Fußball: 3. Liga
Schlüsselspiel für die Preußen bei den Schwänen in Zwickau

Münster -

Der Rückhalt für Trainer Sven Hübscher ist groß im Verein. Obwohl die Preußen tabellarisch in ganz schwierigen Fahrwassern unterwegs sind, liegt ein Hauch von Optimismus in der Luft. Der muss am Samstag beim FSV Zwickau aber unterfüttert werden. Ansonsten droht eine erneute Verschärfung der Dauerkrise.

Freitag, 22.11.2019, 14:12 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 19:14 Uhr
Maurice Litka (l.) hat seine Gelbsperre abgesessen und ist schwer wegzudenken aus der Preußen-Startelf.
Maurice Litka (l.) hat seine Gelbsperre abgesessen und ist schwer wegzudenken aus der Preußen-Startelf. Foto: Jürgen Peperhowe

Bei aller gezielt und guten Gewissens deklarierten Zuversicht und Aufbruchstimmung wird der Druck für Preußen Münster mit jedem nicht gewonnenen Spiel größer. Seit Anfang August und in zwölf Pflichtspielen blieben die Adler sieglos, ein Auswärtserfolg fehlt sowieso noch. Umso essenzieller ist für den Tabellenvorletzten, der zwar nur drei Zähler hinter dem rettenden Ufer, aber auch bereits sechs hinter Rang 15 liegt, die Partie am Samstag (14 Uhr) beim FSV Zwickau .

So spiel Zwickau

Hört sich nominell nach einer machbaren Aufgabe an, die Sachsen sind definitiv einer der Clubs, die nicht mehr Geld als der SCP zur Verfügung haben. Aber sie haben augenscheinlich verstanden, was in der 3. Liga gefordert ist. Oder „sie machen Stand jetzt Dinge besser als wir“, wie es Trainer Sven Hübscher formuliert. Vor allem, so der 40-Jährige, haben sie eine „spezielle Anlage, die viel klarer und eindeutiger ist als bei anderen Mannschaften“. Die sieht so aus: langer Ball auf Zielspieler Ronny König . „Und ab da geht es noch mal von vorne los“, so Münsters Coach. „Für uns ist es also wichtig, die ersten und zweiten Bälle gut zu verteidigen.“

Zwickaus Plan hat oft genug funktioniert. Mit kleinem Etat halten sich die Schwäne im vierten Jahr in der Klasse. Eine Umstellung auf „hoch und weit“ kommt indes für die Preußen nicht infrage. „Eine Option wie König sehe ich in unserem Kader nicht, ansonsten wäre es in unserer Situation vielleicht ein Mittel“, sagt Hübscher. „Aber so müssten wir wahrscheinlich eine kleine Treppe vorne aufstellen.“

Frust bei renommierten SCP-Spielern

Die Puzzleaufgabe, seinen „Unterschiedspieler“ Maurice Litka (Gelbsperre abgesessen) auf Umwegen wieder einzubauen, bleibt Hübscher wohl erspart. Durch den Ausfall von Luca Schnellbacher könnte Heinz Mörschel eine Position vorrücken und der 23-jährige Litka auf seiner Lieblingsstelle im Zentrum beginnen. „Es ist noch wahrscheinlicher geworden, dass er anfängt“, so Hübscher. Auch in der Defensive gibt es kaum Anlass zu Änderungen. Okan Erdogan, beim 1:1 gegen Braunschweig erstmals direkt als Sechser eingesetzt, regelte die Dinge trotz kleinerer Fehler sehr ordentlich – gerade als Abfangjäger vor König ist der 21-Jährige gefragt. Die renommierten Kevin Rodrigues Pires und Nico Brandenburger schauten zuletzt daher in die Röhre. „Klar, dass sie nicht erfreut waren“, sagt der Trainer. „Auch Rufat Dadashov ist unzufrieden, wenn er nicht spielt.“ Aber das sind persönliche Belange. „So möchte ich das ja auch haben.“ In Kürze wird ein weiterer frustrierter Akteur dazukommen, wenn die Entscheidung zwischen Oliver Schnitzler und dem genesenen Max Schulze Niehues endgültig gefällt wird. Schon für Samstag ist diese Frage offen.

Innerhalb des Kaders spürt Hübscher trotz der brandgefährlichen Tabellenlage kein Konfliktpotenzial. Die Vorwoche mit dem Remis gegen Braunschweig und zwei Tests lieferte ihm eben jene zur Schau getragenen Ansätze für neuen Optimismus. „Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist für die Jungs, auf unserem Niveau zu spielen und dabei mal wieder gewonnen zu haben. Gegen Utrecht war eine gewisse Leichtigkeit zu sehen, als wir 3:1, 4:1 führten.“ Gut tat den Profis auch der Rückhalt der Fans zuvor im Heimspiel. „Es kam Unterstützung von den Rängen. Das hilft sehr. Keiner bei uns ist schließlich glücklich über die Situation.“

SCP: Schnitzler – Schauerte, Kittner, Scherder, Heidemann – Erdogan, Wagner – Hoffmann, Litka, Özcan – Mörschel

Wir berichten mit einem Liveticker aus Zwickau am Samstag ab 14 Uhr.

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