hübscher gelassen. Dennoch ärgert er sich, dass er sich für die zentrale Spitze eine neue Besetzung überlegen muss.

Denn Schnellbacher war zuletzt die Nummer eins im Sturm. U-23-Akteur Joel Grodowski ist kein Kandidat für die Anfangsformation, Rufat Dadashov hingegen theoretisch schon. Er trainiert seit Mittwoch wieder, war aber auch einige Tage angeschlagen und brach seine Länderspielreise nach Aserbaidschan ab. So kommt automatisch auch Heinz Mörschel wieder ins Spiel. Nach anfänglich etwas glücklosen Auftritten allein im Angriff stand der 22-Jährige in den jüngsten acht Partien siebenmal in anderer Rolle in der Startelf und traf dabei dreifach, unter anderem gegen Eintracht Braunschweig in der Vorwoche. Nun könnte er wieder vorne drin gebracht werden. „Kein Problem, wir haben zuletzt ja auch fast mit zwei Spitzen gespielt, ich habe mich dann öfter fallen lassen. Ich denke, wir ergänzen uns da alle gut. Ich kann auch noch offensiver auflaufen.“ Die vergangenen Wochen haben Mörschels Selbstbewusstsein zweifellos wachsen lassen. „Ich fühle mich fit, bin angekommen, es geht bergauf. Hoffentlich kann ich das bald auch auf die Mannschaft übertragen.“

Um den Formanstieg nicht zu gefährden, blockt er aktuell auch Anfragen der Dominikanischen Republik ab, die ihn für die Nationalelf auf dem Zettel hat. „Im Moment will ich mich auf den Verein konzentrieren. Ich müsste mir sowieso erst mal ansehen, wie professionell es dort zugeht. Da bin ich noch zu wenig informiert. Andere Sportarten sind im Land wichtiger, etwa Baseball.“ Die Mutter des Rechtsfußes, der in Santo Domingo geboren wurde, kommt von der Karibikinsel, Teile der Familie leben vor Ort. Noch ist die internationale Karriere kein Thema. Die Preußen werden es gern hören. Schließlich müssen sie Dadashov schon oft abstellen.

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